Der Preis ist heiß! Was kostet das Mercedes-Benz S-KIasse Cabrio?

Ab April 2016 ist das neue Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio beim Händler nicht nur zu bestaunen, sondern auch zu bestellen. Der ein oder andere Taler sollte dann natürlich schon in der Tasche sein, da auch der Verzicht auf ein Dach kein Schnäppchen aus dem Schwaben macht, aber das ist nicht neu. Fraglich nur, wer als Konkurrent infrage kommt? Ein Rolls Royce Dawn vielleicht oder ein Bentley Continental Cabriolet kommen da fast als einzige Widersacher ins Blickfeld. Wir riskieren mal einen Blick auf die Preisliste des Stuttgarters.

Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio ( A 217 ) 2015

Das Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio soll, so heißt es seitens der Schwaben, der erste offene Luxus-Viersitzer seit 1971 sein. Dementsprechend kleckert man in Stuttgart nicht, man klotzt: Ausstattung, Feeling, Design und Technologie suchen ihresgleichen. Dabei ist die Gestaltung des Oberklasse-Cabriolets alles andere als klotzig; die offene Variante der S-Klasse wirkt elegant und leichtfüßig – vom Panzer-Habitus eines W140 fehlt jede Spur.

Natürlich fährt auch das Cabriolet mit der Spitzentechnik der S-Klasse vor und bietet zudem ein umfassendes Wärme- und Windschutzkonzept. Dazu zählt das dreilagige Akustik-Verdeck ebenso, wie der Cw-Wert von nur 0,29 – ein Spitzenwert in diesem Segment. Wer hier noch eins drauf setzen möchte, sollte zu den 139.051,50 Euro für das S500 Cabrio noch ein paar weitere Münzen in der Hosentasche haben. Für das automatische Wundschutz-System „Aircap“ sollte man 1.178,10 Euro aufaddieren. Es sorgt mit einem ausfahrbaren Spoiler im oberen Scheibenrahmen und einem Windschott für verringerte Turbulenzen im Innenraum. Richtig angenehm wird es aber erst mit dem Airscarf für 773,50 Euro und dem Wärme-Komfort-Paket für 511,70 Euro. Letzteres umfasst zweistufig beheizbare Armlehnen in der Mittelkonsole und den Türen sowie ein beheizbares Lenkrad.

So lassen sich mit den 335 kW bzw. 455 PS aus dem 4.7 l V8 keine Sturmfrisuren mehr holen. Auch nicht mit 700 Nm. Einzig die Nackenhaare könnten vor Staunen stramm stehen, wenn man sich den, auf die Leistung bezogenen, NEFZ-Verbrauch von nur 8,5l/100KM ansieht. Eine weitere Variante, wenn man es schließlich doch auf die Sturmfrisur anlegt, stellt das S63 Cabrio mit 4MATIC dar. Es kommt ab 187.484,50 Euro und hält einen 5.5 l V8-Biturbo bereit. Er entwickelt bärige 430 kW bzw. 585 PS und lässt 900 Nm auf alle vier Räder los. Damit sind 100 km/h in nur 3,9 Sekunden erreichbar – Performance Allrad sei Dank. Der steife Nacken wird dann eher vom brachialen Vortrieb kommen, als von einem kalten Lüftchen. Noch gewaltiger dürfte dann nur noch das S65 AMG Cabrio auftrumpfen.

Serienmäßig ist übrigens alles mit an Bord, was das Fahren angenehm und entspannt macht. Zum Umfang gehört das Comand Online ebenso, wie eine Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Vordersitze mit Memory und das LED Intelligent Light System. Zu Individualisierung stehen zwei Pakete bereit. Die AMG-Line für 6.485,50 Euro bietet sportliche Schürzen und Schweller, einen Diamantgrill und spezifische 19-Zoll-Leichtmetallräder. Hinzu kommen gelochte Bremsscheiben vorn und hinten sowie Holz in Pappel schwarz glänzend für den Innenraum. Zudem steht das Exklusiv-Paket ab 5.902.40 Euro parat. Hier sind die Sitze und Instrumententafel in Nappa-Leder verkleidet und biete hübsche Kontrastziernähte. Die Sitze weisen zudem eine Sitzgrafik im Rauten-Design auf. Außerdem kommen verschiedene Designo-Elemente mit ins Spiel, wie ein spezieller Dachhimmel.

Alles wie gehabt also: Luxus pur. Das „beste Auto der Welt“ kommt also pünktlich zur herannahenden Cabrio-Saison ohne Dach in die Showrooms der Mercedes-Benz Partner. Vielleicht ärgern sich die Schwaben ja gerade, dass der Winter so mild ausfällt. Aktuell könnte man durchaus offen durch den grauen Vorweihnachtsstress fahren. Verkühlen kann man sich bei all dem Wärme-Komfort nicht mehr.