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…das Auto-Blog für die ganze Familie!


Vorsicht mit Content-Ideen – jemand anderes könnte sie nutzen!

Eigentlich kein richtiges rad-ab.com Thema, aber da mir selbst im automobilen Bereich schon mehrfach so etwas passiert ist, passt es eventuell doch ganz gut. Man hat eine Content-Idee, skizziert diese kurz, umreisst die Kosten und rechnet mit spitzer Feder noch mal nach. Eventuell erstellt man auch ein Angebot oder gar schon Probearbeiten und hört dann erstmal nichts… irgendwann bekommt man dann eine Absage bzw. hört gar nichts mehr von der jeweiligen Agentur / dem Ansprechpartner und nach ein paar Wochen / Monaten oder Jahren: Wundert man sich. Denn die damalige Idee sieht man nun – mehr oder weniger – genauso umgesetzt. Das ist nun auch Michael Görmann passiert. Michael kennt man in der Szene, er ist für den Automobil-Bereich im Playboy verantwortlich. Michael hat aber ganz nebenbei auch noch ein gutes Auge. Er fotografiert gerne und hat im Jahre 2009 auch eine ganz interessante Idee  aufgegriffen. Diese wurde nun ganz ähnlich von einem Automobilkonzern aus Ingolstadt umgesetzt – leider jedoch ohne ihn. Shit Happens? Nun, das passiert “uns” wirklich häufiger als einem lieb ist. Doch inzwischen kann man sich im Internet ja ganz gut Luft machen. Dafür ist das Social-Web ja durchaus geeignet. So habe selbst ich im fernen Amerika “Wind davon bekommen” und musste einfach mal nachfragen:

Hallo Michael, ich bin ja – genauso wie Du auch – zur Zeit in den USA. Hier bekomme ich von dem was in Deutschland zur Zeit so passiert, auf Grund der Zeitverschiebung relativ wenig mit. Du hast dir allerdings via Facebook Luft gemacht und unterstellst nun dem Automobilhersteller Audi deine Idee abgekupfert zu haben. Erzähl doch mal kurz, was ist genau vorgefallen?

Ich möchte niemandem eine böse Absicht unterstellen, aber ich wundere mich schon etwas über die Geschehnisse. Im Jahr 2009 habe ich in Ingolstadt vorgeschlagen, man könne doch einmal ein Auto in Infrarot produzieren. Die Idee ging durch verschiedene Instanzen, man war sehr interessiert und ließ mich eine Probeproduktion mit einem Audi Q7 machen. Nach mehreren Gesprächen schlief das Projekt dann irgendwann ein. Auf mehrfache Nachfrage erhielt ich die Auskunft, im Moment komme eine IR-Kampagne nicht in Frage, aber „vielleicht später mal.“ Und so scheint es ja nun tatsächlich auch zu sein.

Wie kommt man denn darauf, seine Kamera umzubauen um derartige Fotos zu machen? Deine Bilder sehen ja wirklich toll aus. Inzwischen sind solche Fotos ja auch durch Photoshop oder ähnliche Bildbearbeitungsprogramme möglich geworden. Wie aufwendig war der Umbau damals?

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Mit Infrarotfilmen habe ich bereits in den 80er-Jahren experimentiert. Das war ungeheuer aufwändig, aber die Ergebnis sind faszinierend. Verschiedene Oberflächen reflektieren infrarotes Licht ganz unterschiedlich, Chlorophyll etwa besonders stark. Deshalb werden grüne Pflanzen, Bäume, Gras, im Infrarotlicht strahlend weiß. Die Digitaltechnik macht die IR-Fotografie vergleichsweise leicht, jedoch muss man zuvor den so genannten Tiefpassfilter aus der Kamera ausbauen. Er schützt den Sensor normalerweise vor unerwünschten Artefakten und Streulicht aus anderen Spektralbereichen als jenem des für das menschliche Auge sichtbaren Lichts. Sobald der Filter entfernt ist, kann die Kamera das gesamte Lichtspektrum aufnehmen. Mit einem Schraubfilter vor der Linse definiere ich dann, was ich aufnehmen möchte, etwa UV-Licht oder eben infrarotes Licht. Die Belichtung ist dann noch etwas tricky, denn mit dem bloßen Auge sieht man durch die Kamera nichts. Das Bild ist schwarz. Am Ende muss das Rohbild dann in Photoshop entsprechend getunt werden. Übrigens: IR-Bilder, die mit einem Photoshop-Filter erzeugt werden, sind reiner Fake. Der Effekt kann an die Wirklichkeit nicht im Entferntesten heranreichen.

Was sagt der Hersteller? Du bist doch mit vielen Kollegen aus Ingolstadt gut vernetzt? Hat man sich von dort schon geäussert? Das Teilweise “Ideen” anderer dann über “Agenturen” eingekauft wurden, passiert ja nicht nur in Ingolstadt.

Eine offizielle Reaktion von Audi gibt es nicht. Ich habe den Vorfall privat auf zwei Audi-Facebook-Seiten gepostet. „Audi Deutschland“ hat ihn weder freigeschaltet noch reagiert. „Audi AG“ hat ihn ebenfalls nicht freigeschaltet, antwortete aber immerhin mit einer Baukastenantwort. Das war jedoch bisher alles. Meine Ansprechpartner in der Pressestelle reagieren unterschiedlich. Zwei wollen sich mal intern über die Angelegenheit informieren.

Vor ein paar Wochen gab es erst noch den Vorfall, dass es Abmahnungen gab gegen Kollegen, die Pressebilder benutzt haben. Auch hier hat eine Fotoagentur Bilder gekauft von einem “dubiosen Händler” und später die Rechte einklagen wollen. Schade nur, dass diese Bilder Pressebilder waren. Die Abmahnungen wurden wieder zurückgezogen. Du hattest dich via Facebook in einigen Gruppen beschwert, was wolltest du damit erreichen und ist dir so etwas ähnliches schon einmal in deiner Laufbahn passiert?

Ich habe mich in keiner Gruppe beschwert. Ich habe den Vorfall lediglich auf meiner Facebook-Seite gepostet. Denn es gibt natürlich einen Interessenkonflikt zu bedenken. Audi ist ein angesehener Geschäftspartner meines Arbeitsgebers. Auch ich selbst arbeite gut und gern mit meinen Presse-Ansprechpartnern bei Audi zusammen. Da heißt es für mich als kleiner Angestellter ggf. Füße stillhalten und eigene Befindlichkeiten hinter die Verlagsinteressen stellen. Aber ich finde: Alles hat seine Grenzen. Und auf einer privaten Facebook-Seite wird man seinem Ärger sicher Luft machen dürfen.

Wie geht es nun weiter und eine ganz andere Frage? Hast du die Kamera noch?

Ja, die Kamera habe ich noch, nutze sie aber mittlerweile nur sehr selten. Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich so ziemlich alles fotografiert habe, was ich jemals in IR fotografieren wollte. Also vornehmlich Landschaften und Luftbilder. Auf www.michaelgoermann.de gibt es eine Infrarot-Sektion mit den besten Aufnahmen.

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Danke für die Zeit, im aktuellen Playboy gibt es übrigens neben Kate Moss (man war ich damals verliebt in die) natürlich auch wieder Fahrzeuge – welche haben es aktuell hinein geschafft?

Corvette C7 und Porsche 918 Spyder. Dazu ein DeLorean DMC, die Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“.

Ich hoffe ja, dass sich die Sache noch “gütlich” erledigt. Schließlich bleibt bei sowas ja immer ein fader Beigeschmack hängen und wer mag schon ein “versalzenes” Verhältnis. Ich habe Michael allerdings als professionellen Journalisten kennen und schätzen gelernt, der “berufliches” und “privates” sehr gut trennen kann. Wünschen würde ich mir, dass Michael bei der nächsten gemeinsam Fahrveranstaltung die Kamera mal mitbringen würde, denn ich mag diesen Stil sehr gerne leiden! © Fotos: Michael Görmann

Das was Michael passiert ist, passiert tagtäglich übrigens hunderten wenn nicht sogar tausenden Kreativen Köpfen. Man kann das Rad halt nicht mehr neu erfinden, sondern es nur noch weiter entwickeln. Dem Hersteller aus Ingolstadt vermag ich nun gar keine böse Absicht unterstellen, da derjenige der den Audi-Film (Infrarot Film) in Auftrag gegeben hat, damals noch gar nicht im Dienst war.

Das ist übrigens auch so ein allgemeines Problem. Ansprechpartner wechseln, man könnte auch fast denken, dass die hinter den Kulissen “Reise nach Jerusalem” bzw. Bäumchen-Wechsel-Dich spielen. Gerade im Face-to-Face Geschäft ist das nervig, denn man erstellt immer wieder neue Concepte bzw. fängt immer von Anfang an neu an. Die bereits vorgetragenen Ideen, tja – die wandern irgendwie immer mit und so ist man doch immer mal wieder verwundert wo die so alle auftauchen. Egal ob nun bei der Fotografie, beim Video oder einfach bei Content-Ideen.


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Interview: Tobias Moers – Leiter Entwicklung Mercedes-AMG

Tobias Moers, Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeuge bei Mercedes-AMG, hat das Glück AMG bereits seit 19 Jahren zu begleiten. In Genf hatten Jan und ich das Glück eine halbe Stunde lang mit Tobias Moers über Gott, die Welt, den Wald und natürlich auch über AMG zu sprechen. Wir haben bewusst das Interview nicht transkriptet sondern haben uns Antworten auf unsere Fragen geholt. Tobias Moers hat den Aufbau und Umbau von AMG nicht nur miterlebt sondern auch zum Teil mitgestaltet und man merkt ihm an, dass er nicht nur seinen Job sondern auch die Marke lebt und liebt.

Er hat einen Ruf als Perfektionist, im Beruf geht er gerne mal an die Borderline, sprich an die Grenzen. “Man muss an die Grenzen gehen, sonst kommt man nicht weiter” hörte ich ihn zwischendurch mal sagen und ich denke, das beschreibt es ganz gut. Er arbeitet ca. 14-16 Stunden am Tag, sieht das ganze allerdings wie folgt: “Wenn man in einem Unternehmen, das man zum Teil selbst mit aufgebaut hat, einen Job hat, der meistens viel Spaß macht, man hin und wieder mit seinem Team auf die Rennstrecke kommt, dann braucht man eigentlich keinen Ausgleich.” Im privaten Leben von Tobias Moers gibt es zwei wichtige Aspekte: Zum einen natürlich seine Familie, da ist er am Wochenende für seine Kids da und Holzfällen! Privat fährt er tatsächlich gerne mal in seinen Wald und fällt ein paar Bäume um einen Ausgleich zum Arbeitsalltag zu schaffen. Einmal im Monat muss er sich körperlich richtig austoben um Energie zu tanken für die alltäglichen Aufgaben. Über die haben wir gesprochen, hier möchte ich aber nur die Themen AMG und A-Klasse bzw. CLA aufgreifen und die anderen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.


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Was macht AMG aus? AMG macht vor allem ein Team aus, was inzwischen aus über 700 Ingenieuren besteht. AMG muss man sich also als richtigen Automobilhersteller vorstellen. Mit einer Größe von über 1200 Mitarbeitern und 700 Ingenieuren ist AMG eine richtige Automotive- Company, ein richtiger Hersteller. AMG partizipiert natürlich von Mercedes-Benz, gerade im Bereich der Assistenzssysteme die natürlich auch in den AMG-Fahrzeugen Verwendung finden. Tobias Moers hat eine ganz tolle Philiosophie: “Solange ich das ausschalten kann, ist ja alles gut! Wenn ich hochdynamisch, zum Beispiel auf einer Rennstrecke, fahren möchte kann ich die Assistenzsystem ausschalten. Fahre ich z.B. von München nach Hamburg, dann nutze ich die Sicherheitssysteme auch gerne.” Sicherheit steht bei AMG sowieso ganz oben auf der Liste, die internen Crashtests haben einen weit höheren Standart als zur Zeit gesetzlich gefordert.

Driving Performance, wie sieht es mit dem Claim aus? Eine bedeutungsvolle Aussage. Schaut man sich die Historie von AMG der letzten 10-20 Jahre an, dann war AMG früher ein großer Motor mit einer hohen Performance wenn man schnell geradeaus fahren wollte. Der Wettbewerb hat sich klar in die Richtung Fahrdynamik entwickelt und natürlich war das auch für AMG ein Ziel und heute ist AMG, laut Moers, auf einem Niveau angekommen mit dem man schon in die Zukunft schauen kann.

Perfektion auf höchstem Niveau? Jedes Fahrzeug wird gleich behandelt, immer wenn ein Auto neu layoutet fäng man mit Vorentwicklungsphasen an. Man überlegt sich “Wo will man hin mit dem Fahrzeug” (Anmerkung: Eine Neuentwicklung dauert 4 Jahre) und jedes Fahrzeug was einen fahrdynamischen Anspruch hat, hat auch eine eigene Achskonstruktion, bekommt einen eigenen Antriebsstrang. Das Fahrzeug muss auch bei ausgeschalteten Assistenzssystemen (wie z.B. ESP) sehr gut fahrbar sein: “Das muss funktionieren!”

Wie wird sowas getestet? “Wir testen mit ESP aus!” – dann beschreibt Moers was sich wie ein Gedicht anhört: “Ich muss mit dem Auto spielen können, auf der Rennstrecke. Wenn ich zu schnell in die Kurve fahre, ich lupf das Gas dann möchte ich das das Auto eindreht, aber nicht zuviel beim Lastwechsel. Da hat man schon seinen eigenen Anspruch und der liegt verdammt hoch!” – damit spricht Tobias Moers vermutlich jedem Autofan aus der Seele und das merkt man ihm und den anderen Mitarbeitern von AMG halt an, die sind mit Herz und Seele dabei nicht nur weil sie es können, sondern vor allem weil sie es wollen.

Reden wir über die A-Klasse, reden wir über den CLA 45 AMG oder aber auch den A 45 AMG. Ab wann war AMG involviert? Wie man sich vorstellen kann ist AMG bereits ganz am Anfang mit dabei. “Die A-Klasse ist da ein ganz spezieller Fall, die war ja quasi Neuland für uns! Mit Heckantrieb und V8 kennen wir uns ja ganz gut aus, da sind wir ganz gut dabei, früher hatten wir auch V6 Kompressor und dann kommt die A-Klasse. Klar war: Mit der neuen Generation ist AMG mit dabei. Sehr früh ist AMG mit Simulationen gestartet, hat Achsen gebaut, diese auf Prüfständen getestet und die Messwerte wieder in die Simulation gebracht. Der Aufwand ist beträchtlich, die Ergebnisse jedoch unersetzbar. Im Jahr 2008 hat AMG bereits am CLA 45 AMG bzw. am A 45 AMG gearbeitet und wie jeder Hersteller fährt auch AMG die Fahrzeuge im Dauerlauf.

Kommen wir zum Kernthema, kommen wir zum Motor. Was steckt da unter der Haube? 2.0 Liter Hubraum, ein sehr kompaktes, leichtes Aggregat mit einem großen Turbo. Ein Turboloch ist hier ein Fremdwort! Der Motor vom A 45 AMG leistet 360 PS bzw. entwickelt eine Kraft von 450 Nm. Das Getriebe ist genau auf diese Leistung ausgelegt. Dazu muss man wissen, dass durch die neuen Materialien, die ja nun auch Gewicht einsparen, gerade die Getriebe viel leichter geworden sind, allerdings bieten diese nun auch nicht mehr so viel “Reserven” wie früher. Wenn nun also ein Tuner, noch mehr Leistung in das Fahrzeug bringen will, wird das auf die Lebensdauer des Antriebsstrangs, sprich auf das Getriebe gehen.

Wo wird der AMG Motor gefertig? One (Wo)man – one Engine, natürlich wird auch jeder Motor, der in einem A 45 AMG oder im CLA 45 AMG verbaut wird jeweils von einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin hergestellt. (Anmerkung: ca. 5% Frauenanteil bei der Motorenfertigung) AMG hat im 4-Zylinder Motor-Werk von Mercedes-Benz ein eigenes Montageband. Damit steht ein guter Stern über AMG, die Unternehmensphilosophie darf sich ausbreiten und was kann es schöneres geben.

Was haben wir vergessen zu erwähnen? Ganz neu ist auch der AMG-Sitz, ein sehr leichter Sitz, mit Anleihen von einem herkömmlichen Schalensitz. Der Sitz bietet nicht nur zahlreiche Verstellmöglichkeiten und lässt sich so quasi auf den Fahrer maßschneidern, nein er sieht auch noch gut aus. Das Auge fährt mit! Das weiß man natürlich auch bei AMG und vernachlässigt, neben den aerodynamischen Veränderungen, natürlich auch nicht die Optik.

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Ich darf gestehen: Tobias Moers war der beste Interview-Partner den ich bis dato hatte. Selten so viel Freude dabei gehabt einem anderen Menschen einfach nur zu zuhören. Die Fotos hat natürlich Jan Gleitsmann geschossen. Nach dem Interview ging es dann auch noch zum A45 AMG um uns dort zwei Highlights anzuschauen:

Den CLA 45 AMG durfe ich nun (er)fahren bzw. mir mein eigenes Bild machen, den CLA 45 AMG Fahrbericht könnt ihr hier nachlesen, ich möchte mich hier noch mal sehr herzlich bei Tobias Moers für seine Zeit, die Antworten und vor allem die tollen Einblicke hinter die Kulissen von AMG bedanken, ein paar Informationen habe ich mir noch für weitere Beiträge aufgehoben.

 

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Die neue Mercedes-Benz S-Klasse – Vorfreude ist die schönste Freude?

In den letzten Wochen dreht sich so einiges im Netz um die neue S-Klasse. Erkönige, Sitze, Infotainmentsystem, neue Monitore, neue LED-Scheinwerfer und neue Assistenzsysteme (die auch schon in der neue Mercedes-Benz E-Klasse zum Einsatz kommen) machen aus der neuen S-Klasse vermutlich wieder das, was sie auch schon immer gewesen ist. Das perfekte Auto!

Ich bin bei der Präsentation der neuen S-Klasse dabei, nächste Woche ist es endlich soweit. Doch neben mir gibt es es noch viele weitere Seiten im Netz, die dann darüber berichten werden. Denke ich an Mercedes-Benz gibt es zwei Blogger die mir direkt in den Sinn kommen, Markus Jordan (der zusammen mit Philipp Deppe für MB-Passion verantwortlich ist) und Marc J. Christiansen. Immer wenn ich eine Frage zu einem Mercedes-Benz habe (und wenn es nur um eine Schraube geht) können die beiden mir fachlich kompetent zur Seite stehen, das war schon immer so und wird auch wohl in Zukunft so bleiben.

Auch in Sachen S-Klasse sind die beiden meine erste Anlaufstelle, denn ich werde das Thema zwar aufgreifen, doch ins Detail, da gehen die Monobrandler und das ist auch gut so. Als Vorbereitung zur S-Klasse Premiere, am kommenden Mittwoch in Hamburg, habe ich den beiden mal ein paar Fragen gestellt und auch mein geschätzter Ausfahrt.TV Kollege Jan durfte unten noch zu Wort kommen.

Marc, wenn Du S-Klasse hörst, an was für ein Fahrzeug denkst du?
“Wenn ich S-Klasse höre, dann denke ich an eine große, elegante Reiselimousine die auf Höhe ihrer Zeit war/ist und auch immer ein Stück weit die Zukunft in die Gegenwart holt.”
Und was bedeutet S-Klasse für dich?
“Für mich verkörpert sie das Besondere, sie ist die Speerspitze des Automobilbaus. Bereits als Kind war die S-Klasse der 1980er Jahre (Baureihe 126) für mich das Höchste der Gefühle. Sie wurde von Politikern und Wirtschafts-Bossen gefahren und hatte immer etwas aristokratisches an sich. Das hat sich mit jeder neuen S-Klasse Generation für mich so fortgesetzt. Selbstverständlich gab es auch mal Modelle die mir weniger zugesagt haben. Aber im Großen und Ganzen ist es mein Auto, mein Mercedes, die S-Klasse!”
Kommen wir zur aus der historischen Abteilung in die Gegenwart: Wo siehst du die Vorzüge der neuen S-Klasse?
“Die neue S-Klasse holt praktisch den Pokal des Automobilen Oberhaus zurück nach Untertürkheim. Mit der Fülle an futuristischen Lösungen und neu erdachten Assistenz- sowie Komfortsystemen ist die neue S-Klasse mehr als die Benchmark in ihrem Segment. So ein Innovationsfeuerwerk, verbunden mit der Strahlkraft gab es zuletzt Anfang der 1990er Jahre mit einer S-Klasse die hierzulande in den Gesellschaftlichen Veränderungen etwas deplatziert wirkte. Das wird der neuen S-Klasse nicht passieren, da bin ich mir ganz sicher. Klassische Kultiviertheit in Blech gepresst – ich freue mich drauf!”
Auf welches Feature freust du dich besonders?
“Das kann ich so einfach gar nicht beantworten! Es fängt vermutlich mit den beiden völlig neuen Displays im Armaturenbrett an, geht über die vielen Komfortinnovationen im Innenraum hin zum neuen Fahrwerk mit der klangvollen Bezeichnung MAGIC BODY CONTROL. Nach all dem was man bisher gehört hat, ist es wirklich eine Mischung aus Wolke Sieben und Sänfte zugleich.”
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Marc J. Christiansen betreibt zusammen mit Johannes Schlörb die Anlaufstelle für Mercedes S-Klasse Enthusiasten schlechthin - fuenfkommasechs.de. Hier dreht sich alles um die S-Klasse, in erster Linie um die Modellgenerationen der 1970er bis 1990er Jahre aber auch um das neueste Modell, gepaart mit Informationen zu anderen interessanten Themen und Neuerscheinungen aus dem Hause Mercedes.
Wie oben schon erwähnt, gibt es auch noch eine weitere Anlaufstelle. Den MB-Passion Blog von Markus Jordan und Philipp Deppe, auch Markus musste äh durfte ein paar Fragen beantworten:

Markus, hau raus: Was bedeutet die S-Klasse für dich?  

“Die S-Klasse ist der Inbegriff des Luxus und des bequemen Reisens im Automobilsektor – zumindest für mich als Mercedes-Liebhaber.”

Kurz und bündig, so kenn ich dich!  Wo siehst du die Vorzüge bei der neuen S-Klasse?

“Der Hersteller zeigt hier seine seine automobile Spitzenleistung – nur das Beste. Die S-Klasse ist die bequemste Art, mit Stern zu reisen – egal wohin.”

Spitzenleistung? Auch bei den neuen technischen Umsetzungen? Auf welches Feature freust du dich besonders?

“Definitiv Magic-Body-Control, den „fliegenden Teppich“ von Mercedes – das Fahrwerk feiert in der neuen S-Klasse Premiere und wird den Wettbewerb hier weit nach hinten schlagen.”

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Mein geschätzter Kollege Jan Gleitsmann wird auch über die S-Klasse schreiben, auch wenn er in seinem Blog sich derzeitig besonders auf den Mercedes-Benz CLA eingeschossen hat. Auch er musste die Fragen beantworten:

Jan, was bedeutet der Begriff “S-Klasse” für dich?

“Für mich ist jede neue S-Klassen Generation ein Meilenstein des aktuell technisch Machbaren und der neue Benchmark in Sachen Komfort im Auto.”

Wo siehst du die Vorzüge bei der neuen S-Klasse?

“Im Zusammenschluss der neuen Assistenz-Systeme, die den Fahrer nicht entmündigen, aber das Fahren noch sicherer machen werden. Ich freue mich besonders darauf, weil erfahrungsgemäß nach etwas Zeit diese System auch in den anderen Modell verfügbar sein werden.”

Auf welches Feature, einige sind ja inzwischen durchgesickert,  freust du dich bei der neuen S-Klasse ganz besonders?

“Ganz klar auf das neue Premium-Soundsystem. Ich bin gespannt, wie das Ergebnis der neuen Zusammenarbeit mit Burmester klingt.”

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Interview mit Henning Klawiter: CEO von Motory.de – das Automobile Social-Network?

König Zufall hat wieder mal zugeschlagen. Heike Kaufhold hat über eine Webseite geschrieben die ein ehemaliger Studienkollege mitentwickelt hat, ich hatte Interesse und greife nun das Thema auf, denn ich finde es wirklich spannend. Kai Thrun hatte das Thema heute auch schon auf dem SKN-Blog aufgegriffen. Lest nun mein kurzes Interview mit Henning Klawiter, dem CEO von Motory.de und erfahrt ganz nebenbei was Motory ist und was es noch werden könnte. Henning Klawiter ist 39, verheiratet, 2 Töchter, wohnt in Hamburg und beschäftigt sich seitdem er denken kann mit Autos.

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Henning, beschreib doch selber mal Motory in 140 Zeichen

Motory ist digitales Autoprofil und –scheckheft, soziales Netzwerk sowie Marktplatz in einem. Kost nix und macht Spaß – schaut mal rein! (Yeeah, 136 Zeichen ;-) ).

Braucht Deutschland ein weiteres Social Network? Reichen nicht Facebook, Xing etc.? Wo liegen die Stärken bei Motory?

Ein Social Network für Autos ist sicher für Auto-Enthusiasten schon ganz spannend. Habe ich doch bei Facebook das Problem, dass sich nicht alle meiner Freunde für Autos interessieren und dann ziemlich schnell nerve, wenn ich zu viele Posts zu Autothemen schreibe oder Fotos hochlade. Aber das reichte uns nicht. Wenn es schon um Autos geht, dann soll doch auch jeder SEIN Auto endlich einmal im Internet richtig präsentieren und vorstellen können. Hier hören die Möglichkeiten bei Facebook & Co. sehr schnell auf. Bisher konnte ich mein Auto immer nur im Internet zeigen, wenn ich mich von ihm trenne, beim Verkauf. Bei uns geht es genau um die Zeit, in der ich das Auto besitze. Und hier schalten wir noch einmal einen Gang höher. Neben den Autodaten wie bei einer klassischen Verkaufsplattform können noch viele weitere Informationen hinzugefügt werden. So haben wir etwas in Internet gebracht, was es in dieser Form bisher nicht gab aber jeder kennt: Das Inspektionsheft. Jedes Autoprofil enthält bei uns ein digitales Serviceheft. Dort kann ich alle Inspektionen, Services, Reparaturen und Tuning eintragen.

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