2016 VW Tiguan 4MOTION Fahrbericht

Wir waren gerade in Schweden und sind den neuen VW Tiguan in der Offroad-Edition mit dem 4MOTION Antrieb Probe gefahren. Er ist der direkte Nachfolger eines der erfolgreichsten deutschen SUV-Modelle und soll diese Karriere weiterführen. Er ist und bleibt aber nicht der einzige SUV im VW-Portfolio, bis Ende 2020 soll es in jedem relevantem Segment mindestens einen SUV geben, da die Nachfrage stetig steigt.

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Zur Wahl für den Namen standen damals Samun, Namib, Rockton, Nanuk und Tiguan, was eine Wortschöpfung aus Tiger und Leguan ist. Nachdem sich dann 2006 die Auto-Bild Leser für den Namen Tiguan für den neuen SUV entschieden hatten, kam er 2007 auf den Markt. VW brachte 2011 ein Facelift und nun folgte ein brandneues Modell, welches im April bei den Händlern stehen wird.

Dann werden erstmal drei Motoren zur Wahl stehen, später folgen noch weitere, so dass die Range dann von 115 bis 240 PS reichen wird. Besonders interessant dürften dabei die 2.0 TDI und TSI-Motoren sein, die 150 beziehungsweise 180 PS Leistung haben, den wir hier auch verbaut haben.

Beide Aggregate sind mit dem Allradantrieb 4MOTION und dem tadellos funktionierenden Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar und genau das würde ich auch tun.

Insgesamt werden sechs der acht Motorvarianten mit 4MOTION angeboten, vier davon direkt ab Werk. Im neuen Tiguan kommt erstmals die sogenannte 4MOTION Active Control zum Einsatz, mit der der Fahrer den Allradantrieb noch gezielter einsetzen kann. Sie sorgt für eine optimale Anpassung des Allradantriebes an den jeweils gewählten Fahrmodus. Zur Verfügung stehen dabei Onroad, Offroad, Snow und Offroad Individual. Auf Schnee verbessert der Modus Snow merklich die Traktion und sorgt für ausreichend Vortrieb. Die Verbräuche des VW Tiguan sollen so zwischen 4,7 und 7,4 Litern liegen.

Neuer VW Tiguan Fotos

Rein äußerlich zeigt sich das neue Design des Tiguan kraftvoller, mit klaren Linien. Seine Außenmaße sind etwas gewachsen, er ist jetzt länger und breiter. Durch seine niedrigere Bauhöhe wirkt er aber trotzdem sportlich. Gegen Aufpreis gibt es den neuen VW Tiguan mit einer veränderten Offroad-Frontpartie, die Böschungswinkel von bis zu 25,6 Grad ermöglichen sollte. Als erster SUV basiert der Tiguan auf dem modularen Querbaukasten – auch MQB genannt. Je nach Ausstattungslinie sind optional oder serienmäßig LED-Projektionsscheinwerfer verbaut, die Rückleuchten zeigen sich auch in der LED Technologie und ansonsten ist der VW Tiguan technisch auch voll auf der Höhe der Zeit.

Der neue VW Tiguan bietet in Sachen Sicherheit serienmäßig unter anderem den Front Assist mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, eine aktive Motorhaube (die durch Pyroelemente sich aufstellt und so bei drohenden Kollisionen mit Fußgängern die Verletzungsgefahren minimieren soll), den Lane Assist und die Multikollisionsbremse. Die Bedienung der Instrumente ist intuitiv. Optional kann man das neue virtuelle Cockpit, das Head-Up Display oder das neue Infotainmentsystem mit Smartphone-Integration dazubestellen. Via „App-Connect“ kann sich der neue Tiguan mit aktuellen Apple- und Android-Smartphones vernetzen, das ermöglicht der Modulare Infotainment Baukasten der neuesten Generation und hier kann ich sagen, dass Volkswagen auch immer besser wird.

Tech-Check neuer VW Tiguan:

Der Einstieg ist durch die höhere Sitzposition sehr bequem, der hochwertig gestaltete Innenraum bietet Passagieren und Gepäck jetzt mehr Platz. Der Kofferraum fasst regulär 615 Liter, wenn die Rücksitzbank umgeklappt ist, sogar 1.655 Liter Gepäck. Die Rücksitzbank kann außerdem um 18 cm verschoben werden, was zusätzliche Flexibilität bietet und im Zusammenspiel mit dem längeren Radstand, somit 145 Liter mehr Stauraum als der Vorgänger ermöglicht. Je nach Motorisierung kann man bis zu 2.500 kg ziehen und dafür unterstützend den optionalen „Trailer Assist“ nutzen.

Zusammenfassend kann ich zum Fahrverhalten sagen, dass sich der VW Tiguan auf Schnee wirklich gut fährt, die Lenkung leichtgängig ist und die Bremsen ausreichend groß dimensioniert sind. Verlangt aber bitte von mir kein abschließendes Urteil, denn ich bin wirklich fast ausschließlich nur auf einer geschlossenen Schneedecke unterwegs gewesen. Hier konnte der 4MOTION Antrieb seine Stärken ausspielen und sogar Fahrspaß ermöglichen, den ich dem SUV vorher gar nicht zugetraut hätte.

0-100 km/h Tachovideo und Experten-Stimmen

Sowohl optisch als auch technisch hat er sich meiner Meinung nach wirklich verbessert. Ich empfehle jedem, das Active Info Display und die App-Connect Funktion hinzuzubestellen, welche es aber nur in Kombination mit den höherpreisigen Infotainment-Systemen gibt. Preislich wird der Tiguan bei 30.025 Euro starten, für das DSG und andere Optionen muss man aber noch etwas drauflegen, so dass man sicher schnell die 40.000 Euro erreicht.

Hier ist der R+V24 Drive Check zum neuen VW Tiguan 2.0 TSI Offroad:

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