Bereits gefahren: Die neue Mercedes-Benz B-Klasse als B250 4MATIC!

Nach nunmehr 3 Jahren bringt Mercedes-Benz ein Facelift der B-Klasse auf den Markt. Auf Mallorca hatten wir die Möglichkeit, den allradgetriebenen B250 4MATIC unter die Lupe zu nehmen.

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Die von uns gefahrere rote AMG Line-Version hat optisch einiges zu bieten. Das schwarze Interieur mit roten Kontrastziernähten und die Carbon-Zierelemente wirken sehr sexy. Die Instrumente sind übersichtlich angeordnet und machen einen durchaus hochwertigen Eindruck. Man hat eine gute Rundumsicht in einer sehr komfortablen Sitzposition. Über ein hochauflösendes, freistehendes 8“ TFT-Display (Bestandteil des optionalen Multimedia-Systems Comand Online) hat man die diversen Multimediafunktionen wie Navi, Telefon, Audio, Video oder auch das Internet im Blick. Ganz nach Stimmung kann man bei der Ambientebeleuchtung zwischen 12 Farben wechseln. Neu und gegen Aufpreis erhältlich ist auch das schlüssellose Schließsystem Keyless-Go, bei dem man nur durch Mitführen des elektronischen Schlüssels das Fahrzeug öffnen, schließen oder auch starten kann und in der optionalen Wunschliste findet man auch die Möglichkeit ein Head Up Display zu ordern.

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Sind Äusserlichkeiten entscheidend? Das Exterieur wartet auf mit einer zweiflutigen Abgasanlage mit verchromten Endrohrblenden und AMG-spezifischer Front- und Heckschürze sowie Seitenschwellerverkleidungen. Die Tagfahrleuchten sind nun in die Scheinwerfer integriert. Optional bekommt man die LED High Performance-Scheinwerfer, die zur Begrüßung erst blau und dann weiß leuchten. Ein Feature welches witzig, aber unsinnig ist.

Je nachdem, ob man sich für die Ausstattungslinie Style, Urban oder AMG-Line entscheidet, gehören 16-, 17 oder, wie in unserem Fall, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen zum Serienumfang. Noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten gibt es über die Night-, Exklusiv- und AMG Exklusiv-Pakete.

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Nun mal zu den Assistenzsystemen, was ist verbaut? Was kann man haben? In allen Ausstattungsvarianten der B-Klasse gibt es serienmäßig den Collision Prevention Assist Plus. Er überwacht die Straße und warnt vor möglichen Kollisionen, im Notfall bremst er das Fahrzeug selbstständig ab. Zum Serienumfang gehört auch der Aufmerksamkeits-Assistent. Er kann den Ablenkungsgrad des Fahrers über eine Balkenanzeige darstellen. Ein Park-Assistent und eine Verkehrzeichen-Erkennung stehen auch noch in der Aufpreisliste. Macht man überall sein Kreuz in der (fast unendlichen) Aufpreisliste, dann arbeitet das autonome Bremssystem bis zu einer Geschwindigkeit von 200 km/h, serienmäßig ist bei Tempo 100 km/h schon Schluss.

Länge, Breite, Höhe und sollte man auch das Gewicht verraten? Die neue B-Klasse ist 4,39 m lang, 1,56 m hoch und mit Außenspiegeln 2,01 Meter breit. Der Radstand beträgt 2.70 Meter und der Wendekreis liegt bei 11 Metern. Das zulässige Gesamtgewicht vom B250 4MATIC liegt bei 2030 kg, leer wiegt der Schwabe 1505 kg. Den Kofferraum kann man mit maximal 1547 Litern beladen. Dafür sorgt die, dank optionalem EASY-VARIO-PLUS System, verschiebbare und umklappbare Rücksitzbank. Maximal zuladen darf man 525 kg, davon 75 kg auf das Dach. Sofern denn eine Anhängerkupplung vorhanden ist, beträgt die maximale Anhängelast bei dieser Motorisierung 1,5 Tonnen.

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Welche Motoren gibt es bei der neuen B-Klasse? Die neue B-Klasse bietet eine ganze Reihe an Motorisierungen: Insgesamt stehen 4 Diesel, 4 Benziner sowie 2 Modelle mit alternativen Antrieben zur Wahl, nämlich mit Erdgas- und Elektroantrieb. Außerdem gibt es 2 sparsamere BlueEFFICIENCY-Editionen und 4 Modelle mit Allradantrieb.

Wie sieht es mit der Leistung und dem Verbrauch aus? Wer mich kennt, der weiß: Ich greife gerne mal ganz nach rechts in das Regal. Gefahren? Die Spitzenmotorisierung: Das 211 PS starke 2.0 Liter-Aggregat mit Turboaufladung besitzt ein maximales Drehmoment von 350 Nm bei 1200 bis 4000 Umdrehungen pro Minute. Betankt werden sollte diese Maschine mit Super Benzin, wovon durchschnittlich 6,6 Liter auf 100 km verbraucht werden, wenn die Silver Surfer hinterm Volant sitzen und das Gaspedal streicheln. Fährt der Jens, dann liegt der Verbrauch bei knapp unter 10 Liter, dafür steigt aber auch der Fahrspaß. Lenkrad! Gutes Stichwort, in der B-Klasse findet man nun auch das Lenkrad welches auch bei der aktuellen C-Klasse zum Einsatz kommt. Dieses wertet den Innenraum ungemein auf…

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Wie effizient ist die neue B-Klasse? Zusätzlich zum geringen Verbrauch sollen alle neuen B-Klasse-Motoren die Grenzwerte der Abgasnorm EU6 erfüllen und daher besonders emissionsarm sein, dieses unterstützt unter anderem die ECO Start-Stopp-Funktion. Bei diesem Modell liegen die CO2-Emissionen bei 154 g/km. Interessiert sich eigentlich wirklich jemand für diese Öko-Angaben? Vermutlich will man doch nur wissen, wie schnell so ein B250 4MATIC beschleunigen kann, oder?

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Wie schnell ist die neue B-Klasse? Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Benz innerhalb von 6,7 Sekunden bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 235 km/h oder wenn der 56-Liter-Tank leer ist. Das Tempolimit auf Mallorca hat aber leider nicht mehr als 120 km/h zugelassen.

Wer übernimmt die Gangauswahl? Geschaltet wird im B250 4MATIC über das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, direkt am Lenkrad kann man über einen Wählhebel zwischen den Gängen P, R, N und D wechseln. Über einen Schalter auf der Mittelkonsole kann man außerdem aus verschiedenen Schaltprogrammen wählen, von spritsparend bis sportlich. Das AMG Line-Fahrwerk ist komfortabel und die Sport-Direktlenkung hält, was ihr Name verspricht. Die ausreichend groß dimensionierte 4-fach-Scheibenbremse ist vorne gelocht und innenbelüftet. Die Bremsen lassen sich fein dosieren und können im Bedarfsfall ordentlich zupacken.

Wie sieht es mit der Bezahlbarkeit aus?  Mercedes hat im Vergleich zum Vorgänger nur ein paar Hunderter draufgeschlagen, aber trotzdem kann man wohl nicht gerade von günstig sprechen. Der Basispreis des B250 4MATIC liegt bei 37.336 Euro, mit der AMG-Ausstattung steigt er noch um 2.630 Euro an. Wenn man dann noch ein wenig Zusatzausstattung wie beispielsweise ein Panoramadach oder LED High Performance Scheinwerfer dazunimmt, steigt der Preis mal eben über 50.000 Euro, das ist ja üblich bei Mercedes. Das ist viel Geld für ein Familienfahrzeug, daher dürfte er wohl am ehesten die Generation 50+ ansprechen. Naja, aber wenn man sonst über nichts was zu meckern hat, dann halt über den Preis.

Wer sind die  Mitbewerber?  Die sind wir auch schon gefahren! Da wäre zum Beispiel der BMW 2er Active Tourer oder der VW Golf Sportsvan.

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Mein Fazit? Das Facelift steht der neuen B-Klasse ausgesprochen gut, die 4MATIC gefällt mir ebenfalls und der Motor hängt gut am Gas, dreht man in aus wird er – wie alle anderen auch – durstig. Die AMG Line finde ich äusserst attraktiv, doch für einen Familien-Wagen ist die B-Klasse vermutlich vielen zu teuer. Eigentlich schade, denn er würde so ein gutes Bild abgegeben vor dem örtlichen Kindergarten. Natürlich braucht man die 211 PS nicht um Kind und Kegel zu transportieren, aber wer einmal in den Genuss gekommen ist, der möchte die Leistung auch gar nicht mehr missen. Lasst uns da bitte nicht über Sinn oder Unsinn sprechen, natürlich reichen 60 PS aus um von A nach B zu kommen, mir reichten früher sogar 45 Pferdestärken und ganz früher reichte auch ein Pferd und das Automobil – so sagte man früher – würde niemals das Pferd ersetzen… da hat man sich wohl geirrt. Zum Glück!