Citroen Berlingo Familientest – Teil 8: Das Radio – ein Schwachpunkt!

Hah! Ich hab was zu meckern! Jetzt bekommt der Citroen Berlingo aber die volle Breitseite! Ich übe nun mal richtig viel Kritik! Ganz ehrlich? Ich suche mittlerweile die Nadel im Heuhaufen und ja, es gibt in der Tat drei Sachen am Citroen Berlingo die mich stören:

Punkt 1:

Das Radio! Wenn der liebe Auto-Gott ein Drehrad irgendwo hinmacht, dann ist das für die Lautstärke! Nicht so beim Citroen Berlingo, dort dreht man am Rad und verstellt damit die Sender. Okay! Ich gestehe! Damals! Also früher, da gab es zwei Drehräder. Ein Drehrad für die Lautstärke und ein Drehrad für den Sender. Doch für Umsteiger ist es ungewohnt, dass das Drehrad nun halt nicht für die Lautstärke ist sondern man die Lautstärker per Tastendruck ändern muss. Die Fernbedienung am Lenkrad kann diese Funktion auch übernehmen, dort nutze ich auch die Tasten doch am Radio, da will ich drehen, drehen, drehen…

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Ich habe im Berlingo selbstständig und ohne im Handbuch nachzuschauen die Uhrzeit von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. War in 30 Sekunden erledigt und ist quasi selbsterklärend. Genauso auch die anderen Einstellungen… (hier kann man dann auch das Drehrad benutzen).

Punkt 2:

Die Schalter für die elektrischen Fensterheber! Wofür habe ich im Auto meine linke Hand? Richtig! Betätigung Blinker, Lenkrad festhalten und im Drive-In das Fenster herunterdrücken! Fast überall und in fast jedem Auto funktioniert das genau so, in einigen Fahrzeugen bekommt die linke Hand sogar noch mehr zu tun und darf auch den Wischer bedienen. Doch nicht so im Citroen Berlingo, hier hat man die Schalter für die Fenster (vorne, elektrisch zu öffnen und schließen) in das Armaturenbrett integriert. Diese sind quasi mittig. Wer kam denn bitte schön auf die Idee? Aus der Macht der Gewohnheit stehe ich nun also beim Drive In, die Hand geht zur linken Tür, findet den Schalter nicht… und ich habe die Ansage: “Herzlich Willkommen bei…” verpasst während ich mit der rechten Hand das Fenster öffne. Es mag Gewohnheit sein, aber der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier und ja, ich bin ein automobiler Mensch der seine Gewohnheiten pflegt und hegt.

Punkt 3:

Da ich über die Mittelarmlehnen vom Citroen Berlingo inzwischen ja schon häufig genug geschrieben habe kommt nun noch ein Punkt der mir ebenfalls aufgefallen ist: Während z.B. bei Spritmonitor die meisten Nutzer mit einem Verbrauch zwischen 5,5 und 6,1 Liter auf 100 km auskommen, sind es bei mir gut und gerne 7 Liter die durch die Zylinder gespült werden. Das mag an meinem schweren Gasfuß liegen, jedoch fahre ich den Citroen Berlingo nicht anders als den ungefähr gleichstarken VW Caddy.

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Eventuell liegt das aber auch an dem anderen Nutzungsprofil. Wir fahren hier im Familienverbund recht oft längere Wege über Land und anschließend auch durch die Stadt. Auf der Autobahn ist mir aufgefallen, dass er ab Tempo 140 nicht nur durstig sondern auch etwas laut wird, aber das ist nur nebenbei erwähnt und kein unerwarteter Kritikpunkt. Als 5 Sitzer hat er die Familie gut zum Flughafen gebracht, im Kofferraum war ausreichend Platz für Kinderwagen und Gepäck und da kommt es auf die Windgeräusche nun wahrlich nicht an. Spur gehalten hat er und mehr habe ich auch gar nicht verlangt.

So, die Uhr ist auf Sommerzeit umgestellt. Die ersten Ausflüge sollten also nun auch bald folgen. Ein Ausflug steht auch an, wenn die Winterreifen gegen die Sommerreifen ausgetauscht werden, anschließend muss der Citroen Berlingo auch noch mal in die Inspektion die ich ebenfalls begleiten werde. Denn das ist doch sicherlich auch mal ein spannendes Thema: Welche Teile werden bei der Inspektion getauscht, was wird gewartet, wo wird geölt und was ist ggf. verschlissen? Bald werden wir es wissen! Quereinsteiger? Hier findet ihr sämtliche Beiträge zum Citroen Berlingo: Citroen Berlingo Familientest

Ich wurde letztens gefragt warum ich so authentisch über das Fahrzeug schreiben könne, schließlich würde es in anderen Berichten “nicht so gut” wegkommen. In einigen Foren wurde sogar die Frage gestellt, ob Citroen mich bezahlen würde. Ich kann das gerne erklären. Citroen bezahlt mich nicht für meine Meinung, der Hersteller stellt mir “nur” das Fahrzeug zur Berichterstattung und hat keinen Einfluss auf das was ich hier schreibe. Die Idee ein Fahrzeug länger als die obligatorischen 14 Tage zu begleiten kam von mir (und gleichzeitig wohl auch noch von weiteren Kollegen). Privat fahre ich einen VW Caddy – also ebenfalls ein Fahrzeug der “gleichen Klasse”. Vor jedem Testfahrzeug versuche ich mich zu “resetten” – sprich frei zu machen von Vorurteilen. Außerdem versuche ich das Fahrzeug für die Zielgruppe zu testen. Der Berlingo passt! Für die Zielgruppe! Für Handwerker und aber auch Familien! Er bietet Platz, viel Staufläche und ich kann euch jetzt schon einen Geheimtipp geben: Die reinen 5-Sitzer haben einen kleineren Kofferraum als die 7-Sitzer mit ausgebauter 2. Rückbank. Dafür haben die reinen 5-Sitzer mehr Beinfreiheit im Fond. Also achtet beim (Gebraucht-)Wagen Kauf darauf was euch wichtiger ist.

Meine Freundin fährt zu 90% unser Auto, so ist es nun auch mit dem Citroen Berlingo und sie ist verdammt angetan von dem Fahrzeug und hat mich letztens sogar gefragt: “Warum haben wir den damals nicht gekauft? Der ist viel besser…” – tja, es liegt natürlich an dem Drehrad beim Radio und an den Schaltern für die Fensterheber, aber das wisst ihr nun ja.

 

 

7 Gedanken zu „Citroen Berlingo Familientest – Teil 8: Das Radio – ein Schwachpunkt!

  1. Jaja… Die Franzosen und ihre Bedienung :-)
    Ich weiß gar nicht, wie viele Beifahrer schon am “großen Rad” gedreht haben, um lauter zu machen und damit nur ein paar Lieder übersprungen haben.(Renault Megane)
    Bei den Schaltern für die Fensterheber kann der Hersteller ein paar Euro sparen: Rechts- und Linkslenker sind gleich, kein Kabelbaum in die Türen usw…
    Immerhin intelligenter als beim VW up! – Da kann man vom Fahrersitz auch nur das Fahrerfenster öffnen – einen Schalter fürs Beifahrerfenster gibts nur beim Beifahrer. Ergo: Da kann man genauso gut kurbeln :-)

    1. Das habe ich mir auch gedacht, inzwischen kann das jedes Mobiltelefon, fast jede Uhr im Haus und das Auto schafft es nicht. Aber da ist der Berlingo ja in guter Umgebung. Beim Caddy bin ich nun ein halbes Jahr mit der falschen Uhrzeit gefahren ;)

  2. Das mit den 7 Litern kann ich übrigens bestätigen, ich weiß auch nicht, wie manche 5-6 Literschaffen, ohne den Fahrspaß zu verlieren….

  3. Schöner und interessanter Blog!!

    Hätte ich das mit dem Kofferraum gewußt wär´s ein 7-Sitzer geworden.

    Beim Spritverbrauch komme ich auch nicht unter 6,6 Liter. Und das auch nur wenn ich mich stur an die Schaltempfehlungen vom Auto halte und auf der Autobahn nicht über 130 fahre.
    Aber immer noch besser als die mindestens 9,5 Liter bei meinem Transit ;-)

  4. Zu deiner Frage was den Verbrauch betrifft….
    Also ich bin auch so ein “Kandidat” der seinen HDI115 mit 5,7-6,2 bewegt. Also gehen tut das problemlos, einen leichten Gasfuß vorausgesetzt.

    Ich bin Berufspendler und fahre täglich über 100km und durch meine “Eco-Fahrweise” versuche ich lediglich meinen Gedbeutel etwas zu schonen, was auch funtioniert. Dennoch haben wir uns für den HDI115 entschieden weil…

    1.) …wir 2x im Jahr mit einem 1.100kg-Wohnwagen unterwegs sind.
    2.) …es nicht schaden kann, bei Bedarf ein paar Leistungsreserven übrig zu haben.
    3.) …weil er nur maginal teurer war als der HDI90.

    Und was den Fahrspaß angeht….
    Sagen wir mal so, meine Sturm- und Drangzeit hab ich bereits seit einiger Zeit hinter mir und so oder so…..ein Sportwagen isses eh net ;-)

    mfG,
    Matze

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