Archive for the Angetestet Category

Fahrradhalterung für iPhone 6 Plus : Topeak Ride Case!

Was mache ich eigentlich mit meinem iPhone 6 Plus wenn ich auf dem Fahrrad unterwegs bin? Ich nutze Runtastic um die Geschwindigkeiten zu messen, dafür muss das iPhone zwar nicht unbedingt am Lenker sein, aber besser ist es irgendwie schon. Daher habe ich mir nun das Topeak Weatherproof Ride Case für iPhone 6 Plus gekauft. Das wird einfach über den Vorbau auf die Head-Set-Kappe geschraubt und man kann es auch in den Landscape Modus drehen. Sichtbarkeit des Displays bei Sonne = Null, wenn man mit seinem eigenen Körper „Schatten macht“, dann geht es. Die Bedienbarkeit via Touch-Screen ist etwas beeinträchtigt, aber ihr sollt ja auch fahren und nicht am iPhone rumfummeln. Die Halterung wirkt stabil, ob sie auch das hält was sie verspricht werden weitere Testfahrten zeigen. Ich halte euch da auf dem Laufenden!

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2015 Opel Karl – Fahrbericht / Test / Meinung / Kritik!

Autos mit Vornamen gab es schon immer, Alfa Giulia, die Giuletta, der Ferrari Dino, den Toyota Carina, die Lotos Elise, die Borgward Isabella, der VW Fridolin. Aber auch ganz aktuelle Bespiele gibt es, so z.B. die Renault Zoe, den Opel Adam und nun halt auch der Opel Karl. Karl, mit K geschrieben. Der Namensgeber war einer der Opel-Söhne, der hieß halt so. Tradition verpflichtet, der nächste Opel wird also bestimmt Fritz heißen.

Doch schauen wir uns nun mal den Opel Karl etwas genauer an. Den neuen Opel Karl kommt in drei verschiedenen Ausstattungslinien. Der Einstieg in die Welt des Opel Karl ist der Selection ab einem Preis von 9.500 Euro. Darüber positioniert ist der Opel Karl Edition (den es ab 10.650 Euro gibt) und das Beste bringt der Opel Karl Exklusiv mit sich. Der kostet mindestens 12.900 Euro. Was für einen Karl würde ich nehmen? Natürlich den mit der besten Ausstattung, den Opel Karl Exklusiv.

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Unter der Motorhaube gibt es allerdings keine großen Unterschiede, denn da gibt es Einheitsbrei, besser gesagt einen 1.0 Liter 3-Zylinder mit einer Leistung von 75 PS. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles 5-Gang Getriebe über die Vorderachse. Hier gibt es keinen Turbolader, sondern einen kernig klingenden 3-Zylinder der den Opel Karl beschleunigen darf.

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Beschleunigungswunder darf man natürlich nicht erwarten, schließlich liegt hier nur ein maximales Drehmoment von 95 Nm an der Kurbelwelle an, aber untermotorisiert ist der 939 kg schwere City-Flitzer mit dem EU6-Antrieb auch nicht. Mein 90 PS Opel Corsa B (den hatte ich im Jahre 1998) war auch nicht wirklich schneller und vor allem war er a) teurer und b) nicht so gut ausgestattet.

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Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Opel Karl innerhalb von 13,9 Sekunden. Von 80 km/h auf 120 km/h benötigt der City-Flitzer 22,9 Sekunden im 5. Gang – ihr merkt schon, sein Revier ist die Stadt, eventuell auch mal die Landstraße aber sicherlich nicht die Autobahn. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h und ist dann vermutlich Lichtjahre später auch endlich erreicht, ich habe vorher – auch aus Gründen der Verkehrsrichtlinien hier in den Niederlanden und aus Angst vor Blitzern – aufgegeben.

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Der kombinierte NEFZ-Verbrauch wird mit 4,5 – 4,3 Liter Kraftstoff auf 100 km angegeben. Der Tank verfügt über ein Fassungsvermögen von 32 Liter, die maximale Zuladung liegt bei 375 kg! Reichweiten von 500 km sind also möglich. Mein meiner, zugegeben kurzen, Probefahrt hatte ich einen Durchschnittsverbrauch von 6,8 Liter auf 100 km, dafür habe ich aber auch einen Ampelsprint gegen Moritz Nolte gewonnen.

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Man muss nicht groß sein um groß zu sein, der Opel Karl ist 3,67 Meter lang, inkl. Außenspiegel 1,87 Meter breit und 1,47 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,38 Meter und vorne, aber auch hinten kann man gut einsteigen, denn der Opel Karl verfügt immer über 4 Türen und über eine Heckklappe.

Keine große Klappe, denn dahinter versteckt sich ein frei verfügbares Volumen von nur 206 Liter, legt man die Rückbank um (beim 4 Sitzer komplett, beim 5 Sitzer im Verhältnis 60/40 möglich) dann steht ein Volumen von bis zu 1013 Liter zur Verfügung. Die Ladekante ist 71 cm hoch. Das Dach darf man nicht belasten, das ist gerade wegen dem kleinem Kofferraum ein Kritikpunkt für diejenige die den Opel Karl ggf. als alleiniges Fahrzeug im Auge haben.

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Ein Lademeister ist er aber nicht, der Opel Karl überzeugt eher durch seinen kleinen Wendekreis von ca. 10 Meter (hier kann man auch noch mal die Servolenkung in einen „noch leichtgängigeren City-Modus“ schalten) und seinem durchaus hochwertigen Eindruck zum minimalen Einstiegspreis.

Mit 9500 Euro steigt der Kleinstwagen günstiger als die Mitbewerber ins Geschäft ein, er ist der günstigsten Einstieg in die Opel-Welt und hält auch die Mitbewerber hinter sich. Der VW Up zum Beispiel kostet mindestens 9975 Euro und für einen Hyundai i10 müssen auch 9950 Euro bezahlt werden. Einen Nissan Micra gibt es erst ab 11.400 Euro. Günstiger wäre z.B. der Skoda Citigo, denn der startet mit einem 60 PS Antrieb ab 8970 Euro, aber mit einer gleichwertigen Ausstattung, wird der dann auch schnell wieder teurer.

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Was gibt es für unter 10.000 Euro? Der Opel Karl verfügt serienmäßig bereits über ein Antiblockiersystem, über eine elektronische Stabilitätskontrolle, über eine Traktionskontrolle und über einen Berganfahrassistenten. Wer, und ich glaube das werden viele tun, eine exklusive Version nehmen dann gibt es auch eine Klimaautomatik, einen Spurhalteassistenten (so einen nervigen Piepser, den man auch abschalten kann), elektrische Fensterheber vorne und hinten (sogar vom Fahrersitz bedienbar – eat this Volkswagen Konzern), ein Lederlenkrad mit Fernbedienung, ein Infotainmentsystem und in die Radkästen ziehen 15″ Räder ein wo sich in der Basis 14 Zöller drehen. Optional gibt es hier auch 16″ Felgen, das steht dem Karl dann auch ausgesprochen gut.

Wie fährt er sich? Überraschend gut! Ehrlich gesagt, habe ich den Opel Karl unterschätzt. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung macht einen guten Job, das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt und das Fahrverhalten ist wirklich gut. Richtig gut sogar. Die beheizbaren Sitze vorne sind bequem und für Personen mit meinen Abmaßen (ich bin 1,75 groß) auch für längere Strecken geeignet. Auch hinten habe ich ausreichend Platz, wobei ich hier eher Kinder sehen würde. Zwei Kindersitze passen ohne Probleme, die Gurtlänge ist ausreichend lang, leider mangelt es dem Opel Karl an einer ausreichenden Beleuchtung im Fond.

Was ist mir ansonsten negativ aufgefallen? Es gibt keine Gurthöhenverstellung, das Lenkrad lässt sich nicht axial, also nur in der Höhe verstellen, die Fensterheber hinten gehen nicht komplett runter und obwohl der Opel Karl eine Frontkamera hat (für den Spurhalte-Assistenten) hat er keine Schildererkennung. Gerade hier in den Niederlanden wäre das schon ein Highlight gewesen. Die H4 Scheinwerfer sind sicherlich auch nicht mehr State of the Art, da merkt man dann, dass unbedingt gespart werden musste. Aber unter uns? Ich suche hier gerade die Nadel im Heuhaufen, der Karl ist – für den Preis – ein richtig gutes Auto und meiner Meinung nach Preisverdächtig.

Ab dem 20. Juni steht der Opel Karl beim Händler, wer alle Kreuze macht in der Aufpreisliste der wird derzeitig maximal 15.395 Euro bezahlen, dafür bekommt man eine ganze Menge Auto, ordentliche Materialien und eine wahrlich gute Verarbeitung und auch das Thema Konnektivität wird beim Opel Karl groß geschrieben.

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Opel OnStar, Mirror-Link, Apple CarPlay, hier mangelt es an nichts, wer mag kann en Opel Karl zum mobilen W-Lan Router machen und bis zu sieben Endgeräte ins LTE Netz bringen, wenn die Netzabdeckung denn passt. Zum ersten Mal habe ich nun mehrere Strecken via Apple Car-Play (Android Auto geht auch) navigiert und meine Begeisterung dafür hält sich immer noch nicht in Grenzen, genau so muss die Verbindung zwischem dem iPhone und dem Auto funktionieren. Plug-In & Drive!

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Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, auch KTN genannt, bringt es eigentlich auf den Punkt: „Kurz, knackig, charaktervoll – der Name Karl spiegelt seine Stärken wider. Er ist das ideale Auto für preisbewusste Kunden, die Alltagstauglichkeit mit Komfort und modernen Technologien verbinden möchten.“ und dem kann ich nichts hinzufügen. Kurz: Der Karl ist gut, für den Preis sogar sehr gut.

Fahrbericht: 2015 Audi Q7 3.0 TFSI – der 333 PS Brocken!

Knapp zehn Jahre ist es her, da brachte Audi den ersten Audi Q7 auf den Markt und nun kommt ein würdiger Nachfolger. Ich muss erneut gestehen, dass ich kein Fan bin von den SUVs, vor allem dann nicht wenn Sie vor Schulen oder Kindergärten bzw. als Fortbewegungsmittel von Spielerfrauen zum Einsatz kommen. Ich muss aber auch gestehen, dass man in so einem Gefährt vorzüglich sitzt und die Welt von oben sieht und ich muss wahrlich meine eigene Einstellung überdenken. Das merke ich nun nicht erst beim Audi Q7, aber auch bei dem überdenke ich meine eigentliche Abneigung und finde immer mehr positive Punkte die mich begeistern.

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Ich versuche gerade mich etwas gesünder zu ernähren und auch etwas mehr Sport zu treiben. Mein Ziel, neben der Fitness und der erhöhten Leistungsfähigkeit, ist natürlich die Gewichtsabnahme. Das hat beim neuen Audi Q7 auch geklappt. Je nach Ausstattung und Motor hat der neue Q7 bis zu 325 Kilogramm abgespeckt, der wiegt nun zwar immernoch zwei Tonnen aber das ist schon mal ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung, denn das geringere Gewicht, das verbessert nun spürbar die Fahr- aber auch die Bremsleistungen. Der 3.0 Liter TFSI z.B., der beschleunigt den Koloss innerhalb von 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und dank Luftfahrwerk fühlt man sich als würde man über der Fahrbahn schweben.

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Der optionale 7-Sitzer braucht, auf Grund des etwas höheren Gewichts, 0,2 Sekunden länger, die kann man verschmerzen. Auf die hinteren Sitzplätze (Platz 6 und 7) sollten aber nur Personen bis zu einer Größe von 1,70 klettern, denn sonst wird es schon etwas eng. 3 Kindersitze passen auf die normale Rücksitzbank, alleine damit hat der Audi Q7 schon das Prädikat: „Familienfahrzeug“ verdient.

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Der NEFZ-Verbrauch, der soll bei 8,1 Liter liegen, bitte verlangt nun nicht von mir, dass ich in der Schweiz den überprüft habe, dafür gibt es hier viel zu viele Berge und Kurven. Am Kurveneingang, da muss man natürlich rechtzeitig vom Gas gehen, ansonsten wird man halt von der Elektronik geweckt, die dann die unmanierliche Fahrweise wegbügelt.

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Mit einer Länge von 5,05 Meter ist er ein wahrlicher Klopps, der braucht schon seinen Freiraum im Straßenverkehr und den verschafft er natürlich auch den Insassen. Viel Platz vorne, viel Platz auch hinten und der Kofferraum ist auch nicht zu verachten. 890 Liter – Stich! 2090 Liter bei umgeklappten Sitzen – Trumpf! Kritikpunkt – der Bauform geschuldet – die Ladekantehöhe ist 78 cm hoch und verlangt von mir schon sportliche Bestleistungen um den Q7 ordnungsgemäß zu beladen.

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Sprechen wir über den Innenraum. Wir haben das neue digitale Cockpit, eine neue breite Mittelkonsole mit einem riesigen Touchscreen und die verbauten Materialien sind ein Traum. Leder, Aluminium, Holz – das garniert mit ein paar Applikationen und untermalt mit etwas Klavierlack. Ein Traum. Allein die Haptik ist schon ein Stern wert, die Optik den zweiten und ich habe ehrlich gesagt mich nich getraut am Lack zu lecken, das wäre dann vermutlich der dritte Michelin-Stern. Wäre der Audi Q7 ein Restaurant, er hätte 3 Sterne. Als Hotel bekommt er nur 4, denn ihm fehlt der SPA-Bereich mit Swimmingpool, dabei hat er doch sogar Massage-Sitze.

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Dank der Klimaanlage kann man sich natürlich seine eigene Sauna machen bzw. die eigene Eiskammer, aber in dem 75 Liter großen Tank kann man nicht baden. Kleiner Scherz! Leider kein Scherz: Audi lässt sich den Audi natürlich auch erstklassig bezahlen, schnell erreicht man sechstellige Werte, somit ist denjenigen meine Anerkennung sicher, die sich so ein SUV leisten können und von mir aus darf der Audi Q7 dann demnächst auch vor dem Kindergarten, vor der Schule oder vor dem Fitnesstudio parken.

Für diejenigen die übrigens bemängeln, dass der Innenraum moderner aussieht als die Äusserlichkeiten: Der Fahrer sitzt meistens hinterm Lenkrad und da sieht alles ziemlich modern aus.

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Modern ist auch die Sicherheits-Technik, optional gibt es auch eine Fülle von Assistenzsystemen. Die muss man sich zwar leisten können, doch sollte man, wenn man es kann, nicht gerade an der Sicherheit sparen. Serie sind die Einparkhilfe hinten, die Geschwindigkeitsregelanlage, der einstellbare Geschwindigkeitsbegrenzer, die Pausenempfehlung und das Sicherheitssystem Audi pre sense city. Bei Geschwindigkeiten um die 50 km/h warnt es den Fahrer vor drohenden Kollisionen mit anderen Fahrzeugen und Fußgängern, im Notfall veranlasst es eine autonome Bremsung. Meine Empfehlung: Die 360° Kamera, die lohnt sich bei dem Fahrzeug wirklich.

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Die adaptive cruise control hält den Audi Q7 durch Beschleunigen und Verzögern auf dem gewünschten Abstand zum Vordermann. In der Top-Version, die heißt dann ACC Stop & Go verfügt der adaptive Tempomat auch über einen Stauassistenten. Richtig toll, er erkennt nun Tempolimits und passt die Geschwindigkeit dementsprechend an. Gerade hier in der Schweiz ist das ideal, denn hier kosten Tempoverstöße ja schnell mal ein Monatslohn. Auf gut ausgebauten Straßen kann das Fahrzeug dann auch bei zähflüssigem Verkehr lenken, wenn die gefahrene Geschwindigkeit unterhalb von 65 km/h liegt.

Der Audi active lane assist unterstützt den Fahrer per Kamera und mit kleinen Lenkeingriffen beim Halten der Spur, das ist ganz hilfreich wenn man gerade etwas abgelenkt ist oder sich z.B. dem Apple Car Play gewidmet hat, denn das zieht auch in den Audi Q7 ein.

Geschaltet wird über eine tadelose 8-Gang Wandler-Automatik, die Kraftübertragung geht über alle 4 Räder auf die Fahrbahn und das Differenzial kann bis zu 85 % auf die Hinterachse schieben, wenn die Technik dafür einen Bedarf ermittelt.

Optional liefert Audi die Allradlenkung, ein Lenksystem mit elektrischem Spindelantrieb schlägt die Hinterräder je nach Situation bis zu fünf Grad ein. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenkt sie gegensinnig zu den Vorderrädern. Das soll die Fahrzeugagilität nochmals deutlich erhöhen und natürlich auch den Wendekreis verkleinern.

Serienmäßig rollt der Audi Q7 auf 18 Zöllern aus dem Werk, optional ziehen bis zu 21 “ große Räder in die Radkästen ein und in der nahen Zukunft gibt es unter der Motorhaube nicht nur einen Hybrid Antrieb, sondern auch noch einen 2.0 Liter 4-Zylinder. Der ist Gedacht für die USA und Fernost, habe ich da etwa dem Volvo XC90 unrecht getan? Ist das wirklich die Zukunft? Mehr Leistung, weniger Hubraum.

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Weniger Gewicht, weniger Verbrauch und trotzdem noch ein richtig großer Brocken. Der Audi Q7 ist toll, leider auch voll teuer, aber das steht auf einem anderen Blatt Papier. Los geht es ab knapp 61.000 Euro, dann fangen die – meiner Meinung nach unbedingt erforderlichen – Optionaliäten an und dann sind wir relativ schnell bei 100.000 Euro und mehr, ja dafür bekommt man schon eine schöne Eigentumswohnung, aber die ist nicht so schnell. Mit dem 3.0 Liter TFSI schafft der Q7 Tempo 250, der 3.0 TDI schafft immerhin 234 km/h. Das sind Sportwagen-Werte in einem Segment, von dem ich persönlich noch vor ein paar Jahren behauptet hätte, dass kein Mensch so ein Fahrzeug braucht.

Fahrbericht: 2015 Volvo XC90 D5 AWD Momentum

Der neue Volvo XC90 ist gut. Richtig gut. Aber leider nicht perfekt. Bei einer kurzen Probefahrt im Umland von Frankfurt habe ich mich auf die Suche begeben. Auf die Suche nach Sehenswürdigkeiten und natürlich auch auf Mängel. Entwarnung: In direkter Nähe vom Flughafen gibt es keine Sehenswürdigkeiten und auf dem ersten Blick ist auch der Volvo XC90 mängelfrei.

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Mein Fahrzeug hört auf den klangvollen Namen: Volvo XC90 D5 AWD Momentum. Experten wissen nun, dass ich einen 2.0 Liter Turbo-Diesel unter der Haube habe. Der gibt die Kraft der 225 Pferdestärken und sein maximales Drehmoment von 470 Nm über einen Allradantrieb an alle vier Räder ab. Innerhalb von 7,8 Sekunden beschleunigt der 2.13 Tonnen schwere Volvo XC90 in der Kombination von 0 auf 100 km/h. Der NEFZ-Verbrauch wird mit 5,8 Liter auf 100 km angegeben, die Wahrheit liegt sicherlich bei 1-2 Liter mehr, denn schließlich will man ja auch mal den Sportmodus ausprobieren.

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Bei Fahrveranstaltungen in Deutschland freue ich mich das Fahrzeug auch mal über die Autobahn bewegen zu dürfen, leider gab es hier überall Tempolimits oder verstopfte Autobahnen, so konnte ich die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h nicht erreichen, wohl aber feststellen, dass der Volvo XC90 auch bei höheren Geschwindigkeiten (180 km/h) immer noch schön leise ist im Innenraum.

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Ich bin (und bleibe) 1,75 m groß, daher hatte ich mit der Sitzposition nun gar keine Probleme, weder vorne noch hinten. Vorne habe ich elektrisch verstellbare Sitze und ein manuell verstellbares Lenkrad. Auch die Gurthöhe lässt sich verstellen. Eine gute und bequeme Sitzpostion wurde also schnell gefunden.2015-Volvo-XC90-D5-AWD-Momentum-PS-Diesel-Fahrbericht-Test-Jens-Stratmann-15 Auf den hinteren Sitzplätzen hatte ich viel Beinfreiheit und ebenfalls bequeme Sitzflächen. Alle Materialen die man anfassen kann bzw. muss fühlen sich gut an, hier hat Volvo einen Quantensprung in die Premium-Richtung gemacht.

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Beim Kofferraum stehen einem 314 Liter zur Verfügung, die Ladekante ist 78 cm hoch und das stellt mich schon vor kleine Probleme (beim normalen Fahrwerk). Aber ansonsten bietet der Volvo XC90 (teilweise) optional, alles was man braucht bzw. haben will und stellt dabei manch Premium-Hersteller aus Deutschland in den Schatten.

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Beispiele gefällig? Wie wäre es z.B. mit einem Head-Up-Display, einer Verkehrszeichenerkennung, einem 9″ Touchscreen, eine Klimaautomatik, ein adaptiven Tempomaten mit Stau- und Lenkassistent, einen Totwinkel-Warner, einen Alarm für kreuzende Verkehrsteilnehmer und eine 360° Kamera. Dann könnte ich auch noch erwähnen, dass der Volvo XC90 auch automatisch einparken kann, Apple CarPlay soll auch möglich sein und optional gibt es den Volvo XC90 auch als 7 Sitzer.

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Die beiden hinteren Sitze kann man dann umlegen und schon hat man einen 5-Sitzer mit dem entsprechenden Kofferraum. Legt man die Sitzreihe auch noch um steht ein Volumen von bis zu 1886 Liter zur Verfügung und wenn das Luftfahrwerk verbaut ist, kann man das Fahrzeug per Tastendruck aus dem Kofferraum heraus sogar noch etwas tieferlegen.

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Doch wie fährt er sich? Leichtgängig! Das liegt sicherlich auch am sehr komfortablen Luftfahrwerk, jedoch sitzt man gefühlt nicht in einem (inkl. Beladung) 2,5 Tonnen Geschoss. Nur am Kurveneingang, da merkt man das Gewicht, jedoch wenn es soweit ist hat man es vorher selbst übertrieben. Trotz den (natürlich optionalen) 20″ Felgen kann ich das dem Fahrzeug einen hohen Komfort attestieren. Die Bremsen sind ausreichend groß dimensioniert und dank den ganzen technischen Hilfsmitteln kann man fast fünf Meter langen Volvo XC90, der immerhin 2,14 Meter breit ist, auch durch enge Fahrsituationen manövieren.

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Meine Empfehlung: Wer es sich leisten kann, der sollte sich das Bowers & Wilkins Soundpaket gönnen, was für ein toller Klang und beim Thema „leisten können“ sind wir gerade richtig, denn sprechen wir mal ganz kurz über den Preis: Der Einstiegspreis liegt bei 53.400 Euro, in der Momentum Ausstattungslinie liegt dieser bereits bei 58.430 Euro und mit der optionalen Zusatzausstattung muss man schon – Achtung – 83.945 Euro auf den Verkaufstresen legen. Wer mag, kann da natürlich etwas am Luxus sparen, aber wer will das schon.

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Günstig ist er nicht, aber richtig gut. Auffällig ist er, auffällig anders und natürlich könnte man sagen, dass er einem Audi etwas ähnlich sieht, ggf. auch einem BMW oder Mercedes – doch dann kann ich auch sagen, dass jedes Fahrzeug mit runden Rädern einem Ford Modell T ähnlich sieht. Mit Ford hat der Volvo XC90 nichts mehr zu tun und das steht im ausgesprochen gut.

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Was fehlt mir? Nennt mich Umwelt-Sau, von mir aus auch Idiot, aber mir fehlt ein V8! Kein Scherz! Ich glaube, dass dieses Premium-SUV vor dem Kindergarten untermotorisiert ist, nicht für den Alltag, nein auch nicht für 90% der Nutzungsfälle, ganz und gar nicht, aber solange die Mitbewerber solche Motoren im Sortiment haben und brüllende SUV auf den Markt bringen, wird Volvo es schwer haben auch die Kunden zu erreichen, das liegt sicherlich auch daran, dass sie rein preislich in der gleichen Klasse spielen. Positiv loben möchte ich, dass trotz der Digitalisierung der Tasten und Bedienungselemente der Lautstärke-Drehregler geblieben ist. Lustiger Fun-Fact, das Handschuhfach öffnet man nun auch per Tastendruck. Von der Mittelkonsole. Da war wohl noch Platz.

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Platz bietet er, Platz braucht er, 71 Liter Kraftstoff finden ihren Platz im Tank und sicherlich wird der Volvo XC90 auch in vielen Garagen seinen Platz finden, da hat ein Hersteller seine Hausaufgaben gut gemacht.