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Video: Hinter den Kulissen vom 24h Rennen am Nürburgring 2014

Seit dem Jan, Sarah und ich Ausfahrt.TV bei YouTube betrieben, interessiere ich mich auch verstärkt für andere Videos bei YouTube. Marktbeobachtung? Neugier? Nun, bevor ich mir in der Badewanne eine langweilige Telenovela (gibt es die überhaupt noch?) ansehe, dann schaue ich mir doch lieber an was die Kollegen so hoch laden. Moritz vom AutomobilBlog hat nun (was weiß ich über welche Kanäle) ein Video bekommen was ich richtig interessant finde.

Es erklärt nämlich innerhalb von 3 Minuten welche Anstrengungen – vor allem technischer Natur – eigentlich in Kauf genommen werden, wenn so ein 24 Stunden Rennen stattfindet. Ich gestehe, ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, die 400 freiwilligen Helfer und Streckenposten eigentlich koordiniert werden. Wie wurde sichergestellt, dass bei jedem Crash schnell Helfer vor Ort waren und die Rennfahrzeuge das jeweilige Tempolimit einhalten mussten.

In 3 Minuten wisst ihr es und ganz nebenbei seht ihr auch noch Olaf Manthey (Teamchef von Manthey-Racing), der uns erklärt, dass Carbon-Teile auf der Strecke natürlich auch zu einem schleichenden Plattfuß führen können. Der Porsche-Rennstall Manthey-Racing stattete seine Boliden bereits im Jahr 2008 mit der Technologie aus und kann nun auch weiterhin, anhand der erhobenen Daten, leichter entscheiden, wann ein Boxenstopp sinnvoll ist. 

Dank der “Telemetrie” wissen die Jungs und Mädels in der Box genau wo das eigene Fahrzeug sich gerade befindet und es werden auch die Aggregatzustände übermittelt. Fahrfehler werden auch übermittelt, das erklärt Otto Klohs ganz sympathisch, denn wenn der Fahrer einen Fehler macht, kann er es nun nicht mehr auf das Fahrzeug bzw. die Abstimmung schieben.

Wie funktioniert das? An das Bord-System wird eine Art Funkeinrichtung angeklemmt, über das Funkmodul und einem GPS-Receiver werden die gesammelten Daten dann übermittelt. Das funktioniert via GPRS über das Mobilfunknetz – in dem Fall das der Telekom – und Dachantennen auf dem Dach sorgen dafür, dass das System auch Empfang hat. Zunächst gelangt das Material an die Server von GPSoverIP die dann die Daten optisch aufwerten und den jeweiligen Kunden zur Verfügung stellen. Kunden? Es gibt drei an der Zahl: Die Rennleitung, die bekommt alle Möglichkeiten der Interaktion. Die Rennteams: Die bekommen sämtliche Daten von den eigenen Fahrzeugen und dann gibt es noch die Möglichkeit z.B. Apps oder Webseiten mit den Daten zu betreiben und somit die Fans, die Zielgruppe, die Liebhaber und Motor-Guys mit Informationen zu füttern. Wo ist as favorisierte Fahrzeug? Mit dieser Möglichkeit sieht man es auf einem Blick.

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Der Geschäftsführer von GPSoverIP (André Jurleit) kommt auch noch zu Wort und er erklärt die weiteren Vorteile bzw. gibt eine Prognose für die Zukunft, denn das System birgt ja noch weitere Einsatzmöglichkeiten. Beim 24h Rennen am Nürburgring konnte die Rennleitung über das System die Gelb-Phasen aktivieren und somit die Helfer und Streckenposten ebenfalls informieren. Nicht ganz so positiv für die Rennfahrer: Tempoverstöße werden dann auch gemessen und die Rennleitung kann direkt die Verstöße per eMail an das Rennteam melden. Schöne neue Welt? Ich finde schon, denn wenn das System nur ein Menschenleben rettet, dann hat es sich doch schon ausgezahlt.

Ich sehe das System nicht nur im Rennsport, sondern vor allem auch im Fuhrpark, bei Taxis, im Courier-Dienst oder ggf. sogar bei Pizza-Lieferdiensten. Wie geil wäre es denn, wenn der Kunde online sehen könnte, auf welcher Route sich der Fahrer gerade befindet und dann ungefähr selbst abschätzen kann wenn das Essen vor Ort ist. In Zeiten von NSA und weiteren Big-Brother-Skandälen wäre das doch mal eine sinnvolle Überwachung


Le Mans – die Legende – die Dokumentation: We are Racers von Michelin!

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Le Mans! Die Legende! 13,629 km lang ist die Strecke in Frankreich und dort werden Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 240 km/h erreicht. Das legendäre 24 Stunden Rennen schaue ich mir gerne im TV bzw. im Live Stream an, denn an der Strecke sieht man immer nur einen kurzen Ausschnitt und nie das komplette Rennen. Fussball Spiele sehe ich gerne live, Autorennen sehr gerne auch im Stream / im TV – auch wenn ich bestätigen darf, dass es vor Ort ein ganz anderes Gefühl ist. Wenn die Luft nach Benzin und Gummi riecht, wenn die Ohren von den sonoren Klängen der Sportwagen verwöhnt werden, ja dann steht man an der Rennstrecke. Es muss für die Fahrer ein tolles Gefühl sein. Vorbei an den jubelnden Menschenmassen. Le Mans ist – seit ein paar Jahren bereits – wenn Audi gewinnt. In diesem Jahr hat Porsche auch wieder angegriffen. Gewonnen? Hat Audi! Porsche hat sich aber ganz und gar nicht blamiert, Toyota natürlich auch nicht. Die Top-Teams fuhren übrigens auf Michelin Reifen und von Michelin stammt auch nachfolgendes Video welches euch in 7:45 Minuten den Spirit von Le Mans etwas näher bringt.

Der Porsche 919 Hybrid wurde von Porsche speziell für den  FIA World Endurance Championship und den Einsatz in Le Mans entwickelt. Strenge Vorgaben in den Bereichen Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit machten schnell klar: mit reiner Kraft lässt sich der Weltmeistertitel in dieser höchsten Klasse nicht gewinnen. Vielmehr lautet das Ziel: optimale Energieeffizienz bei maximaler Performance. Das gilt für die Fahrzeuge, aber auch für die anderen Bauteile. Die Reifen z.B. mussten die Kraft ja schließlich auch in allen Situationen auf die Straße bekommen. Wie gesagt, Audi hat gewonnen, angetrieben mit einem Selbstzünder und natürlich auch mit Michelin bereift.

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Technik-News: Audi bringt die GFK Feder 2014 in Serie!

…und ich habe das ganze schon im Jahre 2012 gelobt. Schnell was zum Thema GFK Feder nachlesen und anschließend die Informationen durch diese kommentiere Pressemitteilung ergänzen und schon seid ihr auf dem aktuellen Stand der Dinge: 

“Audi stärkt seine Führungsrolle im automobilen Leichtbau. Noch in diesem Jahr bringt das Unternehmen neue, leichte Fahrwerks-Federn aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) in einem Modell der oberen Mittelklasse in Serie.”

Mmmh, obere Mittelklasse?! Was könnte das nur sein? Welches Fahrzeug bekommt denn noch in diesem Jahr sein optisches Update / Facelift?

“Die GFK-Feder, die Audi gemeinsam mit einem italienischem Lieferanten entwickelt hat, unterscheidet sich schon optisch von einer Stahlfeder. Sie ist hellgrün gefärbt, ihr Faserstrang ist dicker, als der Draht einer Stahlfeder, ihr Gesamtdurchmesser bei geringerer Windungsanzahl etwas größer. Vor allem aber ist sie um gut 40 Prozent leichter: Während eine Stahlfeder für ein Modell der oberen Mittelklasse knapp 2,7 Kilogramm wiegt, beschränkt sich die GFK-Feder bei gleichen Eigenschaften auf zirka 1,6 Kilogramm. Gemeinsam senken die vier GFK-Federn das Gewicht folglich um etwa 4,4 Kilogramm – eine Verbesserung, die zur Hälfte den ungefederten Massen zugute kommt. „Mit den GFK-Federn sparen wir Gewicht an entscheidender Stelle im Fahrwerkssystem. Dadurch erhöhen wir zusätzlich die Fahrpräzision und verbessern den Schwingungskomfort.”, sagt Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung, der AUDI AG.”

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Fast 40 % weniger Gewicht, gerade da wo es drauf ankommt! Eigentlich zu schön um wahr zu sein, oder? Doch wie werden diese GFK-Federn denn nun hergestellt?

“Als Kern der Feder dienen lange, miteinander verdrillte Glasfasern, die mit Epoxidharz durchtränkt werden. Um diese, nur wenige Millimeter dicke „Seele“, wickelt eine Maschine weitere Fasern, abwechselnd in +45-Grad- und -45-Grad-Winkel zur Längsrichtung. Diese Zug- und Drucklagen stützen sich gegenseitig; so können sie die Spannungen, die auf das Bauteil einwirken, optimal aufnehmen. Im letzten Produk­tionsschritt härtet der Rohling in einem Ofen bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius aus.”

Und wo liegen die grundsätzlichen Vorteile bei GFK Federn im Vergleich zu herkömmlichen Stahlfedern?

“Die GFK-Federn lassen sich exakt auf ihre jeweiligen Aufgaben abstimmen, ihr Material bietet hervorragende Eigenschaften. Es ist frei von Korrosion, auch bei Steinschlag, und unempfindlich gegenüber Chemikalien wie Felgenreiniger. Und nicht zuletzt erfordert die Produktion sehr viel weniger Energie als die Fertigung von Stahlfedern.”

Quelle: Audi 2014


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“Öl ist quasi das Blut des Autos” – Ein Zitat von JP Kraemer

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Jean Pierre Kraemer erklärt die Welt! Warum? Weil es nicht immer nur um die Äusserlichkeiten bzw. die Oberfläche geht. Der bekannte Tuner aus Dortmund, der sich vor der Fernsehsendung einen positiven Ruf erarbeitet hat, blickt in dem nachfolgenden Video für euch unter die Motorhaube und spricht über: Motoröl!

Es gibt kaum eine Flüssigkeit im Fahrzeug über die es noch mehr Irrtümer und Fehlinformationen gibt als beim Motoröl. Zeit damit mal etwas aufzuräumen, oder? Doch zunächst einmal ganz kurz die Basics: Jeder Verbrennungsmotor benötigt Öl! Doch das Motoröl hat nicht nur die Aufgabe der Schmierung. Natürlich ist die Verminderung von Energieverlusten und Verschleiß die Hauptaufgabe doch dem Motoröl vertraut man noch weiter Aufgabengebiete an. Da wäre z.B. die Motorkühlung. Um die Motorteile vor Überhitzung zu schützen werden durch passend gelegte Ölbohrungen die Stellen gekühlt, die nicht mit Kühlflüssigkeit oder Kühlluft umgeben sind. Gleichzeitig dichtet das Öl auch ab. Das Motoröl ist nämlich auch für die Feinabdichtung zwischen gleitenden Teilen verantwortlich, da wäre z.B. der Kolbenring der ja an die Zylinderwand gedrückt wird. Das war noch längst nicht alles. Der Schmierfilm schützt im Motorraum natürlich auch vor Korrosion, sprich vor Verrostungen und ganz nebenbei wirkt der Schmierfilm auch noch Geräusch- und schwingungsdämpfend, wirkt sich also auch positiv auf die Reduzierung von Motorgeräuschen aus.

Bei einem Motor müssen z.B. das Kurbelwellenlager, die Pleuellager, die Kolbenbolzenlager, die Stößel, die Lager der Nockenwelle, die Laufbahnen der Nockenwelle, die Kipp- bzw. Schwinghebel, die Steuerkette, der Kettenspanner, die Laufbahnen der Zylinder und aber auch (falls vorhanden) der Abgasturbolader mit Öl versorgt werden. Ganz neu: Es gibt inzwischen auch Hersteller, die lassen (angepasste) Zahnriemen in Öl laufen.

Das Öl wird in der Regel durch eine Druckpumpe in einem Kreislauf durch den Motor gepumpt, durch einen Ölfilter gereinigt und ein Ölsieb in der Ölwanne sorgt dafür, dass grobe Verschmutzungen in der Ölwanne bleiben. Von den eigentlichen Schmierstellen tropft das Öl dann zurück und fließt in die Ölwanne. So eine Ölpumpe muss übrigens ca. 250-350 Liter Öl pro Stunde befördern.

Ihr seht: Das Motoröl kann ganz schön viel und dabei muss es auch noch viel aushalten. Die Entwickler haben mit vielen Faktoren zu kämpfen, so z.B. mit der mechanischen Verunreinigung durch Staub, Abrieb, Rückstände von der Verbrennung usw. – dafür gibt es den Ölfilter der diese Verunreinigungen herausfiltern soll. Das Öl kann aber auch altern. Durch die Oxidierung, also die Vermischung mit Luft, verändert sich der Zustand der Fließgeschwindigkeit. Das Motoröl sollte man also rechtzeitig wechseln, denn die Wartungsintervalle sind passend darauf ausgelegt und durch die Kooperation von z.B. TOTAL als Partner bei Peugeot konnte dieser Wartungsintervall auch verlängert werden. Denn durch das optimale Zusammenspiel zwischen Motor und Öl kann nicht nur die Langlebigkeit des Motors, sondern auch der Fahrspaß verlängert werden. In Vertragswerkstätten wird das richtige Öl eingefüllt, welches dann auch über die herstellerspezifische Norm verfügt. Bei Peugeot ist das z.B. die PSA-Öl-Norm. Nur die Öle, die diese Norm erfüllen sorgen auch dafür, dass Kraftstoff eingespart werden kann, denn weniger Reibung = weniger Kraftstoffverbrauch. Man darf also nur die vom Hersteller freigegebenen Ölsorten verwenden, bei dem Einfüllen ist auf die vorgeschriebene Ölmenge zu achten.

Was sollte also ein guter Autofahrer regelmäßig tun? Die Wechselintervalle einhalten und auch zwischendurch mal den Ölstand kontrollieren! Das Fahrzeug muss dabei waagerecht stehen und das Öl sollte vorher auch die Möglichkeit gehabt haben sich wieder in der Ölwanne zu sammeln.

Wie viel Öl verbraucht ein Fahrzeug in der Regel? Das ein Fahrzeug etwas Öl verbraucht ist normal, zwischen 0,1 Liter und 1 Liter auf 1000 km sind sogar als normal anzusehen. Moderne Fahrzeuge verbrauchen in der Regel allerdings kaum noch Öl, da die Fertigungsqualitäten beim Motorenbau immer besser geworden sind. Fakt ist: Je mehr Zylinder und je größer der Hubraum um so mehr Öl kann verbraucht werden, denn die Kolbenringe sind oft der Grund dafür. Weiterhin wird Öl teilweise mit verbrannt oder es verdampft ganz einfach.

Sollte man den Ölfilter bei jedem Ölwechsel mit austauschen? Selbstverständlich! Ich rate auch von einem Absaugen des Öles ab, denn es verbleibt immer ein Rest in der Ölwanne, da die Absaugsonde nie komplett den ganzen Boden absaugen kann. Wer sein Auto liebt, der wechselt regelmäßig Öl & Filter.

Was bedeutet 0W-40? Was ist 15W-30? Kurz erklärt: Die erste Zahl beschreibt die Fließgeschwindigkeit = 0 = flüssiger, 15 = dickflüssiger. Die Zahl hinter dem W beschreibt die Viskosität bei einer Temperatur von 100°C.

Darf ich Öle mischen? Würde ich vermeiden, es sei denn man hat gerade keine andere Möglichkeit. Der Grund: Mittlerweile werden zahlreichen Ölen Additive zugemischt und natürlich sollte man die Fließeigenschaften nicht negativ beeinflussen.

Ich bin älter geworden, ich schraube nicht mehr selber, ich gebe das Fahrzeug inzwischen auch in die Fachwerkstatt. Da kann ich mich dann darauf verlassen, dass alle Arbeiten erledigt werden und ich muss mir meine Finger nicht mehr schmutzig machen, mich um die sach- und fachgerechte Entsorgung kümmern usw. und genau das empfehle ich euch auch. Macht euch keinen Stress, denn wer schon mal ein Gewinde von einer Ölwanne überdreht hat, der weiß warum man in Fachwerkstätten besser aufgehoben ist.