Exponate aus dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart #06: Die MB C111 Studie

Ich kenne einige, die würden sich die Finger abschlecken, wenn sie die hinteren Dunlop Reifen bekommen könnten. Okay, die Reifen die auf der Mercedes-Benz C 111 Studie verbaut sind, dürften inzwischen auch zu alt sein. Reifen “trocknen” im Alter aus, sie altern also genau wie wir Menschen. Die Studie C111 von Mercedes-Benz hingegen ist Zeitlos:

Die Karosserie besteht aus GFK, die Bodengruppe aus Stahl und als Antrieb kam ein Wankelmotor zum Einsatz. In dieser Studie aus dem Jahre 1970 leistet der 4-Scheiben Wankel Motor mit Einfachzündung und Benzin Direkteinspritzung 350 PS! Damit wären Höchstgeschwindigkeiten von 300 km/h oder 0 auf 100 km/h Sprints in 4,8 Sekunden kein Problem. Leider ist diese Schönheit nie “gebaut” worden. Schuld daran waren wohl die hohen Verbrauch- und Schadstoffwerte. Nicht nur der C 111 wurde “zur Seite gelegt” auch die Akte Kreiskolbenmotor blieb seit den Erkenntnissen unter Verschluss! Die Flügeltüren hat man inzwischen ja wieder aus der Design-Schublade geholt, ob wir die Klappscheinwerfer oder die runden Rückleuchten auch noch mal wiedersehen werden?

4 Gedanken zu „Exponate aus dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart #06: Die MB C111 Studie

  1. Der von Dir gezeigte ist die zweite Version des C111, es gab insgesamt 3.
    Alle drei wurden nie ernsthaft in Betracht gezogen, in Serie gebaut zu werden, da die Qualität der Karosserie und die Kurzlebigkeit des Motors ausgesprochen inakzeptabel waren! ;)
    Der gezeigte Prototyp C111-2 schaffte übrigens 290 km/h. ;)

  2. O.K., es gab 5, aber die letzten beiden (c111-3 und c111-4) sahen einfach nur hässlich aus und dienten zudem nur der Erforschung von Aerodynamik und neuen Motoren.

    1. …und es gab Blanko-Schecks von Kunden die unbedingt einen C111 haben wollten – doch Mercedes-Benz hat nie einen verkauft!

  3. Die 70er … hätte ich gerne bewusst wahrgenommen … Blanko-Schecks, unvorstellbar …
    Es gab damals schon so einige tolle Prototypen von so einigen Herstellern, und glücklicherweise sind die meisten nie auf den Markt gekommen … das hätte so manchen Automobilhersteller vermutlich ruiniert, denn die Visionen waren damals groß, aber kaum einer hatte auch das Zeug, die Ideen in die Tat umzusetzen. :)

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