VW T-Cross Breeze – Vorbote zum VW Polo SUV!

VW T-Cross Breeze – was für ein Name, was für ein Zungenbrecher. Katja Burkard hätte mit dem Namen „sicherlich“ ihre Freude. Range Rover zeigte es mit dem Evoque Cabrio – ein SUV kann auch offen sein. Über die Sinnhaftigkeit eines SUV-Cabriolets kann man sich an dieser Stelle streiten. Es ist zumindest etwas anderes als der Einheitsbrei, der anderweitig zu sehen ist und hebt sich, besonders im knalligen Gelb, von eintönigen Grau, Silber und Schwarz auf unseren Straßen ab. Aber so weit ist es noch nicht: der Volkswagen T-Cross Breeze ist eine Studie und soll einen Ausblick darauf geben, was die Wolfsburger mit ihrem Neuen Mut auf die Straßen bringen wollen.

vw-t-cross-breeze-polo-suv-volkswagen-genf-2016-jens-stratmann-1

VW Polo SUV?

Man munkelt ja schon seit längerem, dass die Wolfsburger ein Polo-SUV planen. Natürlich wäre VW damit mal wieder etwas spät dran, schließlich ist Opel mit seinem Mokka in dieser Klasse sehr erfolgreich. Aber auch andere Mitstreiter, etwa der Nissan Juke oder aber der Peugeot 2008 erfreuen sich großer Beliebtheit. Nun ist es aber so, dass Volkswagen gerne etwas länger braucht, um ein Fahrzeug auf den Markt zu bringen. Dafür schlagen die Varianten dann aber umso mehr ein – siehe Volkswagen Touran oder Volkswagen Tiguan – und überzeugen mit ihrer Ausgereiftheit.

Interview mit Dr. Herbert Diess

Doch der T-Cross Breeze ist noch nicht so weit und genießt zunächst die große Show. Ein Alu-Fensterrahmen, große Turbinen-Räder, ein prägnanter Grill und ein noch auffälligeres Tagfahrlicht ziehen die Blicke auf den Wolfsburger. Die Ohren können ohnehin nicht fliehen, da das SUV-Cabrio seine Umwelt mit eine 300 Watt Soundanlage vom amerikanischen Sound-Spezialisten BeatsAudio beschallt.

vw-t-cross-breeze-polo-suv-volkswagen-genf-2016-jens-stratmann-3

Der VW T-Cross Breeze ist erstaunlich mutig und auffällig. Da stellt sich die Frage, ob trotz, oder gerade wegen der Diesel-Thematik. Ganz gleich aus welchem Grund, Volkswagen will einen Neuanfang starten und dafür ist ein ungewöhnliches Modell nie verkehrt. In der Realität wird das Fahrzeug ohnehin harmloser aussehen. So soll der T-Cross als dritte Baureihe, neben dem Tiguan und dem Tuareg, das SUV-Segment bereichern. Mit 4,13 m Länge und knapp 1,80 m Breite spiegelt dieser Wolfsburger die Maße des Audi Q2 geschickt wider und macht somit klar, dass ein Polo-SUV kommen wird.

VW T-Cross Breeze Fotos:

Doch zurück zur Studie: Das Dach ist aus Stoff gefertigt und knüpft so eine Verbindung zum Volkswagen Golf Cabriolet. Der Trend zum Klappdach scheint endlich abgeflacht zu sein, sodass die Heckpartien der Autos weniger ausladend geraten. Damit ergibt sich eine klare Seitenansicht mit robusten Kunststoff-Elementen, die den Gelände-Eindruck betonen. Allzu ernst meint es der Breeze aber nicht mit dem Gelände-Einsatz, schließlich fährt er mit Frontantrieb vor.

Am Heck zeigen sich langgezogene Rückleuchten, die wirken, als wären sie einem Audi Avant entlaufen. Haben die Designer von Audi und Volkswagen etwa getauscht? Am Heck des Audi Q2 finden sich, meiner Meinung nach, Rückleuchten wieder, die einem Polo ähneln. Mehr Eigenständigkeit signalisieren da die eckigen Nebelschlussleuchten im unteren Stoßfänger mit integriertem Unterfahrschutz. Das zeugt ebenso vom Praxis-Bezug, wie das Kofferraumvolumen von 300 Litern. Für ein SUV nicht viel, für ein Cabrio aber durchaus erwähnenswert.

Im Interieur haben die Designer nicht nur die mutige Außenfarbe aufgegriffen, sondern auch große Touchscreens installiert. Auf Knöpfe verzichtet das Cabrio-SUV damit fast gänzlich. Nur die wichtigsten Funktionen, wie etwa die Bedienung der Fensterheber oder des Verdecks bekommen eine eigene Taste. So zeigen sich viele Parallelen zum Volkswagen Golf R Touch oder Budd-e. Beide Displays, das „Active Info Display“, wie auch der Bildschirm in der Mittelkonsole lassen sich nahezu frei zusammenstellen. Dabei lassen sich Kacheln, wie man es von einem Smartphone kennt, nach persönlichen Vorlieben hin- und herschieben oder einfach ausblenden.

vw-t-cross-breeze-polo-suv-volkswagen-genf-2016-jens-stratmann-37

Ausblenden wollen wir bei allem Gerede über das Design und das Konzept an sich aber nicht den Antrieb. Das Showcar wird von einem 1.0 TFSI angetrieben. Der Dreizylinder leistet 110 PS und stellt ein Drehmoment von 175 Nm bereits bei 1.500 Touren bereit. Das klingt wiederum bekannt. Der Audi Q2 soll über dasselbe Aggregat verfügen, aber sechs bayerische Rösser mehr unter der gefeilten Haube verbergen. Der Volkswagen T-Cross Breeze schafft mit diesem Aggregat eine Zeit von 10,3 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und soll sich exakt fünf Liter im Durchschnitt genehmigen. Jetzt fragt sich nur, ob die Wolfsburger auch das Konzept an sich genehmigen und ein interessantes SUV vom Stapel lassen. In gewohnter Perfektion, aber mit mehr Mut – wie man ihn sich ja auf die Fahne schreibt.