Was passiert in einer Crashanlage? Wie funktioniert ein Crash-Test?

Diejenigen die den Blog hier schon länger verfolgen wissen, dass ich ein großer Fan von dem Euro NCAP Crash Test bin. Ich schaue mir die Videos wirklich gerne an und erfreue mich auch an der Tatsache, dass die Autos in den letzten Jahren immer sicherer geworden sind. Okay, nicht alle – aber ganz ehrlich: Die Fahrzeuge die beim Euro NCAP Crash Test durchfallen, die würde ich sowieso nicht einmal meinem schlimmsten Feind empfehlen.

Die in den Fahrzeugen verbauten Werkstoffe müssen ja ein sehr breites Spektrum an Anforderungen abdecken. Zum einen muss die Festigkeit sicher gestellt werden, dann noch die Belastbarkeit, die Wirtschaftlichkeit, das Gewicht darf nicht aus dem Rahmen fallen und zum Schluss muss das Material auch noch zum Design des Fahrzeuges passen. Ein modernes Fahrzeug besteht aus einem bunten Mix von verschiedenen Materialien, denn es gibt keinen Stoff auf der Welt, der alle unterschiedlichen Anforderungen erfüllen kann… und wenn man ihn erfinden würde, würde vermutlich irgendein Controller sagen: “Zu teuer!”, denn im Einkauf liegt der Gewinn, das gilt auch bei der Herstellung von Fahrzeugen. Doch zurück zum Crash Test, denn das Zusammenspiel aller Materialien muss natürlich getestet werden. Die Unternehmen / Hersteller simulieren dieses zunächst am Computer, doch früher oder später muss das Fahrzeug dann auch noch auf Herz und Nieren getestet werden. Dann zeigt sich, ob das Material hält was es verspricht. Ob die kraftschlüssigen Verbindungen einen Unfall überstehen, was mit den unlösbaren Verbindungen (geschweißt oder geklebt) bei einem Crash passiert usw.

Jan Gleitsmann von Ausfahrt.TV war nun in Alzenau bei Continental. Die haben eine eigene Crash-Anlage und die Automobilindustrie kann dort ihre eigenen Crashtests durchführen. In dem Video selbst sieht man zwar keinen Test, erfährt aber wie ein Crash Test durchgeführt wird, wie die Daten ermittelt werden, was ansonsten noch so dort vor Ort passiert und Karsten Wolf (der Experte von Continental) beschreibt ganz schön die einzelnen Schritte.

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