Mercedes-Benz E-Klasse E 350d Fahrbericht (2016)

Update vom 10.03.2016:

Etwas weiter unten findet ich ja den geschrieben Fahrbericht zur Mercedes-Benz E-Klasse mit dem E 350d Diesel Motor. Gefahren bin ich aber auch den E 220 D und den Plugin-Hybriden E 350e. Wie sich die beiden Fahrzeuge geschlagen haben? Das seht ihr in diesem kleinen Video:

Video Mercedes-Benz E-Klasse

Darüber hinaus kann ich euch nun auch wundervolle Fotos vom Mercedes-Benz E 300 zeigen, ein tolles rot, oder? Die Fotos sind von Dirk Weyhenmeyer – dem King of Cam:

Fotos Mercedes-Benz E-Klasse E 300:

Mercedes-Benz E-Klasse E 350d Fahrbericht: Zur E-Klasse von Mercedes-Benz habe ich eine besondere Geschichte.

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Ich hatte als Kind eine alte E-Klasse als, was soll es auch sonst gewesen sein, Taxi und nach der heutigen Probefahrt in Portugal weiß ich auch warum sich viele Taxi-Fahrer seit Jahren für die E-Klasse entscheiden.

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Die neue Mercedes-Benz E-Klasse wurde auf der Detroit Auto Show enthüllt, damals war ich zugegen und habe euch nachfolgendes Video mitgebracht:

Im direkten Vergleich zum eigenen Vorgänger ist der Radstand gewachsen, das kommt defintiv den Passagieren in der zweiten Reihe zu Gute, die sich über ausreichend Beinfreiheit freuen dürfen. Ich bin 1,75 m groß, finde ohne Probleme eine ideale Sitzposition vorne und auch hinten.

Optisch reiht sich die neue Mercedes-Benz E-Klasse genau zwischen der neuen C-Klasse und der neuen Mercedes-Benz S-Klasse ein. Man könnte ihr nun unterstellen, dass sie nicht eigenständig genug wäre, aber dann fährt man sie das erste Mal, erlebt zum ersten Mal den Vorsprung durch Technik und zack spielt die Optik schon wieder nur die zweite Geige.

Ich habe mal mit einem sehr reichen Mann im Flugzeug gesetzen, wir kamen ins Gespräch und er sagte mir, dass er sich seine Fahrzeuge nach dem Interior aussucht. Er sitzt ja schließlich zu 90% im Fahrzeug und schaut es sich nicht von außen an. Damit will ich nicht sagen, dass ich die E-Klasse unattraktiv finde, ganz und gar nicht, aber am besten gefällt mir der Blick vom Fahrersitz aus. Vor allem wenn man den Stern auf der Haube trägt (Basis und Exclusive Ausstattung). Wer mag kann natürlich auch den Zentralstern haben, den gibt es z.B. in der Avantgarde und AMG Line.

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Der Fahrer blickt, leider nur optional und gegen Aufpreis, auf ein digitales Cockpit. Zwei hochauflösende 12,3 Zoll Displays zeigen alles an was man wissen muss, darüber gibt es noch das Head-up-Display, welches alle wichtigen Informationen direkt in das Blickfeld des Fahrers projeziert. Über zwei Touchpads am Lenkrad bedient der Fahrer das Infotainment-System und das funktioniert auch während der Fahrt ausgesprochen intuitiv, linker Daumen für das linke Display, rechter Daumen für das rechte Display.

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Die Multibeam-LED-Scheinwerfer machen die Nacht zum Tag. Die intelligente Technologie sorgt für eine optimale Ausleuchtung ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Mehr Licht = Mehr Sicht = Mehr Sicherheit. Wer hier die serienmäßigen H7-Scheinwerfer bestellt, hat sich meiner Meinung nach defintitiv verwählt.

Zu den Highlights der neuen Mercedes-Benz E-Klasse zählt aber definitiv der Drive Pilot. Dieser kann den Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen halten, die Geschwindigkeit automatisch an die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten anpassen, im Stau autonom fahren und sogar die Spur wechseln. Dafür muss der Fahrer den Blinkerhebel zwei Sekunden lang betätigen, den Rest macht die E-Klasse und das ganze so perfekt, dass man richtig Lust bekommt auf die autonome Automobilität. Man könnte die E-Klasse auch als Einstiegsdroge bezeichnen, vor allem wenn man im Stau bzw. im Stop & Go Verkehr unterwegs ist und das Fahrzeug alles von alleine macht. Die 9-Gang Automatik wechselt die Gänge so sauber, die Bremsen lassen sich so fein dosieren – da fällt es echt schwer irgendwelche Dinge zu kritisieren.

Mercedes-Benz E-Klasse E 350d Fotos

Der Innenraum ist schön leise, man kann sich aus 64 LED-Farben seine passende Ambiente-Beleuchtung auswählen und wenn man auf einen guten Klang im Auto steht, ja dann sollte man zum aufpreispflichtigen Premium-Sound-Paket von Burmester greifen. Ich habe noch nie, eine bessere Anlage in einem Auto gehört. Damit wird die E-Klasse zum Konzertsaal auf Rädern.

Gefahren bin ich heute den Mercedes-Benz E 350 d, unter der Haube ein 258 PS starker V6-Diesel. Das Fahrwerk? Ein Traum! Der 3.0 Liter Motor verfügt über ausreichend Leistung, das maximale Drehmoment liegt bei 620 Nm.

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Der kombinierte NEFZ-Verbrauch wird mit 5,2 Liter auf 100 km angegeben, aber den konnten wir nicht überprüfen. Dafür fahren die Testfahrten einfach zu kurz. Innerhalb von 5,9 Sekunden soll man auf Tempo 100 km/h beschleunigen können und Schluss ist erst bei Tempo 250. Ich bin 120 gefahren! Wir sind in Portugal und ich habe das richtig gerne getan, vor allem halbautonom mit dem Drive-Pilot.

Für das Einparken gibt es nun auch zahlreiche Assistenten, man könnte die E-Klasse sogar vom Smartphone aus einparken lassen. Ich parke gerne selber ein, zeige mich umso mehr begeistert von der Qualität der Rückfahrkamera. Schaut euch mal das Bild an, die Halle war dunkel!

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Preislich gesehen startet die E-Klasse mit dem 3,0 Liter V6 Motor bei knapp 55.603 Euro, unbedingt bestellen sollte man sich die LED Scheinwerfer, das digitale Display und – wenn man auf Musik steht – das große Burmester Soundsystem. Ihr wollt mehr zur neuen E-Klasse lesen, dann schaut doch mal rüber zu Bjoern: Die neue E-Klasse – Ein Blog Artikel!