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Category Archives: Angetestet

Angetestet: Ford F150 3.5 EcoBoost V6 – der Ego-Booster!

15. Juni 2013 17:40 / Hinterlassen sie einen Kommentar / Jens Stratmann
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Was für ein Auto! Anstatt EcoBoost hätte das Fahrzeug auch das Prädikat EgoBoost verdient. Nicht wegen dem 3,5-Liter-EcoBoost-V6 mit 370 PS, der durchaus einen guten Job erledigt, nein wegen der unfassbaren Größe. Es wundert mich nach der kurzen Probefahrt nicht mehr, dass ich bei diversen USA-Trips zahlreiche Ford F150 gesehen habe. Platz, Platz und nochmal Platz. Der Ford F 150 bietet im Innenraum mehr Getränkehalterungen als eine fünfköpfige Familie nutzen kann.

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Was ist das für ein Typ?

Er ist ein Kerl! Ein ganzer Mann! Ja, verdammt! So ein Ford F150 ist verdammt männlich, maskulin, groß und sogar artig. Er lässt sich fahren wie ein PKW und das obwohl der F150 ein Nutzfahrzeug durch und durch ist.

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Kann ich mich darin sehen lassen?

Übersehen wird man mit diesem Gefährt nicht, der neue Kühlergrill sorgt sogar auf der Autobahn für Überholprestige, auch wenn wir mit dem Ford F150 nicht über 160 km/h schnell unterwegs waren. Geschaltet wurde im Ford F150 Limited über eine 6-Gang Automatik und die Kraft der 370 PS starken Doppelkabine gingen optional über alle 4 Räder auf die Straße.

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Ist er praktisch und familientauglich?

Er ist zu groß für die Stadt, bietet dank der offenen Ladefläche über keinen geschlossenen Gepäckraum und das einsteigen mit Kindern kann schon zu einem Problem werden. Da helfen dann die automatisch ausklappenden Trittbretter auch nicht, auch wenn diese einen recht imposanten Eindruck hinterlassen.

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Höhepunkt?

Das Gefühl! Es ist ein grandioses Gefühl in so einem Fahrzeug. Begründet vermutlich auch auf Grund der Tatsache, dass man so ein Gefährt, hier in Deutschland, nicht an jeder Straßenecke sieht. Die Außenspiegel sind wie das Fahrzeug: Riesig! Die Ablageflächen: Riesig! Die Ladefläche: Riesig! Das ganze Fahrzeug: Riesig! Riesig sind auch die Einstellmöglichkeiten: Lenkrad, Gurt, Sitz und Pedale, alles lässt sich elektrisch einstellen.

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Selbst das Display vom Infotainmentsystem ist riesig:

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Tiefpunkt?

Da wird es sicherlich einige geben, doch in der Kürze der Zeit habe ich keinen Punkt gefunden der mich auf dem ersten Blick stört.

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Kann ich ihn mir leisten?

Ca. 55.000 US $ würde mein F 150 kosten, dafür hätte ich dann aber auch schon so Highlights wie das Schiebedach, das sich öffnende Heckfenster, die Klimaanlage und natürlich auch den Tempomat inklusive. Blattfedern, ein Endrohr vor dem hinteren rechten Rad, ja das sind alles Dinge die ich mir durchaus gerne leisten würde.

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Fazit?

Es war ein toller Ausflug in die US-Welt von Ford. Eine Welt in der alles etwas größer und leistungsstärker ist. Dank Importeuren wird sich sicherlich auch der ein oder andere F-150 Limited nach Deutschland schaffen und das ist auch gut so. In den Radkästen drehen sich übrigens 22″ Alu-Felgen und die sehen, mit Verlaub, in den Radkästen nun nicht gerade “riesig” aus.

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Ein ungleiches Duell? Ford F150 vs. Ford Fiesta ST, wie sich der ST bei der ersten Probefahrt geschlagen hat, das könnt ihr hier nachlesen: Ford Fiesta ST 2013

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Erstellt in: Angetestet, Ford / Getaggt mit: 2013 Ford F150, Ford F150, Ford F150 2013, Ford F150 Deutschland, Ford F150 Ecoboost, Ford F150 Importeur, Ford F150 Limited

Angetestet: Ford Fiesta ST 2013

15. Juni 2013 17:38 / 2 Kommentare / Jens Stratmann
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Das der aktuelle Ford Fiesta ein Selbstläufer ist dürfte klar sein, dass von dem sportlichen Ford Fiesta ST seit März 2013 allerdings schon 3000 Stück bestellt wurden hat mich wirklich gewundert. Der kleine Flitzer beschleunigt von 0 auf 100 in 6,9 Sekunden, schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h und soll im Verbrauch sparsamer geworden sein.

Ich bin den neuen Ford Fiesta ST heute einmal kurz gefahren, zu kurz für einen Fahrbericht, aber einen ersten Eindruck konnte ich schon gewinnen. Kommen wir nun also zu den typischen “Angetestet”-Fragen:


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Was ist das für ein Typ?

Ein kleines Kraftpaket! Der 1,6 Liter Ecoboost-Benzinmotor hat 182 PS unter der Haube und sorgt mit einem Drehmoment von 240 Nm (kurzzeitig 290 Nm dank Overboost). Die Werte klingen gut, oder? Besser klingt der kombinierte Verbrauchswert von 5,9 Litern den man bestimmt erreichen kann, aber vermutlich nicht erreichen will. Das in Lava-Rot lackierte Testfahrzeug war mit einem 6-Gang Getriebe ausgestattet. Kurze und vor allem knackige Schaltwege machen die richtige Gangwahl zum Vergnügen.

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Kann ich mich darin sehen lassen?

Für einen Kleinwagen bietet er einige optische Highlights ohne den Proll-Faktor zu überreizen. Große Lüftungsöffnungen vorne, Heckspoiler, Seitenschweller, doppelte Auspuffanlage und rote Bremssättel hinter den formschönen 7,5 x 17″ Alufelgen. Die Front erinnert mich etwas an einen Aston-Martin, was in dem Fall natürlich als Kompliment gemeint ist.

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Ist er praktisch und familientauglich?

Zwei Türen und eine hohe Ladekante sprechen gegen die Familientauglichkeit. Der Kofferraum ist allerdings gar nicht so klein. Mit einem Volumen von 281 Litern schluckt er vermutlich 3 kleine Reisetaschen oder halt den typischen Einkauf. Ein Kinderwagen dürfte dort allerdings fehl am Platze sein.

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Höhepunkt?

Die beheizten Recaro-Sitze! Herrlich! Ich saß schon in reinrassigen Sportfahrzeugen deutlich schlechter und vor allem nicht so hochwertig. Damit der Fahrer einen kühlen Kopf behält gibt es eine Klimaanlage und weil Rennfahrer viel trinken müssen gibt es ausreichend Becherhalter und Ablagen. Das Fahrzeug hängt verdammt gut am Gas, bringt die Leistung ohne Probleme auf die Vorderachse.

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Tiefpunkt?

Das Display vom Infotainmentsystem, in der Größe ist es meiner Meinung nach einfach nicht mehr zeitgemäß. Gegen Aufpreis gibt es da aber wohl Abhilfe. Die Tatsache, dass es keine Gurthöhenverstellung gibt muss ich auch noch kurz erwähnen.

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Kann ich Ihn mir leisten?

Los geht es bei ca. 20.000 Euro, das Testfahrzeug hatte einen Preis von 23.370 €. Dafür gab es dann aber auch schon das Lederpaket, die beheizbare Frontscheibe (absolute Kaufempfehlung!), den Tempomat und das Keyless-Go System! Unter der Motorhaube versteckt sich natürlich auch ein dezenter Hinweis auf die leistungstechnische Überlegenheit.

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Fazit?

ST = Spaßiger Tag! Der Ford Fiesta ST ist ein kleiner Kurvenräuber, schiebt selten über die Vorderachse, bringt die Leistung gut auf die Straße und bereitet wirklich Fahrfreude. Sein Revier sind die Serpentinen, sein Klang (trotz Sound-Composer im Innenraum) allerdings nicht mörderisch. Im Innenraum stört mich die Bedienung vom Infotainmentsystem, das ist für mich persönlich einfach zu überfrachtet, weniger ist da mehr.

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Erstellt in: Angetestet, Ford / Getaggt mit: Fiesta ST 2013, Ford Fiesta ST, Ford Fiesta ST Fotos, Ford Fiesta ST Kofferraum, Ford Fiesta ST Test

Classic Review: Audi Ur-quattro – Audi quattro – Der UR-Audi!

14. Juni 2013 09:55 / 3 Kommentare / Jens Stratmann
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Ich kann wirklich verstehen warum im Jahre 1988 einige etwas über 85.000 DM für diesen automobilen Traum ausgegeben haben. In den Jahren 1980 bis 1991 verließen gerade mal 11.452 Audi quattro (auch gerne Ur-Quattro genannt) die heiligen Audi Hallen. Unser Modell hat einen 2,2 Liter Reihen 5-Zylinder unter der Motorhaube. Dank dem permanenten Allradantrieb schaufelt der Motor die 200 PS bzw. die 230 Nm an alle 4 Räder und sorgt nicht nur dank dem Leergewicht von nur 1,3 Tonnen für überzeugende Fahrwerte.

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Die Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h haben Jan Gleitsmann und meine Wenigkeit beim Ausfahrt.TV Videodreh nicht auf dem digitalen Mäusekino gesehen, doch auch so waren die Beschleunigungswerte schon imposant. Hier seht ihr nach dem Opel Commodore B – Video direkt schon den zweiten Klassiker (der mit seinen 25 Jahren natürlich noch ein Youngtimer ist):

Beeindruckend fand ich den Verbrauch. Rein theoretisch hätte ich den Audi Urquattro vermutlich mit einem Verbrauch von 8 Litern fahren können. Wir sind am Schluss bei 12 gelandet, ich darf gestehen, dass mein alter Opel Corsa denselben Verbrauch hatte aber nicht so viel Fahrfreude gebracht hat.

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Was heute selbstverständlich ist, war damals Luxus! Purer Luxus: Klimaanlage, Radio mit Kassette, Sitzheizung, Ledersitze vorne und hinten, elektrische Fensterheber, Bordcomputer, digitaler Tacho (Mäusekino genannt), Scheinwerferreinigungsanlage, 5-Gang Getriebe, elektrisch ausfahrbare Antenne und ein Stahl-Hubdach (manuell zu öffnen). Toll! Mehr braucht man nicht, das ABS war damals noch abschaltbar, die Differenzialsperre einstellbar und so wurde der Audi quattro zum Rennwagen für die Straße.

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Das Fahrwerk sportlich straff, die Lenkung im Vergleich sehr direkt und nur die Bremsen (Scheibenbremsen vorne und hinten) haben mich etwas enttäuscht. Wie im Video erwähnt, früher kann ja nicht alles besser gewesen sein. Der Urquattro war schon immer ein Traumwagen von mir, als kleiner “Bub” sah ich nicht nur die Werbung, ich sah auch einige Fahrzeuge auf der Straße, hatte ein Modellauto und hab immer “Walter Röhrl” nachgespielt. Der Motor übrigens ein Traum: Daran könnte man in der Tat noch selber schrauben, fast alle wichtigen Bauteile sind gut zu erreichen und nicht durch irgendwelche kosmetischen Abdeckungen versteckt:

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Was soll ich sagen? Ich saß gestern in dem Fahrzeug, fuhr ein paar Stunden über die Straßen von Ingolstadt und Umgebung und es fühlte sich einfach großartig an. Die 215/50 Dunlop Reifen auf den 8 x 15″ Felgen versuchten erst gar nicht den Kontakt zur Fahrbahn zu verlieren, nach ca. 7-8 Sekunden war man auch schon bei Tempo 100 km/h und das Mäusekino zeigte dank Bordcomputer nicht nur den Verbrauch sondern auch schon die Restreichweite an. Der Audi quattro war damals ein Meilenstein, nicht nur was den Vortrieb und den Antrieb betrifft sondern auch das Styling. Viele Tuner namen sich das Bodykit zum Vorbild. Die Stoßstangen vorne und hinten, den Heckspoiler, die verbreiterten Radläufe (die so wunderschön eckig bzw. kantig sind). Hach, ich komme schon wieder ins Schwärmen, doch bei dem Fahrzeug werdet ihr mir das verzeihen.

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Vielen Dank an das Team von Audi Tradition für die Erfüllung dieses Wunsches, ich möchte keine Namen nennen, sondern einfach nur mal Danke sagen. Danke, dass es Menschen wie euch gibt, die sich um die Tradtion eines Herstellers kümmern – denn ohne Tradition und Vergangenheit gibt es keine Zukunft. Das sieht man ja auch sehr schön beim Audi 100 Coupé und dem A7!

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Erstellt in: Angetestet, Audi, Fahrberichte, Oldtimer / Youngtimer, Schönes Altmetall / Getaggt mit: 1988 urquattro, Audi quattro, audi quattro 200 ps, audi quattro antrieb, audi sammlung, audi tradtion, audi ur-quattro, audi urquattro

Nissan 370Z Nismo Fahrbericht – Test – Video – das volle Programm!

12. Juni 2013 20:06 / 1 Kommentar / Jens Stratmann
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Rein optisch gesehen erkennt man den Nissan 370Z Nismo auf den ersten Blick. Der 344 PS starke Flitzer verfügt nämlich über rote Zierstreifen die sich wie ein roter Faden um den Sportwagen schlängeln. Ganz nebenbei gibt es natürlich auch die sportliche Frontspoilerstoßstange, einen Heckspoiler und einen Diffusor der ebenfalls für einen verbesserten Anpressdruck sorgen soll. Nissan Motorsport hat dem Nissan 370Z das Optikpaket verpasst, die Mehrleistung von 16 PS gegenüber dem serienmäßigen 370Z spürt man allerdings nicht, bzw. ich spüre die nicht. Gesehen habe ich allerdings die rot lackierten Bremssättel, die durch die dunkelgrauen 19″ RAYS Alufelgen durchblitzten.

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Kommen wir kurz zurück zu den Bremssätteln. Fest im Sattel sitzen quasi die 355er Bremsscheiben vorne und die 350er Scheiben an der Hinterachse die für die negative Beschleunigung verantwortlich sind. 245/40er Reifen drehen sich im vorderen Radkasten, hinten sind es sogar 285/35er die den Radlauf nicht nur optisch ausfüllen. Ideal ist auch die Gewichtsverteilung beim Nissan 370Z Nismo (53/47) und ja, verdammt dieses Fahrzeug ist agil. Das man den 72 Liter Tank unterschiedlich schnell leeren kann dürfte außer Frage stehen, oder?

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Doch ist das zündfähige Gemisch erstmal in den Brennkammern des 3,7 Liter Aggregats gibt es kein halten mehr, ein paar Millisekunden später sind die Abgase schon veredelt und durchströmen die Sportauspuffanlage. Ein Klang der mir allerdings keine Gänsehaut beschert, für mich hätte er ruhig noch etwas lauter sein dürfen. Ich mag sowas, bin ich deswegen ein schlechter Mensch? Nein!


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Musik höre ich gerne über mein iPhone bzw. über Spotify. Das funktioniert mit dem großen Navigationsystem von Nissan tadellos und der Sound der verbauten Bose-Anlage ist auch vollkommen in Ordnung. Im Innenraum gibt es Alcantara und Leder – am Lenkrad! Eine Mittelmarkierung (natürlich in rot) am Lenkrad und elektrisch verstellbare Sportsitze (ebenfalls mit roten Nähten).

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So, hier ist das Ausfahrt.TV-Video von Jan Gleitsmann und meiner Wenigkeit. Ihr seht den Sprint von 0 auf 100 km/h, einige Fahrszenen, die Highlights vom Nissan 370Z, den Innenraum und natürlich auch den Kofferraum. Ganz zum Schluss gibt es ein Fazit und eine ehrliche Kritik am Optikpaket:

Nissan spricht von einem Sprintwert von 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, geschaltet wird über ein kurzes, knackiges, eng abgestuftes 6-Gang Schaltgetriebe. Der Nissan Nismo 370Z verfügt dabei auch über die Drehzahlsynchronisation namens “Syncro Rev Control” – sagen wir mal so: Das Fahrzeug gibt Zwischengas!

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Der neue Nissan 370Z Nismo ist für 44.900 Euro bestellbar. Dafür erhält man den aktuell stärksten Z mit Straßenzulassung, angetrieben durch einen 3,7-Liter-V6-Motor gibt er die Kraft von 371 Nm an die Hinterachse ab. Ein Nissan 370Z Cabrio / Roadster von Nismo wird es vermutlich nicht geben. Spaß macht er auch geschlossen, auch wenn mir persönlich der Nissan 370Z ohne Spoilerwerk besser gefällt. Da darf gerne der persönliche Geschmack entscheiden, für 44.900 Euro bekommt man einen sportlichen Wagen der eine Menge Fahrspaß vermittelt, eine tolle Kurvenlage hat und sich sehr sportiv durch die Kurven fahren lässt. Die Elektronik bremst die übermütigen Fahrer wieder ein, genau so soll es sein. Damit die Käufer auch stets die schönsten Routen finden gibt es beim Nissan 370Z Nismo das Navigationssystem bereits ab Werk dabei, na wenn das kein Grund ist sich nun auch mal auf eine Probefahrt zu begeben.

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Der 2-Sitzer ist ehrlich, abgrundtief – Kinder auf der Rücksitzbank gibt es hier nicht, das ist ein Fahrzeug für Mutti und Vati, wenn die Kinder entweder noch geplant, schon außer Haus oder zu Haus sind. Hart ist er, straff wäre untertrieben. Der Nissan 370Z Nismo ist halt kein Pseudosportwagen, hier stimmen Leistung, Antrieb, Fahrwerk. Der ideale Zweitwagen, müsste ich täglich einige Kilometer fahren um zur Arbeit zu kommen, ich würde mir den Arbeitsweg so angenehm wie nur möglich gestalten. Genau für solche Anwendungsfälle sehe ich den Nissan 370Z Nismo – und wenn man dann mal mag, lässt man den auch mal eine Runde über die Nordschleife fliegen.

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Fazit: Wer auf der Suche ist nach einem erschwinglichen sportlichen 2-Sitzer, der kommt an dem Nissan 370Z sowieso nicht vorbei. Wer dann eine möglichst hochwertige Ausstattung bevorzugt, der darf sich ruhig den Nismo anschauen. Mit einem Kofferraumvolumen von 235 Litern kann er zwar nicht gerade glänzen, doch schaut euch mal das oben eingebundene Video an, dann werdet ihr staunen wie viel eigentlich 235 Liter Volumen sind. Ihr braucht mehr Platz, dann schaut euch doch den Nissan Juke Nismo an, der hat dann allerdings auch weniger Leistung ;)

Erstellt in: Angetestet, Fahrberichte, Nissan / Getaggt mit: 370Z Nismo, Fotos 370Z Nismo, Nissan 370Z, Nissan 370Z Nismo, Nissan 370Z Video, Video 370Z Nismo

Der etwas andere Fahrbericht: Honda CR-V 2013

7. Juni 2013 19:58 / Hinterlassen sie einen Kommentar / Jens Stratmann
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Wann seid ihr das letzte mal mit dem Auto gefahren nur weil ihr Auto fahren wolltet. Lange her, oder? Früher bin ich häufiger “einfach mal nur so” gefahren. Ohne Ziel! Nur Autofahren! Heute hatte ich zwar ein Ziel, aber keinen Zeitplan und das war verdammt schön. Morgens um 8 Uhr ging es los in Richtung Kassel. Ich mag zwar nicht die Blitzen die man dort versteckt hat, aber ist man erstmal auf der Autobahn in Richtung Süden überfährt man die Kassler Berge und genau dieses Teilstück der Autobahn liebe ich. Egal mit welchem Fahrzeug, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit diese langgezogenen Autobahnkurven sind ein Genuss.

Honda CRV

Heute schien dabei auch noch die Sonne, im Radio lief über die Spotify-App der Beste Sound der 90er Jahre und ich fühlte mich jung und das obwohl ich in einem Honda CR-V saß, einem Fahrzeug den ich als “junger Jens” sicherlich nicht den Vortritt gelassen hätte. Von hinten sah ich etwas schnelles, flaches, blaues heraneilen. Es war ein Ferrari – ich machte also Platz und ließ ihn vorbei. Hinterm Steuer ein etwas älterer Herr, der scheinbar den rechten Außenspiegel nicht benutzt. Woher ich das weiß? Der war noch angeklappt. Ganz und gar nicht eingeschnappt setzte ich mich mit dem Honda CR-V hinter den Ferrari, hatte ich ja nun jemand der mir mit etwas mehr Überholprestige die Autobahn frei machen würde.

Der “etwas” älterere Herr (das habe ich daran erkannt, dass er noch mehr graue Haare hatte als ich) dürfte sich aber schon gewundert haben. Wir sind fast 100 km lang im Parallel-Flug hintereinander weg gefahren. Das lag natürlich an der Tatsache, dass er Pech hatte… denn immer wenn er “richtig Gas” geben wollte, kam ein Kleinwagen (bzw. irgendetwas was nicht schneller als 200 km/h fahren konnte) und versaute ihm seinen Traum von einer freien Autobahn. Wie gesagt, fast 100 km saß ich im Honda CR-V bei Tempo 180-190 hinter dem Ferrari und freute mich irgendwie nicht im Ferrari zu sitzen. Der Seitenhalt der Sitze vom Honda CR-V könnte zwar etwas besser sein, das Fahrwerk hingegen ist sehr gut abgestimmt. Trotz der hohen Geschwindigkeit wird aus dem 2.2. Liter Diesel Motor kein Säufer und richtig laut wird es im Innenraum auch nicht. Zu der guten Musik der 90er Jahre ging es dann weiter Richtung Offenbach, dort wollte ich den Honda nämlich heute tauschen. Tauschen und dabei guter Musik lauschen. Die Musikanlage fand ich ausreichend, das Display von der Rückfahrkamera allerdings “zu weit weg” vom Fahrer.  Weitere Kritikpunkte seht ihr im Video.

Honda CRV

Hätte der Ferrari-Fahrer Familie gehabt, dann hätte er sicherlich auch tauschen wollen. Denn in seinem sportlichen 2 Sitzer passen garantiert keine Reisekoffer und diverse Bord-Trollys (schaut euch das mal im Video an) – 600 Liter Volumen bietet der Honda CR-V und zusätzlich noch viel Platz vorne und hinten. Wie gesagt, es ist ein etwas anderer Fahrbericht – denn ich verweise nun ausdrücklich auf das ausführliche Video was man sich von vorne bis hinten ansehen sollte:

Fotos: Jan Gleitsmann (der hier auch schon über den Honda CR-V geschrieben hat)

Erstellt in: Angetestet, Auto-Blog, Honda / Getaggt mit: CRV Test, Fahrbericht Honda CRV, Honda CR-V, Honda CR-V 2013, Honda CRV, Honda CRV 2013, Test Honda CR-V, Test Honda CRV

Fahrbericht Audi R8 etron – der Wagen von Iron Man bzw. Tony Stark

4. Juni 2013 06:55 / 12 Kommentare / Jens Stratmann
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Ein Fahrbericht über ein Fahrzeug welches es so vermutlich niemals geben wird. Eigentlich paradox, oder? Doch beim Audi R8 etron geht es nicht nur um den Elektroantrieb, es geht um Zukunftsmusik die da gespielt wird und ich denke Audi wollte einfach mal zeigen was technisch so möglich ist. Es ist also ein serienreifes Fahrzeug, welcher nun als Technologieträger unterwegs ist. Das hat doch auch was, oder? Außerdem durfte Tony Stark damit in Iron Man 3 eine Runde drehen…

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Was kann der Audi R8 etron?

Zügig aus der Kurve beschleunigen! Schuld sind die beiden Elektromotoren die sich jeweils um ein Hinterrad kümmern. In sportlichen Kurven hält der R8 etron die Spur! Der Fachmann spricht vom Torque Vectoring. Ich versuche euch das nun mal anschaulich zu erklären. Wenn ein Rad mehr Kraft benötigt als das andere, bekommt dieses Rad einfach mehr Drehmoment zugeteilt. In Kurven z.B. läuft das Kurvenäussere Rad stets einen Ticken schneller und sorgt damit für ausgezeichnete Fahrleistungen und stets eine gute Traktion. Das Heck dreht sich quasi mit in die Kurve ein und das funktioniert sogar in ganz schnellen Kurven. Das ESP kann man nicht komplett ausstellen, doch in der Sporteinstellung lässt es schon so einiges zu und ja, man kann das Fahrzeug hinten auch kontrolliert ausbrechen lassen (wenn man das denn möchte).

Mit einem Gewicht von 1780 Kilogramm ist der Audi R8 etron kein Leichtgewicht, eigentlich kein Wunder bringt die Batterie doch 577 kg auf die Waage. Der Rest des elektrischen Sportwagen besteht dann aus den Stoffen aus dem Motorsportträume sind: Carbon und weitere leichte Werkstoffe wie Titan oder Aluminium. Der R8 etron verfügt mit einer Leistung von ca. 380 PS und 820 Nm über ausreichend Kraft um dieses Geschoss zu beschleunigen. Laut NEFZ-Wert sind über 200 km rein elektrisch möglich, ich möchte aber jede Wette eingehen, dass ich den Akku ebenfalls in 2 Runden Nordschleife in seine Grenzen bringen würde (so wie beim Nissan Leaf übrigens auch geschehen). Apropos Nordschleife: Markus Winkelhock hat bereits im Juni 2012, also vor fast genau einem Jahr, mit dem Audi R8 etron schon zwei Bestzeiten in den Asphalt gebrannt. 8:09,099 – Nordschleife – ein Wert für Serienfahrzeuge mit Elektroantrieb, nun eine Kleinserie wurde ja hergestellt, da wollen wir mal nicht so genau hinsehen, oder? Die zweite Zeit war 16:56,966 für 2 Runden (ob danach wohl der Akku leer war?).

Warum kommt dieser R8 etron nicht auf die Straße?

Eventuell liegt es am SLS e-Cell, der nicht nur über mehr Leistung, mehr Drehmoment sondern auch über eine höhere Endgeschwindigkeit verfügt. Während der Audi R8 etron bei 200 km/h “zu macht” kann der Elektro SLS Tempo 250 erreichen. Rein technisch wäre die Geschwindigkeit für den R8 etron übrigens auch kein Problem. Es könnte aber auch an den immer noch hohen Batteriepreisen liegen oder einfach an der Tatsache, dass so ein Fahrzeug vermutlich querfinanziert werden müsste und der Hersteller dieses nicht möchte.

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Den R8 etron (der übrigens nun auch über die Landesgrenzen durch den Film Iron Man 3 bekannt wurde) muss sich also mit einem Fahrzeug messen lassen, den es auf dem Markt gibt und dank vier Elektromotoren gerade in Sachen Vortrieb, Straßenlage, Sportlichkeit eine Benchmark gesetzt hat. Übrigens behaupte ich auch bei diesem Fahrzeug, dass nach 2 Runden Nordschleife der Akku leer ist. Vorsprung durch Technik? Durchaus, denn wie oben schon gesagt werden wir einige Teile aus dem Audi R8 etron auch in anderen Fahrzeugen von Audi wiederfinden, da bin ich mir ziemlich sicher.

Einen Wert bin ich euch noch schuldig! 4,2 Sekunden! Innerhalb von 4,2 Sekunden beschleunigt der Audi R8 etron von 0 auf 100, das übrigens (leider) nicht ganz geräuschlos. Audi hat dem etron einen Soundgenerator verpasst der sich (leider) nicht abschalten lässt. Hier haben die Kollegen in Stuttgart auch an die Fahrer gedacht, die keinen Sound wollen, was man Audi aber lassen muss: Der Klang ist vollkommen in Ordnung und nicht aufdringlich. Im Innenraum harmoniert der künstlich erzeuge Motorenklang nahezu mit dem Geräusch vom Planetengetriebe und den Abrollgeräuschen der Reifen.

Video:

Interessant: Auch wenn der Audi R8 etron optisch gesehen (natürlich) dem R8 ähnelt, sind nur 9 gleiche Bauteile bei der Karosserie verbaut und auch der Spoiler entfällt beim elektrischen Mobil gänzlich. Es gibt hinten “nur” noch eine Abrisskante. Ein glatter Fahrzeugboden und weitere aerodynamische Verbesserungen sorgen für einen cw-Wert von 0,27! Das liegt sicherlich auch daran, dass zahlreiche Öffnungen geschlossen, also gecleant worden sind.

Was sind die technischen Highlights von denen wir in der Zukunft vermutlich noch mehr hören bzw. sehen werden?

Vor zwei Jahren saß ich mal auf einer GFK-Feder, im Audi R8 etron ist diese nun verbaut. GFK als Werkstoff der Zukunft? Na, warum denn nicht? Gerade beim Thema Gewichtsersparnis dürfte der leichte Werkstoff (der viel günstiger ist als Carbon) seinen Trumpf ausspielen und ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass es früher oder später GFK Federn auch in herkömmlichen Autos geben wird, schließlich reden wir hier über Massen. Bis zu 40% wiegen diese Federn nun weniger und da kann man doch durchaus von einem Gewichtsvorteil sprechen.

GFK ist bei Federn übrigens nicht ganz neu, zahlreiche Fahrzeuge sind schon mit GFK Blattfedern ausgerüstet. Audi prescht nur bei den Schraubenfedern nach vorne. Neben dem Vorteil der Gewichtsersparnis ist GFK natürlich auch gegen Wasser imun. Rosten kann da nichts mehr.

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Ein weiteres Highlight ist der digitale Rückspiegel. Eigentlich nichts anderes als eine Kamera im Heck und ein flaches AMOLED (Active Matrix Organic Light Emitting Diode) Display in einer Größe von 6,8 Zoll. Vorteile: Ein besonders großes Sichtfeld und natürlich auch eine lichtempfindliche Kamera. Das Bild wird aufbereitet, sprich Kontrast angepasst, teilweise nachgeschärft oder einfach etwas heller belichtet. Ist das die Zukunft und das Ende vom herkömmlichen Innenspiegel? Für mich persönlich schon und ich könnte mir auch digitale Außenspiegel vorstellen.

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Alle gute Dinge sind drei? Beim Audi R8 etron sind mir die Felgen ins Auge gefallen. Die 19″ Felgen (die natürlich mit rollwiderstandsoptimierten Reifen in den Größen 225/35 und 275/35 ausgestatten waren) haben Lamellen. Durch die Fliehkraft schließen diese sich bei Geschwindigkeiten ab 50 km/h und öffnen sich wieder wenn man langsamer unterwegs sind. Audi nennt diese Felgen “aktive Aero-Räder” und natürlich bringt diese Technik einen aerodynmischen Vorteil. Den cw-Wert beinflusst diese Technik in dem Fall mit einem Wert von 0,02 doch ich sehe da ganz andere Vorteile. Man könnte durch die Aero-Felgen optische Highlights setzen (im Stand) die dann während der Fahrt sich aus aerodynamischen Gründen verabschieden und somit dann auch Kraftstoff sparen (bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungs-Motor).

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Kommen wir zu den technischen Daten vom Audi R8 etron:

Leistung: 2 x 140 kW = ungefähr 380 PS
maximales Drehmoment: 2 x 410 Nm = Systemdrehmoment = ca. 820 Nm
Batteriekapazität: 48,6 kWh
Reichweite (NEFZ Wert): 215 km
v/Max: 200 km/h (abgeregelt)
Länge: 4,43 Meter
Höhe: 1,25 Meter
Breite (inkl. Außenspiegel): 2,02 Meter
Radstand: 2.65 m
Leergewicht: 1.780 kg

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Tja, einen Preis kann ich euch leider nicht nennen. Bedenke ich, dass der Mercedes SLS Electric Drive einen Preis von etwas über 400.000 Euro hat, wäre vermutlich auch der Audi R8 etron für die meisten von uns unerschwinglich gewesen. Es sei denn, man heißt Tony Stark und rettet im Iron Man Anzug die Welt. Die Vorteile der Elektromobilität liegen derzeitig noch nicht im Preis, sondern einfach an der andersartigen Fortbewegung. Man hat das Drehmoment von Anfang an, es gibt keine Kraftunterbrechung und durch die Möglichkeiten der individuellen Ansteuerung der Elektromotoren hat man ein ganz anderes Fahrgefühl. Mit dem Audi R8 etron bin ich durch die Straßen von Berlin gefahren und durfte ihn ein paar Runden über eine Art Teststrecke (auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin) scheuchen. Was soll ich sagen? Schade, dass er so nicht auf den Markt kommt? Ein Traum aus Carbon. Kritikpunkte: Nur ein Becherhalter, kein Einklemmschutz bei den elektrischen Fensterhebern, keine Schminkspiegelbeleuchtung und in den Kofferraum passt auch nur ein Kabinen-Trolley bzw. 2 Kisten Malzbier. Na? Gemerkt? Kritikpunkte zu finden war wahrlich schwer, denn so ein Fahrzeug beschleunigt sich innerhalb von wenigen Sekunden direkt in das automobile Herz.

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Angetestet: Audi RS4 Avant – die familientaugliche Sportskanone aus Ingolstadt!

27. Mai 2013 15:01 / 2 Kommentare / Jens Stratmann
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Natürlich braucht man keinen Familienkombi mit 450 PS! Natürlich benötigt man keine 19″ oder gar 20″ Felgen im Radkasten! Selbstverständlich ist ein 8 Zylinder viel zu groß und verbraucht natürlich auch viel zu viel Kraftstoff. Doch es gibt diese Tage, da gewinnt der Teufel auf der rechten Schulter gegen den Engel auf der linken. Da wird der Soundknopf gedrückt, die S-Tronic auf sportlich geschaltet und ordentlich Gas gegeben. Verzeihung: Das Fahrpedal wird von der Stellung 0 in die Stellung 1 gebracht. So ein Kombi macht mit seinem Kofferraum (490-1430 Liter) sowieso immer Sinn und ich bin bei keinem, der sich diesen Wagen oder aber auch nur die Leasingrate leisten kann neidisch. Ich gönne es jedem RS4 Fahrer! Wirklich! Jedem! Und natürlich auch dem örtlichen Tankwart, aber das ist eine andere Geschichte!

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Audi spricht von 10,7 Litern Verbrauch im kombinierten NEFZ-Vergleich! Hand aufs Herz und Fuß aufs Gas, den Wert kann man verdoppeln. Ich war mit dem Audi RS4 nur ein paar Tage unterwegs, wir hatten dazu noch viel schlechtes Wetter und eine Hochzeit. Wenn man im Automobilbau von einer Hochzeit spricht, dann meint man den Moment wenn die Karossierie mit dem Motor verbunden wird. Bei Menschen werden auch zwei Personen durch einen Segen miteinander verbunden und man möchte stets gemeinsam durch “Dick und Dünn” gehen.

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Dieser RS4 hat den Drang überall hinzufahren und ich kann euch verraten, auf der Hochzeit hat dieses Fahrzeug dem eigentlichen Hochzeitsauto (auch ein wunderschönes Gefährt, sogar ein Oldtimer einer Marke aus Rüsselsheim) etwas die Show gestohlen. Zwischendurch musste ich “mal zur Tankstelle, mal zu der Wohnung der Vermählten und mal nach Hause fahren” und komischerweise hatte ich immer 3 weitere Fahrgäste im Auto. Kein Wunder, so einen RS4 sieht man nicht alltäglich auf der Straße und er macht verdammt viel Spaß.

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Die 450 PS sorgen dafür, dass der Audi RS4 innerhalb von 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Wisst ihr eigentlich, dass dieses Fahrzeug somit genauso schnell beschleunigt wie z.B. ein Maserati Quattroporte, ein Porsche Cayman S oder aber ein Brutus Electric Sport Cruiser. Auf was will ich hinaus? Der Audi RS4 beschleunigt nicht nur äusserst sportlich, nein er hat darüber auch noch die Kombi-Tugenden. “Schöne Kombis nennt man Avant” – der Werbespruch ging mir durch den Kopf, als ich mit Kinderwagen, zwei Kindersitzen und dem Einkauf nach Hause “brüllte”.

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Natürlich kann der V8 (hier zu sehen mit der Carbon-Motor-Abdeckung) brüllen! Es gibt lautere, keine Frage – es gibt auch auffälligere, ebenfalls ohne Zweifel – jedoch hat mir dieser Audi RS4 durchaus gut gefallen. Der 4,2 Liter V8 tut also das was er tun muss, das Fahrwerk übernimmt ebenfalls ohne Grund zur Beanstandung die Dienste und was soll ich sagen? Der Allradantrieb schaufelt das Drehmoment von 430 Nm perfekt dahin wo es hingehört. Von der Kurbelwelle, über das Getriebe auf die 4 Räder. Quattro Stationi? Gebremst wird nur zum tanken?! Wenn man denn doch mal bremsen muss verzögern die großen verbauten Bremsen sehr gut. Dank der V/max Aufhebung konnte der Testwagen Tempo 280 km/h erreichen, ich gebe zu – diese Zahl hat der Tacho bei meinem Fahrversuch nur einmal kurz gesehen, denn ich war nur einmal kurz auf der Autobahn und habe ansonsten den Vortrieb auf den Landstraßen genossen. Beim manuellen herunterschalten im Tunnel (über die Schaltwippen am Lenkrad oder halt beim Weg zum Bäcker, der dann trotz 450 PS rein zufällig auch mal etwas länger gedauert hat ;)

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Wer kennt noch Pippi Langstrumpf? Die machte sich die Welt so wie ihr es gefällt. Wie komme ich nun vom Audi RS4 auf die Film-Figur Pippi Langstrumpf? Im “Audi Drive Select”-System kann an sich im Individual-Modus die automobile Welt so machen, wie es einem genehm ist. Eine weiche Lenkung mit einer harten Federung? Ein komfortables Fahrwerk, der Rest dynamisch? Auch kein Problem! Ich mag das, ich bin gern der Chef im Ring. Im Audi RS4 bleibt der Fahrer der Chef hinter den 4 Ringen, wenn auch mit Einschränkungen.

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Die elektronischen Helferlein, die das Autofahren so sicher machen, lassen sich nicht komplett ausschalten. Ganz ehrlich? Eigentlich bin ich da auch ziemlich froh drüber, vermeidet Audi damit, dass selbsternannten Hobbyrennfahrer sich selbst überschätzen. Zu schätzen weiß ich auch die Zuladung von ca. 570 kg. Der Audi ist also nicht nur auf dem Blatt Papier ein Kombi, sondern auch bei den Nutzwerten. Warum steht kein RS4 vor meiner Garage? Den perfekten Spagat zwischen familientauglichen Fahrzeug (ja selbst die Kindersitze passen ohne Probleme rein und im Fond ist ausreichend Platz) und Sportskanone ist Audi gelungen, leider schlägt der Preis mit über 74.000 Euro (der Testwagen kratzte knapp die 100.000 Euro) zur Buche. Ohne Zweifel, der Qualität sicherlich angemessen, für mein Budget dann allerdings doch zu teuer. Die Endrohre in Ofenrohr-Größe übertreiben übrigens etwas, dahinter verstecken sich kleinere Durchschnitte, die aber auch dafür Sorge tragen, dass bei gewissen Drehzahlen ein sonores Klangbild abgegeben wird.

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Wie gesagt, wir hatten die ganze Testzeit schlechtes Wetter. Am Tag als ich das Fahrzeug übergeben musste kam dann die Sonne raus. Ironie des Schicksals? Daher kein Video vom Audi RS4, aber immerhin ein paar sonnige Impressionen! Kommen wir nun zu den “Angetestet”-Fragen:

Was ist das für ein Typ?

Der Traumwagen für Außendienstmitarbeiter mit einer unlimitierten Firmentankkarte? Doch Vorsicht, in ein paar Wochen wird der Skoda Octavia RS in Goodwood vorgestellt, nicht das dieses Modell zum Traumfänger wird? Ansonsten ist der Audi RS4 natürlich eines der Fahrzeuge die in keinem guten Auto-Quarttet fehlen darf.

Ist er praktisch und familientauglich?

Familientauglich ist er, nicht nur durch den Kofferraum, nein auch im Innenraum gibt es ausreichend Ablagefächer und selbst Getränkeflaschen passen in die Türtaschen. Sitze sind gut einstellbar, bequem und bieten (wie erwartet) genügend Seitenhalt. Von der Seite gibt es nichts zu meckern. In den Kofferraum passt ein Kinderwagen (zusammengeklappt) und wenn es sein muss kann man die Rückbank auch umlegen und z.B. einen Weihnachtsbaum transportieren. Da wäre dann der

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Höhepunkt?

Das Gefühl auf das Gaspedal zu drücken und die Beschleunigung zu spüren. Klar es gibt schnellere Fahrzeuge und ja, ich bin auch schon schnellere Fahrzeuge gefahren, jedoch auch viele viel langsamere. Früher konnte man Hubraum nur durch noch mehr Hubraum ersetzen, heute sehe ich das auch etwas anders und sage: Fahrspaß kann man nur durch noch mehr Fahrspaß ersetzen und Fahrspaß bietet der RS4!

Tiefpunkt?

Nun gut, jetzt muss ich meckern, oder? Lest einfach den nächsten Absatz!

Kann ich ihn mir leisten?

Nein! Ich nicht! Das ist das traurige. Früher gab es noch “Traumfahrzeuge” die waren irgendwie erreichbar, die vermisse ich aktuell im Portfolio von Audi und selbst bei VW sehe ich so ein Fahrzeug derzeitig nicht, da bleibt mir, als Normalverdiener nur der Blick zur attraktiven tschechischen Tochter.

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Fazit:

Ein Fahrzeug was man sich leisten sollte wenn man es sich leisten kann, denn wenn der RS4 irgendwas ist, dann ist er stets zur Höchstleistung bereit – wenn genügend Kraftstoff vorhanden ist.

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