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Blick hinter die Kulissen vom R+V24 Drive Blog

10 Fragen an Verena Reuber vom Drive Blog:

1. Stell dich und deine Funktion im Blog doch einmal kurz vor.
Ich bin Verena Reuber und arbeite als Social Media Manager bei R+V24, der Online Direktversicherung der R+V Versicherungsgruppe. Zur Betreuung der Social Media Kanäle gehört natürlich auch unser Blog „drive„.

screenshot_drive

2. Stell den Blog einmal kurz vor, seit wann ist er online, wieviele Beiträge wurden seit dem verfasst?
drive ist seit Anfang Juni 2013 online – nun also schon bald 2 Jahre. Unser Ziel ist es, jeden Tag einen interessanten Artikel online zu stellen und bisher hat das wunderbar geklappt. Wir sind aktuell bei über 500 Artikeln.

3. Welche Ziele verfolgt ihr mit dem Blog?
Autofahren fasziniert noch immer die Menschen. Die Mobilität ändert sich rasant. Wir wollen unsere Sicht auf neue und alte Technologien darstellen. Eine Autoversicherung gehört heute und morgen zum Auto dazu. In diesem Kontext passt es gut, die Menschen hinter R+V24 zeigen. Auf dem Blog schreiben die Kollegen über ihre eigenen Interessensschwerpunkte: So finden sich da regelmäßig Oldtimerberichte von unseren Oldieliebhabern neben Vorstellungen von neuen technischen Gadgets von unserem Tekki-Kollegen und vieles mehr.

Wichtig dabei ist uns, durch spannende und interessante Themen zu begeistern und als Versicherungsunternehmen dabei im Hintergrund zu bleiben. Diesen Ansatz unterstützt auch die bewusst gewählte „powerd by“-Lösung.
Natürlich erhoffen wir uns durch dieses branding auch, dass jemand im Abschlussprozess – zwischen verschiedenen Versicherungen schwankend – sich an uns erinnert und die Entscheidung zu unseren Gunsten ausfällt.
Außerdem ist selbstverständlich auch SEO für uns als Direktversicherer immer eine Indikation, auf die wir großen Wert legen.

4. Wie messt ihr den Erfolg von eurem Blog?
Wir setzen Webcontrolling-Werkzeuge ein, um so diverse Kennzahlen messen zu können. Wir achten also auf solchen Werte wie Besucher, Sitzungen, Seitenaufrufe oder auch Verweildauer. In wie weit das dann natürlich auf unsere Marke R+V24 einzahlt und vielleicht sogar zu Versicherungsabschlüssen führt, können wir kaum sagen. Aber das ist ja auch nicht das primäre Ziel des Blogs.

5. Wer sollte den Blog deiner Meinung nach lesen?
Alle! :) Wir bemühen uns, mit unserer Themenauswahl möglichst viele und auch unterschiedliche Menschen anzusprechen. Dabei hilft uns, dass unser Redaktionsteam aus Kollegen besteht. Und genauso unterschiedlich diese Kollegen ticken, so verschieden sind auch ihre Interessen, was das Thema „Mobilität“ angeht und auch ihr Schreibstil – dadurch können wir viele Menschen abholen. Abgerundet wird diese bunte Mischung durch Dich – den Experten – und durch regelmäßige Gastbeiträge von wieder Anderen wie beispielsweise unserer Praktikantin oder unseren Werkstudenten.

6. Wer liest ihn wirklich und wie messt ihr das?
Auch da kommt wieder unser Webcontrolling-Werkzeugkasten ins Spiel. Fassen wir dann auch noch unsere weiteren Social Media Kanäle wie Facebook und YouTube ins Auge und lesen die Statistiken aus, nähern wir uns schnell den Nutzergruppen. Wenig überraschend sind es überwiegend Männer, vielfach Oldie-, Neuwagen- und Sportwagenfans.

7. Was ist für euch relevanter Content?
Prinzipiell ist das in meinen Augen immer eine schwierige Frage, denn für jeden ist etwas anderes relevant. Daher verlasse ich mich da regelmäßig auf unsere Redaktionssitzung. Wenn wir da bei Themen ins rege Diskutieren kommen, kann das Thema so unspannend nicht sein. Außerdem schauen wir uns natürlich auch regelmäßig Suchvolumina auf Google an und haben dann ja auch noch Dich (sie meint mich – Anmerkung von Jens Stratmann) als Inputgeber.

8. Wie schafft ihr es die Fülle von relevanten Content zu erstellen?
Da geht direkt ein dickes Lob an die Kollegen raus! Allen macht die Arbeit am Blog Spaß und so geht das Schreiben auch leicht von der Hand. Auch die Themenfindung stockt nur ganz selten, da wir alle Interesse am Themenkomplex Auto und Mobilität haben.

9. Der Blick in die Zukunft, wo siehst du persönlich euren eigenen Blog in 5 bzw. in 10 Jahren?
Puh, das ist schwierig. Da es uns erst zwei Jahre gibt und wir schon recht stark gewachsen sind, habe ich ehrlich gesagt auch weiterhin eine rosige Zukunft vor Augen.

Ich hoffe auch, dass wir in der sogenannten Blogosphäre noch ein wenig mehr Fuß fassen können. Nach dem Besuch einer Fahrveranstaltung letztes Jahr und regelmäßigen Teilnahmen an Blogparaden, finde ich es immer spannend, die Menschen, die man nur von ihren Artikeln und von ihrem Profilbild kennt, mal persönlich kennenzulernen.

Portrait_VerenaReuber

10. Konsumierst du privat Blogs, wenn ja wie, wo und wie oft?
Auf jeden Fall! Auf der Arbeit gehört das Stöbern in Blogs dazu und das lass ich natürlich nicht im Büro.

Blick hinter die Kulissen vom Audi Blog

Den Startschuss mit der Blick hinter die Kulissen-Blogreihe hatte ja bereits erfolgt. Nr. 1 war Uwe Knaus, der 10 Fragen zum Daimler Blog beantwortet hatte, nun folgt Britta Meyer vom Audi Blog die uns auch wieder einen kleinen Einblick gibt.

1. Stell dich und deine Funktion im Blog doch einmal kurz vor.
Ich begleite das Audi Blog seit dem Launch im Frühjahr 2012 als Chefredakteurin.

Britta Meyer Audi Communication online Chefredakteurin

2. Stell den Blog einmal kurz vor, seit wann ist er online, wieviele Beiträge wurden seitdem verfasst?
Das Audi Blog zeigt das Unternehmen aus einer anderen Perspektive. Unsere Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte und Expertenbeiträge geben unseren Lesern Einblicke hinter die Kulissen, die sonst so nicht möglich wären. Seit dem Start im März 2012 haben wir einige hundert Artikel veröffentlicht – und jede Woche kommen weitere spannende Geschichten dazu.

3. Welche Ziele verfolgt ihr mit dem Blog? 
Das Audi Blog ist grundlegender Bestandteil unserer Online- und Social Media-Strategie. Wir schauen hier hinter die Kulissen und machen das Unternehmen erlebbar. Das macht auch schon die Wortmarke deutlich: Audi Blog – Einblicke für Medienprofis. Unser Corporate Blog ist Ideenpool für Journalisten, Blogger und Multiplikatoren: Wir erzählen hier die Themen, die uns bewegen. Ergänzt wird das Audi Blog durch unsere weiteren Social Media-Angebote auf Facebook, Twitter, YouTube oder Flickr – und der Audi Newsroom fasst alles zusammen und bietet den Überblick.

4. Wie messt ihr den Erfolg von eurem Blog?
Auf der einen Seite arbeiten wir natürlich mit gängigen Statistiktools, um den Erfolg unseres Corporate Blogs zu messen. Neben diesem quantitativen Feedback sind uns aber auch die qualitativen Rückmeldungen wichtig. Wir bekommen viel Feedback zu unseren Geschichten, konnten unsere Nutzerzahlen seit dem Start kontinuierlich und signifikant steigern – und auch die Tatsache, dass viele Kollegen mit ihren Themen auf uns zukommen zeigt, dass unser Angebot als wichtige Plattform wahrgenommen wird.

Audi Blog

5. Wer sollte den Blog deiner Meinung nach lesen?
Das Audi Blog richtet sich – wie oben beschrieben – in erster Linie an Journalisten, Blogger und Multiplikatoren, ist aber natürlich auch für andere Leser interessant, die sich für das Unternehmen oder seine Produkte interessieren und einen Blick hinter die Kulissen werfen möchten. Sie bekommen bei uns neue Einblicke.

6. Wer liest ihn wirklich und wie messt ihr das?
Die Leserschaft unseres Corporate Blogs ist genauso vielfältig wie die Geschichten, die wir darin erzählen. Von Journalisten und Bloggern über unsere Mitarbeiter bis zu anderen Corporate Bloggern oder den bereits beschriebenen Nutzern, die sich für das Unternehmen und seine Themen interessieren. Statistiktools können hier nur reine Zahlen liefern. Daher wissen wir, dass das Gros unserer Leser – auch auf Grund der Sprache – aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt.

7. Was ist für euch relevanter Content?
Ein Blog lebt von spannenden Geschichten, da unterscheidet sich ein Corporate Blog nicht von anderen Angeboten. Diese Geschichten müssen packend geschrieben und für den Leser interessant aufbereitet sein. Es gibt in jedem Unternehmen die verborgenen Schätze – und die finden und erzählen wir.

8. Wie schafft ihr es, die Fülle von relevanten Content zu erstellen? 
Die Redaktion des Audi Blogs besteht aus den Volontärinnen und Volontären der Audi Kommunikation, die das Kernteam bilden. Darüber hinaus geben auch viele Kollegen Einblicke in ihre Bereiche und sind als Autoren aktiv. Als Ergänzung laden wir immer wieder Gastautoren ein, für uns zu schreiben – das gibt dem Blog neue Perspektiven.

9. Der Blick in die Zukunft, wo siehst du persönlich euren eigenen Blog in 5 bzw. in 10 Jahren?
Ein Corporate Blog wie das Audi Blog ist ein Beispiel dafür, wie Unternehmen Themen setzen und eigene Medien etablieren können. Diese Plattformen dienen zum Agenda Setting, sind aber auch wichtig, um im grenzenlosen Informationsangebot des Internets mit den eigenen Inhalten auffindbar zu sein. Langfristig ist eines unserer wichtigsten Ziele, mit dem Audi Blog das Image und die Reputation des Unternehmens und der Marke weiter zu stärken.

10. Konsumierst du privat Blogs, wenn ja wie, wo und wie oft?
Als Corporate Bloggerin liegt es nahe, dass ich mich auch privat mit dem Thema beschäftige. Ich lese regelmäßig Blogs und hole mir hier immer wieder Inspirationen, die wir auch im Audi Blog nutzen können.

Vielen Dank Britta, beim nächsten Mal gibt es übrigens eine weitere reizende Dame und ein weiteres Corporate-Blog. Welches? Das wird heute noch nicht verraten, also bleibt einfach am Ball ;).

Blick hinter die Kulissen vom Daimler-Blog

Was für kreative Köpfe stecken eigentlich hinter den großen Automobil-Blogs? Wer sind die Menschen hinter den Kulissen und vor allem welche Ziele sind gesteckt? Was möchten die Jungs und Mädels mit dem Blog erreichen und wie wird das gemessen? Fragen über Fragen, in der Blog-Reihe „Blick hinter die Kulissen“ gibt es die Antworten. Heute fangen wir an mit dem Daimler-Blog und einem Interview mit Uwe Knaus:

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Stell dich und deine Funktion im Blog doch einmal kurz vor.

Mein Name ist Uwe Knaus, ich habe BWL studiert und bin seit 1991 „beim Daimler“ (sagen wir Schwaben hier so); dort bin ich seit 2005 mit Kommunikationsaufgaben betreut. Damals mit Kommunikationsstrategie befasst, war es ein logischer Schritt, etwas mit neuen Medien zu probieren. So entstand Anfang 2007 ein Konzept zu Corporate Blogging, das dann im Oktober 2007 mit dem Launch des Daimler-Blogs umgesetzt wurde.

Stell den Blog einmal kurz vor, seit wann ist er online, wie viele Beiträge wurden seit dem verfasst?
Das Daimler-Blog ist als Mitarbeiter-Blog konzipiert, und ging am 16.10.2007 online. Über die Beiträge wollen wir den Lesern einen möglichst weiten Einblick in unseren Konzern geben. Im übertragenen Sinn öffnen wir damit die Werkstore 365 Tage im Jahr.

uknaus - Montag, 8. Juni 2015 14_45_39 - Daimler-Blog

Mitarbeiter als Autoren deshalb, weil gerade sie bei den Lesern die höchste Glaubwürdigkeit haben. Da sie selbst über ihre Arbeit schreiben, können sie Außenstehenden einen direkten und authentischen Einblick geben. Untersuchungen zeigen, dass „normale“ Mitarbeiter bei unseren Bloglesern mit die höchste Glaubwürdigkeit genießen.  Also Kolleginnen und Kollegen, die ein Thema direkt und operativ verantworten und nicht deren Vorgesetzte oder deren Chefs.

Welche Ziele verfolgt ihr mit dem Blog?

Das Daimler-Blog wurde konzipiert, um unsere Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Deshalb wenden wir uns an alle, die sich für Daimler und seine Themen interessieren, sowie natürlich an die klassischen Stakeholder: Bewerber, Kunden, Zulieferer oder Aktionäre. Eine weitere wichtige Gruppe, die sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisiert hat, ist die der Mitarbeiter. Der Mitarbeiteranteil macht inzwischen, je nach Beitrag,  zwischen 25 und 50 Prozent der Leserschaft aus.

Bereits in der Konzeptionsphase war uns klar, dass das Daimler-Blog auch eine starke Wirkung in Richtung Employer Branding und die damit verbundene Arbeitgeberattraktivität haben sollte. Und wie erwartet, werden die Beiträge der Kategorie „Einstieg & Karriere“ überdurchschnittlich stark gelesen.

Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Herstellen von Transparenz. Ein Konzern mit 280.000 Mitarbeitern und 18 Marken wirkt oft groß, mächtig und undurchschaubar. Für Außenstehende besteht kaum die Möglichkeit, hinter die Werkstore zu schauen. Wenn nun Mitarbeiter ihre Erfahrungen ins Netz stellen – authentisch und offen – wird unser Konzern zunehmend transparenter und das „Innenleben“ als deutlich erlebbar wahrgenommen. Aufgrund der Firmengröße gilt dies übrigens nicht nur für Außenstehende, sondern auch für die eigenen Mitarbeiter.

Wie messt ihr den Erfolg von eurem Blog?

Erfolg bedeutet, mit unseren Themen eine relevante Öffentlichkeit zu erreichen. Wenn wir zu Themen bloggen, die auch über die traditionelle Medienarbeit funktionieren, haben wir dadurch zusätzlich eine breitere Öffentlichkeit erreicht. Das ist schon mal gut.

So richtig gut ist es aber erst, wenn wir mit „kleinen“ Geschichten, die meist für die klassischen Medien uninteressant sind, eine vergleichsweise große Leserschaft erreichen. Wie zum Beispiel mit diese hier: eine Story eines Kollegen, der seinen Stolz, 12-Zylinder-Motoren nach dem Prinzip „One man, one Engine“ zu fertigen, via Instagram in die Öffentlichkeit trägt. Diese Geschichte wurde im Anschluss beispielsweise über die Mercedes-Benz-Seite auf Facebook gespielt, auf der mercedes-benz.com veröffentlicht und veranlasste darüber hinaus Fachmagazine, sich des Themas „Mitarbeiter als Botschafter“ anzunehmen.

Gemessen, wird aber auch ganz klassisch: zum Beispiel in Besucherzahlen, Kommentarhäufigkeit/-tonalität und vor allem in Verweildauer. Hinzu kommen Nennungen in Fachpublikationen und Studien, Verlinkungen im Netz, aber auch Blogrankings wie beispielsweise das von Teads Labs. Speziell die Verweildauer kann sich sehen lassen; die liegt nämlich im Durchschnitt bei 8:30 Minuten pro Besuch.

Wer sollte den Blog deiner Meinung nach lesen?

Jeder, der sich für Geschichten rund um Daimler und seine Produkte interessiert, ist herzlich willkommen.

Wer liest ihn wirklich und wie messt ihr das?

Wir hatten das mal über eine Umfrage versucht, herauszubekommen. Das Ergebnis war:

  • Überwiegend männlich (nicht unbedingt überraschend)
  • Relativ junge Leserschaft: deutlich mehr als die Hälfte der Leserschaft ist jünger als 40, den Löwenanteil davon machen die 20-30 Jährigen aus
  • Hohe Lesefrequenz: 50% der Leser besuchen uns mindestens wöchentlich
  • Leser haben insgesamt eine hohe Online-Affinität (junge Leser vernetzter, ältere kreativer)

Allerdings ist das schon gut 6 Jahre her; deshalb ist es jetzt an der Zeit, die Umfrage  in nächster Zeit zu wiederholen. Bin gespannt, ob, und wie sich die Ergebnisse im Zeitverlauf verändert haben. Ansonsten können wir anhand der IP-Adressen erkennen, ob die Leser aus dem Daimler-Netzwerk auf das Blog zugreifen oder von außerhalb. Je nach Inhalt des Beitrags macht der Anteil der Mitarbeiter hier zwischen 25 und 50% aus. Im März kamen beispielsweise 40% der Besucher über Suchmaschinen, 44% direkt und 16% über Referrer-Seiten, wie beispielsweise unser Intranet, die Corporate Webseite oder Twitter und Facebook.

Was ist für euch relevanter Content?

Was relevant ist, entscheidet am Ende immer der Leser. Schaffen wir es, mit Themen, die für uns wichtig sind, auch Relevanz beim Leser zu erzeugen, haben wir den Zustand mit dem wunderbaren Namen „Win-Win-Situation“ erreicht.

uknaus - Montag, 8. Juni 2015 14_49_16 - Daimler-Blog

Wie schafft ihr es die Fülle von relevanten Content zu erstellen?

Wir nennen es Arbeit ;). Im Ernst: lediglich 10% der Beiträge werden an das Blog-Team (das sind Dan von Appen und meine Wenigkeit) geschickt, weitere 10% kontaktieren uns und regen an, zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Die restlichen 80% der Geschichten sind von uns recherchiert oder beigesteuert.

Hier gehen wir folgendermaßen vor: Erfahren wir von einem Thema, von dem wir denken, dass es für unsere Leser interessant ist, suchen wir in der Belegschaft nach jemanden, der fachlich damit zu tun hat. Danach finden wir gemeinsam einen Dreh, wie wir die Geschichte „bloglike“ erzählen können. Hin und wieder sprechen wir auch externe Anspruchsgruppen, wie Greenpeace, den ADAC oder Automobil-Blogger an, die ihre Sicht der Dinge dann als Gastbeitrag bei uns veröffentlichen.

Der Blick in die Zukunft, wo siehst du persönlich euren eigenen Blog in 5 bzw. in 10 Jahren?

Ich sehe das Daimler-Blog als festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Irgendwo zwischen den nicht-personalisierten Webseiten wie beispielsweise der Corporate Website (inklusive der Career Website), der Media Site und Unternehmensmagazinen – klar positioniert als Stimme der Mitarbeiter. Wenn Blog drauf steht, sollte also auch Blog drin sein, dann ist auch die Positionierung klar.

Konsumierst du privat Blogs, wenn ja wie, wo und wie oft?

Ja, ich lese Blogs; zahlreiche und sehr oft. Zwischen privat und dienstlich trenne ich dabei nicht. Eine Besonderheit dabei: je besser ich den Blogger kenne – oder manchmal auch nur zu kennen glaube – desto öfter und regelmäßiger besuche ich das Blog. Das hat wohl was mit der Tatsache zu tun, dass Blogger oft eine persönliche Beziehung zu ihren Lesern aufbauen. Dieser „soziale Anker“ ist ein großer Vorteil von Blogs, den sie nicht verspielen sollten.

Vielen Dank Uwe für diesen Einblick, ich habe die Fragen auch anderen Betreibern von großen Marken-Blogs gestellt, seid also gespannt wer euch nächste Woche einen interessanten Einblick hinter die Kulissen gibt.

Leserfragen zum Audi A3 Sportback e-tron: Beantwortet!

„Was wollt ihr über den Audi A3 Sportback e-tron wissen?“ hatte ich gefragt und einige Fragen sind zusammengekommen. Ich habe nun mal versucht alle zusammen zu stellen und beantworten zu lassen. Vorher gibt es hier noch mein Video-Clip zum Audi A3 e-tron, quasi zur Einstimmung:

…und nun bekommt ihr Wissen vermittelt. Die Antworten habe ich von den Audi-Experten bekommen, quasi 1. Hand Informationen – natürlich gefiltert durch das was kommuniziert werden darf und was nicht, aber das ist okay.

Armin würde gerne wissen: Wie viel der e-Tron schwerer ist durch die Akkus und wie dadurch der Verbrauch an Kraftstoff steigt, durch das zusätzliche Gewicht? Dadurch natürlich auch die Frage ob ich durch das Mehrgewicht überhaupt eine Einsparung habe…

Die besondere Qualität eines Plug-In-Hybridautos wie des Audi A3 e-tron liegt in seiner Vielseitigkeit – in der Synthese aus der Möglichkeit, Strecken bis zu 50 km rein elektrisch und damit emissionsfrei zu fahren und der vollwertigen Reichweite eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor und großem Tank. Richtig ist, dass die Kombination aus Batterie, Elektromotor und Verbrenner-Antriebsstrang Mehrgewicht bedeutet – im Falle des A3 e-tron rund 220 kg für die genannten Einheiten (150 kg nur für Batterie und Elektronik). Durch Energierückgewinnung beim Bremsen und bei der Rekuperation kann ich jedoch einen wesentlichen Teil der zum Beschleunigen investierten Energie wieder in die Batterie einspeisen – folglich ist die Gesamtbilanz auch im Alltag besser als die jedes Benziners und etwa vergleichbar mit einem hoch effizienten TDI. Gegenüber diesen reinen Verbrenner-Konzepten bleibt jedoch als klarer Vorteil die Möglichkeit, rein elektrisch und damit emissionsfrei fahren zu können.

Ralf fragt: Die Steckdose daheim wird für alle, die kein Eigenheim mit Stellplatz/Garage auf dem eigenen Grundstück haben, dauerhaft ein Problem bleiben. Und das ist die Mehrheit aller Autokäufer. Ist der Plug-in-Hybrid also auf Dauer als Nischenprodukt angesiedelt?

Wir sehen heute schon in den Niederlanden oder auch in Skandinavien eine erfreulich ausgebaute Infrastruktur mit öffentlichen Lademöglichkeiten und kostenlosen Parkplätzen für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Von diesem Angebot profitieren in erster Linie die klassischen „Laternenparker“. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ähnliche Angebote auch in anderen Ländern etablieren und damit ermutigen, einen Plug-In-Hybriden zu fahren.

Richard würde gerne wissen: WIE und WO werden die Altbatterien entsorgt, und WIEHOCH ist der Energieaufwand um diese zu produzieren / entsorgen? Er stellt gleichzeitig die Behauptung auf (bis zum Gegenbeweis), dass die E-Fahrzeuge als Gesamtbilanz die Umwelt mehr belasten, als Normal-Fahrzeuge. Gibt es dazu auch ein Statement?

Als Fahrzeughersteller, der selbst keine Batterien fertigt, können wir hier keine Werte nennen.

Richard legt nach: Ich bin ja nicht „nur“ Techniker, sondern auch Kaufmann: Der Aufpreis für e-Tron beträgt gegenüber dem normalen 1,4 TFSI ca. EURO 12.000,-. Wieviele Kilometer muss man fahren, um überhaupt auf +/- Null zu kommen? (break even point) und wie hoch ist der Verbrauch in kWh?

Mit einem normalen 1.4 TFSI möchte ich den e-tron nicht vergleichen – alleine der Leistungsunterschied zeigt hier, dass es sich um zwei unterschiedliche Fahrzeugklassen handelt. Nehmen wir doch lieber den nächst-starken A3 zum Vergleich – den 2.0 TDI mit 184 PS für 30.350 Euro. Gegenüber diesem beträgt das Leistungsplus des e-tron 20 PS. Zudem hat letzterer an serienmäßiger Mehrausstattung die S-tronic an Bord, LED-Scheinwerfer, das MMI Radio, das Audi Drive select, den Komfortschlüssel, um nur die wichtigsten Items zu nennen. Damit nivelliert sich der Preisunterschied drastisch – und es bleibt der Bonus, rein elektrisch fahren zu können. Bei rein elektrischer Fahrt beträgt der Energieverbrauch nach NEFZ 14,5 kWh/100 km. Ein Break even-Point ist für die Praxis nicht wirklich repräsentativ errechenbar; hier sind auch die Norm-Zyklen für Verbrenner und Elektrobetrieb bzw. Hybridbetrieb zu unterschiedlich.

Jens Eilers interessiert sich für die maximale Reichweite, den Kaufpreis (gibt es da ggf. noch besondere Förderungsmöglichkeiten / günstigere Finanzierungsmodelle) und vor allem für die Akkulebensdauer in Ladezyklen.

Die elektrische Reichweite beträgt bis zu 50 km; die des Verbrennungsmotors bis zu 890 km (nach NEFZ). Die Lebensdauer des Akku entspricht der des Gesamtfahrzeugs; deshalb gibt es auf den Akku auch eine Garantie von acht Jahren.

Alexander interessiert sich für die Schnittstelle MMI zum Fahrzeug: Kann er einen optimalen Verbrauch errechnen wenn ich zB Stadt Autobahn Stadt fahre? Und spart dann Strom für die City? Wenn nein, warum nicht?

Mit den Betriebsmodi „Battery hold“ oder „Battery Charge“ habe ich die Möglichkeit, gezielt vor Erreichen etwa einer Stadtgrenze den Ladezustand der Batterie zu halten oder gar bis zur maximalen Ladegrenze zu erhöhen. Die jeweilige rein elektrische Reichweite wird mir vom MMI angezeigt. Abhängig von Verkehrsdichte und eigenem Tempo sowie der Entscheidung, wo genau ich in den rein elektrischen Modus wechseln will, ist eine exakte Prognose der Navigation für den perfekten Verbrauch nicht wirklich möglich. Jedoch kann der Fahrer alle Optionen über das drive select selbst anwählen und entscheiden, wo er wie lange rein elektrisch fahren möchte.

Oli interessieren die klassischen Ladezeiten. Also wie lange muss der Audi A3 e-tron an die Steckdose, reicht eine normale 220 Volt Steckdose aus? Wie lange lädt der Audi an der Ladesäule? Gibt es eine Schnelllademöglichkeit?

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Bei einer normalen 220 Volt-Haushaltsdose beträgt die Ladezeit rund 3.45 Stunden; bei einer 16 Ampere-Industriesteckdose nur 2.15 Stunden.

Habt ihr auch noch Fragen? Einfach bei Facebook stellen oder hier in die Kommentare schreiben, ich werde wieder sammeln und in ein paar Tagen erneut eine Anfrage stellen. Die interessanten Fragen und Antworten kommen dann auch noch in ein weiteres Video. Also: Schießt los! Losgeschossen bin ich übrigens auch noch mal mit dem Audi A3 e-tron, seht hier die Beschleunigung mit und ohne Boost: