Meine Meinung zum neuen VW T6: Satz mit X, das war wohl nix!

Hätte mich Volkswagen Nutzfahrzeuge gestern zu einem Dire Straits bzw. zu einem Konzert von Mark Knopfler eingeladen, dann wäre ich nicht enttäuscht gewesen. Das Konzert war allererste Sahne und zum ersten Mal habe ich einen Künstler erleben dürfen, der nur die beliebten Hits gespielt hat. Das lag natürlich auch daran, dass es ein kurzes Privat-Konzert war und man die gespielten Lieder an einer Hand abzählen konnte.

Mit viel Applaus wurde der Kopf der Dire Straits verabschiedet. Der neue VW T6 bekam weniger Applaus, denn der verdient den Begriff “neu” eigentlich nicht. Der neue VW T6 ist rein äusserlich betrachtet ein Mopf, eine Modellpflege, ein Facelift. Kennt ihr noch Familienduell? Ich hätte an dem Abend 100 Personen fragen können: “Was ist das für ein Fahrzeug” und T5 wäre die Topantwort gewesen, jede Wette? Nicht mehr und nicht weniger und die 2 Millionen T5 Besitzer werden sich freuen, denn dann dieser geschickten Marketing-Aktion gehört ihr Bulli noch lange nicht zum alten Eisen.

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Wenn die sich jetzt noch aus dem Tuning-Handel LED Rückleuchten und andere Scheinwerfer besorgen, dann wird keiner auf den ersten Blick sagen können, ob es nun ein T5 oder ein T6 ist. Immerhin schreibt Volkswagen es auch nicht auf das Heck, das wäre ja auch noch schöner gewesen. Im Innenraum hat sich was getan, technisch gesehen hat man sich auch bei den Assistenzsystemen aus dem Volkswagen-Baukasten bedient und natürlich zogen nun auch neue Motoren ein, doch er muss sich nun beweisen. Rein optisch gesehen, war ich gestern enttäuscht! Nicht von der Veranstaltung, auch nicht vom Konzert, nicht von der Bulli-Parade, nein vom “neuen” T6 – denn wirklich neu wirkt der nicht. Kein neues Phänomen, das kennt man ja durchaus auch vom VW Golf.

Für Ausfahrt.TV habe ich übrigens dieses Video hier mitgebracht, da ich alleine in Amsterdam war, stellte mir Volkswagen freundlicherweise ein Kamera-Team und übernahm auch die Ton-Arbeit, geschnitten habe ich selber. Das Bild- und Tonmaterial ist also von VW, der Text im Video ganz allein von mir:

Doch was hätte man anders machen sollen? Fragt mich nicht, ich weiß es nicht. Eines dürfte klar sein: Der neue VW T6 wird sich auch wieder gut verkaufen, doch was heißt das für die Zukunft? Wird sich das Design der anderen Modelle auch nur noch wenig verändern? Keine Revolution mehr? Eine leichte Evolution? Immerhin: In der Basis wird er günstiger! Eine Milchmädchen-Rechnung, denn durch die ganzen optionalen Features die der VW T6 nun bietet, wird er unterm Strich teurer, aber das müssen wir erst einmal abwarten. Rein äußerlich: langweiliges Facelift, doch wie ist das mit der Liebe? Kommt es da auf Äusserlichkeiten an? Zählen wirklich innere Werte? Dann hat sich ja schon etwas getan…

Ich bin gespannt wie er sich fährt, da ich in meinem Leben bereits einen VW T2, einen T3, einen T4 und einen T5 bewegt habe, möchte ich die Reihe natürlich mit dem T6 krönen und dann muss ich unbedingt mal die Sport-Taste betätigen. Wie wäre es mit einer 204 PS Runde über die schönste Strecke nördlich der Nordschleife? (Bilster Berg)

Techno Classica 2015 Highlights: 1994 Mercedes-Benz E 500 (W124)

Ich habe ja zwei Autos vor der Tür, also eigene, aber dennoch erwische ich mich immer wieder, dass ich in den einschlägig bekannten Automobilbörsen stöbere. Auf der Techno Classica 2015 in Essen, stehen auch eine Modelle rum, für die würde ich nicht nur die Einfahrt frei machen, sondern sogar die Garage leer räumen.

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In dieser lockeren Blog-Reihe: “Meine Highlights von der Techno Classica 2015″ möchte ich euch meine ganz subjektiven Lieblinge vorstellen. Wie schon in der Einleitung geschrieben, duelliere ich mich mit Moritz Nolte, der auf seinem Automobil-Blog.de sicherlich immer etwas “besseres” haben wird – oder halt auch nicht. Den Anfang möchte ich mit einem ganz besonderen Fahrzeug machen:

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Darf ich vorstellen, dass ist ein Mercedes-Benz E 500 (Baureihe W 124) aus dem Jahre 1994. Auf dem Automobil-Salon in Paris, präsentiere Mercedes-Benz den 500 E im Jahre 1990. “Spitzensportler im feinen Zwirn” – und das ist nicht übertrieben. Optisch eher dezent, hat er es faustdick hinter den Ohren, bzw. unter der Haube. Denn da wartet ein 320 PS starker 5.0 Liter V8 Benziner nur darauf, dass der Fahrer endlich den Schlüssel umdreht und die Pferdestärken über die Hinterachse auf die Straße bringt. Serienmäßig war damals schon ein 4-Gang Automatikgetriebe verbaut und innerhalb von 5,9 Sekunden ging es von 0 auf 100 km/h.DSC00981

Ja, richtig gelesen: Innerhalb von 5,9 Sekunden! Der Vortrieb endete bei Tempo 250 km/h! Dank den Werten konnte man in den 90er Jahren durchaus Sportwagen-Fahrer mit der eleganten Limousine von der linken Spur der Autobahn verjagen. Um den Kontakt zur Fahrbahn kümmerte sich das Sportfahrwerk, der 500 E wurde um 23 Millimeter tiefer gelegt und lag somit satt auf der Straße. Den bärenstarken E 500 erkennt man an den dezenten Kotflügelverbreiterungen. Mercedes-Benz hat ja derzeitig erneut an der Nomenklatur gefeilt, das passierte im Jahre 1993 auch schon mal und aus dem 500 E wurde der E 500, da dieses Fahrzeug hier aus dem Jahre 1994 ist, ist das ein E 500. Doch Namen und Nummern sind doch Schall und Rauch. 5 Jahre lang lief er vom Band und man muss wirklich gut suchen um gut erhaltene Fahrzeuge zu finden und die werden dann auch zu “guten Preisen” gehandelt. Ich hatte übrigens gerade schon den Begriff Sportwagen benutzt, der 500 E wurde zusammen mit Porsche entwickelt und dort sogar zum Teil gefertigt. Der E 500, der wurde dann komplett von Mercedes-Benz hergestellt. Der 500 E kostete im Jahr 1991 mindestens 134.520,00 DM, 1994 waren es dann schon 145.590,00 Mark für den E 500. Inzwischen steigen die Preise von den Fahrzeugen, gut erhaltene Modelle haben jetzt schon die Preise von Neufahrzeugen erreicht.

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So, dann spielen wir doch mal eine Runde Auto-Quartett mit Moritz. Mein Fahrzeug hat 5,0 Liter Hubraum – was hat wohl seiner?

Video / Fotos: Das ist der neue VW T6 – der Bus – der Bulli – der Transporter! Die Generation Six!

Das wurde aber auch mal Zeit. Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge stellte in Amsterdam die sechste Generation der Transporter-Baureihe vor. Das Erfolgsmodell wird nunmehr seit 65 Jahren gebaut und allein die fünfte Generation wurde knapp zwei Millionen Mal in 12 Jahren verkauft.

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Das Exterieur wurde nicht stark verändert. Präzise Linien und Kanten ziehen sich von der Frontpartie bis ins Heck fort, was eine einheitliche Optik „wie in einem Stück gegossen“ erzeugt. Als Basis für alle T-Modelle dient das Nutzfahrzeug. Nach dem Transporter kommt quasi der Caravelle, der erstmals als Highline bestellbar ist. Die Top-Variante ist dann der Multivan, dessen Variabilität und Raumangebot besonders Familien und Outdoor-Sportler schätzen.

Je nach Modell und Anforderung ist der Innenraum sowohl mit seinen Materialien als auch mit seinen Ablagemöglichkeiten entweder sehr praktisch bei den Transporter-Versionen oder besonders edel und individuell beim Multivan. Die Nutzungsmöglichkeiten des Innenraums sind alles in allem sehr variabel, auch durch die elektrischen Sitze. Über die, auf Wunsch mit Zuziehhilfe ausgestattete oder ganz elektrisch zu betätigende, Heckklappe lässt sich der Transporter beladen.

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In der neuen Transporter-Baureihe kommt eine neue TDI-Motoren-Generation zum Einsatz. Der TDI-Motor mit 2,0 Litern Hubraum hat wahlweise 62 kW (84 PS), 75 kW (102 PS), 110 kW (150 PS) oder 150 kW (204 PS). Der 2,0 Liter Vierzylinder- Benziner leistet entweder 110 kW oder 150 kW. Die Euro5 und Euro6-Motoren verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System und sollen etwa einen Liter Kraftstoff (im Schnitt 15%) gegenüber der Vorgängergeneration sparen.

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Die adaptive Fahrwerksregelung Dynamic Cruise Control (DCC) ist neu für die T-Baureihe. Mit ihr kann das Fahrzeug an die drei Fahrmodi Komfort, Normal und Sport angepasst werden. Die elektrisch einstellbare Dämpfung stellt sich dann via vorgewähltem Programm dem ausgewählten Fahrstil an.

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In Puncto Sicherheit bieten sowohl der Transporter, der Multivan und der Caravelle eine gute Ausstattung, die zum Teil schon serienmäßig an Bord ist, wie zum Beispiel das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ im Multivan Business. Es soll den Fahrer in kritischen Situationen optisch, akustisch und mit einem leichten Bremsruck warnen, um Kollisionen zu vermeiden. Erkannt werden diese Situationen per Radar. Die automatische Distanzregelung („ACC“) kann das Fahrzeug in Verbindung mit dem DSG automatisch abbremsen, dies soll vor allem in Kolonnen oder in Stausituationen hilfreich sein. Die City-Notbremsfunktion soll bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h unterstützen und bei einem Hindernis automatisch abbremsen. Die Multikollisionsbremse ist im Transporter serienmäßig verbaut. Optional bekommt man den „Light Assist“, der das Fernlicht selbstständig ein- und ausschaltet. Fahrzeuge mit Multifunktionsanzeige sind serienmäßig mit der „Müdigkeitserkennung“ ausgestattet. Auf Wunsch intergriert ist die elektronische Sprachverstärkung, die die Stimme des Fahrers automatisch über die Lautsprecher der Radioanlage an die Passagiere verstärkt widergibt. Für alle Fahrzeuge mit dem Allradantrieb 4MOTION gibt es auf Wunsch den Bergabfahrassistenten, für den Anhängerbrtrieb kann man die elektronische Gespannstabilisierung ordern. Eine neue Frontscheibenheizung steht zu guter letzt auch noch auf der Ausstattungsliste.

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Alle Geräte sind mit einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung ausgestattet, was die Sicherheit beim Fahren erhöhen soll. Außerdem verfügt der 6,33 Zoll große Bildschirm über eine Annäherungssensorik. Nähert sich eine Hand, schaltet das System in den Bedienmodus, danach wird per Wischbewegung gesteuert. Die je nach Ausstattungsumfang verbaute Mobiltelefon-Schnittstelle “Comfort“ beinhaltet eine induktive Antennenkopplung an die Fahrzeugmobilfunkantenne, einen USB-Anschluß und eine Ablage für das Mobiltelefon. Die Navigationsgeräte „Discover Media“ und „Discover Media Plus“ sind mit den Guide & Inform Diensten von Car-Net ausgestattet, um den Internetzugang zu gewährleisten.

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Das Sondermodell „Generation SIX“ wird exklusiv zur Markteinführung angeboten. Es basiert auf dem Multivan Comfortline, aber mit diversen Ausstattungsumfängen ergänzt und aufgewertet. Serienmäßig sind die Privacy-Verglasung, LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht sowie das Chrompaket. Als Option bekommt man vier verschiedenen Lackierungen mit passenden Dekorelementen sowie die 18-Zöller „Disc“ im Retrodesign in zwei unterschiedlichen Farbgestaltungen. Assistenten sind auch einige ab Werk inklusive, beispielsweise der Parkpilot vorn und hinten, der Side Assist mit elektrisch anklappbaren Spiegeln, die Geschwindigkeitsregelanlage und die Adaptive Cruise Control (ACC). Für weiteren Komfort sorgen die Radioanlage Composition Media, spezifische Alcantara-Sitze, ein Multifunktionslenkrad, eine Sitzheizung und eine Climatronic. Lenkrad, Schalthebel und Fußmatten sind farblich abgesetzt beziehungsweise umrandet.

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Die Basispreise entsprechen in etwa denen des Vorgängers oder auch leicht darunter. Der Transporter startet bei 27.412 Euro für den 62 kW-TDI, der Multivan beginnt bei 29.952 Euro für den Multivan Conceptline mit 62 kW-TDI. Der bisherige Startline wird durch den aufgewerteten Trendline erstetzt, dieser startet bei 34.301 Euro.

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Erstes Fazit: Kein neues Modell, aber ein gutes Facelift. Die Veränderungen beim Design muss man suchen, aber unter der Karosserie hat sich einiges getan, man darf also gespannt sein wie er sich fährt.

Was für ein Traumwagen: Der neue Porsche Boxster Spyder!

Der neue Porsche Boxster Spyder braucht für den Sprint von 0 auf 100 km/h mit 4,5 Sekunden länger als der neue Audi RS3, mit einer Höchstgeschwindigkiet von 290 km/h ist er langsamer als der VW GTI Supersport und mit einem NEFZ-Verbrauch von 9,9 Liter auf 100 km ist er sowieso viel zu durstig.

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Merkt ihr was? Ich suche gerade Gründe um mir diesen Traumwagen wieder aus den Kopf zu schlagen. Wie ein Blitz schoss der neue Spyder in meinen Kopf. Das mag an dem 3,8 Liter 6-Zylinder Boxer liegen, eventuell auch an den 375 Pferdestärken bzw. dem maximalen Drehmoment von 420 Nm. Eventuell liegt es auch an der Tatsache, dass es den Spyder nur mit einer 6-Gang Handschaltung gibt?

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Hier werden die Gänge noch gerissen! Purer Fahrspaß!  Bei mir liegt es aber vermutlich an der Optik. Sorry Porsche, ich brauche nun keinen Elfer mehr, ich will ein Porsche Boxster Spyder oder einen Porsche Cayman GT4. Während man den oben aufgeführten VW GTI Supersport nicht real kaufen kann, kommt der Porsche Boxster Spyder bereits im Juli zu einem Basispreis von 79.945 Euro auf den Markt und ist ab sofort beim Händler bestellbar, ich such mal eben mein Sparschwein.

Fotos: © Porsche 2015