Mercedes-Benz CLS – Back to Basic

Wir schreiben das Jahr 2003: Bislang scheint die Autowelt klar aufgeteilt zu sein. Limousinen, Kombis, Geländewagen, Coupés– alles da. Doch dann kamen die Stuttgarter und stellten den Mercedes-Benz CLS vor. Das Modell verband die Eleganz und Dynamik eines Coupés mit der Funktionalität einer Limousine, wie noch kein anderer Mercedes zuvor. Nun kommt die mittlerweile dritte Generation auf den Markt und zeigt sich zunächst auf der LA Auto Show. Der Mercedes-Benz CLS ist aber nicht einfach nur ein neues Modell, sondern gilt als Vorreiter der neuen Design-Sprache mit seinen klaren Formen und reduzierten Linien.

Design – Wenn weniger mehr ist

Reduzierte Linien und glatte Flächen: Sinnliche Klarheit in Reinform

Der neue Mercedes-Benz CLS schlägt die Brücke vor allem zu einem Modell: Zur ersten Generation. Wie jene, wirkt die neue Generation zeitlos und nach wie vor Coupé-haft. Das zeigt sich vor allem an der Seitenansicht mit ihren flachen Seitenscheiben, dem geduckten Greenhouse und den gestreckten Proportionen. Und damit auch das Mercedes-Design-Credo nicht zu kurz kommt, wurde die „Sinnliche Klarheit“ gekonnt weiterentwickelt. Sicken und Kanten wurden auf ein Mindestmaß reduziert – genauso, wie der Cw-Wert, der gerade einmal 0,26 beträgt.

An der Front erwarteten den Betrachter markante Details, wie etwa der Diamantgrill mit einer Lamelle. Seine Grill-Silhouette öffnet sich nach unten und ähnelt dem Panamericana-Grill des Mercedes-AMG GT. Hinzu kommen sehr flache und breite Scheinwerfer sowie ein hoher Aufbau der Front, die so genannte „Sharknose“. Am Heck wiederum mündet die muskulöse Schulterlinie in einer harten Abrisskante. Hier installierten die Stuttgarter zweigeteilte Rückleuchten mit Edgelight-Hinterleuchtung, die für eine kristalline Optik sorgen. Das Design jener Elemente würde aber auch gut zu einem Wolfsburger oder Ingolstädter passen.

Interieur – Gib mir fünf

Feines und reduziertes Cockpit im Mercedes-Benz CLS

Innen herrscht im Mercedes-Benz CLS natürlich Luxus pur. Dieser leitet sich zum einen aus der klare Gestaltung ab, die wir in ähnlicher Form schon bei der neuen Mercedes-Benz A-Klasse gesehen haben. Zum anderen aber auch von den hochwertigen Materialien und der erstklassigen Verarbeitung. Den hochwertigen Eindruck hebt auch die Ambiente-Beleuchtung hervor, die den Innenraum in 64 Farben beleuchten kann. Illuminiert werden zudem die an Flugzeugturbinen angelehnten Luftausströmer.

Daneben findet sich im CLS das hochauflösende Widescreen-Cockpit mit zwei 12,3 Zoll großen Displays und greift so die technisch-moderne Welt auf. Hinzu kommt das volldigitale Cockpit, das frei konfigurierbar ist. Zum ersten Mal ist der Mercedes-Benz CLS als Fünftürer konzipiert und gibt sich richtig variabel. Seine Lehnen lassen sich im Verhältnis 20/40/20 vorklappen und erweitern damit den mit 520 Litern nicht gerade kleinen Kofferraum.

Motoren – Der Mercedes-Benz CLS setzt auf Sechszylinder

Im neuen Limousinen-Coupé kommt eine komplett neue Motorenpalette zum Zuge. Vom Start weg wird es den Mercedes-Benz CLS mit drei Sechszylindern geben – zwei Diesel und einen Benziner. Los geht es mit dem CLS 350 d 4MATIC mit 286 PS, 600 Nm maximalem Drehmoment und Allradantrieb. Der Durst soll sich mit 5,6 Litern im Mix in Grenzen halten. Die Beschleunigung auf 100 km/h ist indes schon in diesem Modell herausragend: 5,7 Sekunden sollen reichen. Zweiter Diesel im Bunde ist der Mercedes-Benz CLS 400 d 4MATIC, der aus sechs Zylindern 340 PS und 700 Nm holt. Der Verbrauch liegt auf selbem Niveau mit dem 350d, das Sprintvermögen ist 0,7 Sekunden besser.

Als Edition 1 fährt der Mercedes-Benz CLS im AMG-Trimm vor

Richtig sportlich wird es mit dem Reihensechszylinder-Benziner im CLS 450 4MATIC. Er setzt auf einen zusätzlichen EQ Boost, also einen kleinen integrierten E-Motor, der den Verbrenner unterstützt. So ergeben sich 367 PS aus dem Ottomotor, die mit 22 PS aus dem Elektromotor kombiniert werden. Daraus resultiert nicht nur ein erstaunlich niedriger Verbrauch von 7,5 Litern im Durchschnitt, sondern auch ein erstaunliches Spurtvermögen: Allradantrieb sei Dank, sind 100 km/h in 4,8 Sekunden passé.

Fahren – Sicherheit ab Werk

Schwaben sind knauserig, so das ungeschriebene Gesetzt. Doch der Mercedes-Benz CLS bietet bereits ab Werk viele moderne Assistenten, wie etwa den aktiven Bremsassistenten, einen Spurhalte- und Aufmerksamkeitsassistenten sowie den Speedlimit-Assistenten und das Insassenschutzsystem PRE-SAFE. Hört, hört! Optional kann man natürlich noch viel weiter in die technische Trickkiste greifen und einen aktiven Ausweich-Lenkassistenten ordern, der die Geschwindigkeit vor Kurven anpasst. Oder etwa den neuen Stau-Assistenten auf Autobahnen und ähnlichen Strecken, der Stopps bis zu 30 Sekunden zulässt. Beim Fahrwerk hat man die Wahl zwischen drei Varianten: Zum einen steht die serienmäßige Stahlfederung parat, zum anderen die optionale Dynamik Body Control oder das Luftfahrwerk Air Body Control mit regelbaren und adaptiven Dämpfern.

Edition 1 – Es ist nicht alles Gold was glänzt

Nein, beim Mercedes-Benz CLS Edition 1 ist es tatsächlich kein Gold, sondern Kupfer. Das limitierte Sondermodell, das rund ein Jahr lang ab Marktstart erhältlich ist, wird ein spezielles Interieurkonzept mit Nappaleder und kupferfarbenen Akzente bieten, das von einer Analoguhr im ICW-Design nochmals in Sachen Luxus betont wird. Auch am Exterieur zeigen sich Kupfer-Elemente, wie etwa am einzigartigen Diamantgrill. Für den sportlichen Eindruck sorgt die AMG Line zusammen mit den Multibeam LED-Scheinwerfern und 20-Zoll-AMG-Felgen. Doch auch ohne diese Zutaten kann sich der neue Mercedes-Benz CLS sehen lassen.