rad-ab.com

…das Auto-Blog für die ganze Familie!


1 Kommentar

VW CrossPolo 2014 – Angetestet! Inkl. Video!

Gemerkt? Ich bin im Urlaub! Schön hier! Während ich mir einen Sonnenbrand hole, meine Füße in den Pool halte und die Coca-Cola Flatrate genieße arbeitet das restliche Ausfahrt.TV Team munter weiter. Daher seht ihr hier auch schon das zweite Video welches bei der Fahrveranstaltung zum neuen VW Polo entstanden ist: Der VW CrossPolo 2014!

Nur ganz kurz noch ein paar Worte zum Cross-Polo, denn eigentlich könnt ihr euch auch den Fahrbericht zum neuen VW Polo Facelift durchlesen. Die Unterschiede liegen zum größten Teil bei der Optik! In den Radkästen drehen sich die 7,5×17″ großen “Canyon” Leichtmetallräder. Die Spiegelgehäuse zeigen sich in Silber lackiert und ebenfalls silbern ist die Dachreling. Ein CrossPolo Schriftzung auf den hinteren Türen verweist auf das höhergelegte Sondermodell vom neuen VW Polo. Unschwer zu erkennen sind die Radlaufverbreiterungen und die Cross-Style-Seitenschweller. Auch die Türbeblankungen fallen auf. Auffällig sind auch die neu gestalteten Stoßstangen an Front und Heck. Dunkelrot sind die Rückleuchten. Auf Grund der Dachreling und dem höher gelegtem Fahrwerk ist der VW CrossPolo ein paar cm höher als der normal VW Polo. Das man damit keinen wirklichen SUV aus ihm machen kann, womit man sich auch ins schwere Gelände wagen kann sollte jedem klar sein, über Feldwege zu fahren macht mit dem Fronttriebler Spaß und manchmal ist die Optik ja auch entscheident.

VW-CrossPolo-2014-Test-Fahrbericht-Drive-Blog-Jens-Stratmann-14

Los geht es mit Preisen ab 18.450 Euro, dann auch schon mit einer guten serienmäßigen Ausstattung, empfehlen würde ich die optionale Climatronic, die Sportsitze vorne in Alcantara und das neue Multifunktionslenkrad. Die Xenon-Scheinwerfer sehen mit dem LED-Tagfahrlicht bereits am Tage sehr gut aus und bringen bei Nacht vermutlich auch mehr Sicht als die herkömmliche Halogen-Ausführung.

VW-CrossPolo-2014-Test-Fahrbericht-Drive-Blog-Jens-Stratmann-12

Gefahren bin ich den VW CrossPolo mit dem 90 PS starken 1.2 Liter TSI mit der BlueMotion Technologie. Von 0 auf 100 km geht es in 7,4 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 177 km/h. Der Verbrauch kann bei 4,9 Litern liegen, ich habe ca. 2-3 Liter mehr verbraucht, was sicherlich auch meiner flotteren Fahrweise und dem Sport-Programm des DSG zuzuweisen ist. Für richtige Outdoor-Erfahrungen fehlt dem CrossPolo der Allrad-Antrieb, aber ansonsten ist er ein lifestyliger Begleiter.


2 Kommentare

Erlebnisbericht: smart for jeremy – Brabus Edition – 2014

Heute bin ich ca. 350 km mit dem smart for jeremy gefahren und bevor ich euch gleich das Fahrzeug noch kurz vorstelle, gibt es nun ein paar Geschichten, die alle genau so passiert sind:

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-6

Ich bin ein Lügner – oder auch nicht? 

Auf einem Autobahnrastplatz – ich parkte kurz um zum Kofferraum zu gehen – kam eine Gruppe “Heranwachsender” an. Ich könnte nun auch noch die Herkunft erwähnen, doch die macht bei der heutige Jugend doch eh keinen Unterschied mehr. Von weitem sah ich schon die lachenden Gesichter und der Anführer des Trios, nennen wir ihn mal Tarzan, hatte auch direkt einen “flotten Spruch” auf den Lippen: “Ey, bist du schwul oder was?” – Irgendwann bekomm ich für meine große Klappe noch einmal einen drüber, anstatt dem Konflikt aus dem Weg zu gehen konterte ich: “Jep, sorry, aber du bist nicht mein Typ!” – Klar, ich hätte auch antworten können, dass ich heterosexuelle Neigungen schätze und mich in einer Beziehung befinde und keine Lust hätte auf bisexuelle Erfahrungen und wenn dann schon gar nicht mit ihm. Ich hätte auch sagen können, dass mir die Flügeltüren von einem Mercedes-Benz SLS auch besser gefallen oder hätte ihn von dem Mercedes-Benz 300 SL vorschwärmen können, aber wofür? Mein Spruch saß! Die Kumpels von Tarzan lachten, Tarzan blickte wie ein begossener Pudel und zog von dannen.

Der Foto-Bus!

Der smart for jeremy polarisiert. Manche lachen, manche heben den Daumen, viele fotografieren und ein ganzer Bus voller Japaner / Chinesen sorgte für ein kurzzeitiges Blitzlichtgewitter. Auffällig ist er nämlich, der weiße smart mit den kleinen Flügel. Frauen lächeln, Kinder winken und irgendwie habe ich das Gefühl, dass man in dem smart über sich hinauswächst. Ich winke zurück, grüße andere smart Fahrer zurück und grinse auch in die Kameras der vorbeifahrenden Paparazzos.

Ab auf die Landstraße!

Zeit! Ich habe heute Zeit! Muss nicht rasen wie ein wilder Stier und das macht mit dem smart for jeremy – auch in der Brabus “Benziner-Edition” mit 102 PS keinen Spaß. Bei Tempo 160 auf der Autobahn spielt man “Spurrillen-Wetthüpfen” und beim Ampelsprint sorgt das automatisch schaltende 5-Gang Getriebe für Zug-Unterbrechungen die ihres gleichen suchen. Also runter von der Autobahn und ab auf die Landstraße und in die Stadt. Da fühlt sich der Kurvenräuber wohl und ich begann Gefühle für das Flügeltier zu entwickeln. Der Hecktriebler macht vor allem in engen Kurven Spaß – zumindest solange bis das ESP den Fahrspaß einbremst.

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-7

Von Bielefeld nach Hannover über Land, das sind ca. 2 Stunden Fahrspaß. Gespickt mit vielen Blitzern, bei zehn Stück habe ich aufgehört zu zählen. Vorbei geht es über grüne Wiesen, man merkt die leichten Anstiege vom Teutoburger Wald und an einem Sonntag sind irgendwie die anderen Verkehrsteilnehmer auch besonders gut drauf. Ich werde vorgelassen, man macht mir Platz zum überholen und irgendwie bleibt das Gefühl, dass die anderen eher sich freuen als mich auszulassen.

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-2

Der BMW-Fahrer – ein heimlicher Scott Jeremy Fan?

Kurz vor Hannover fuhr ich dann doch wieder auf die Autobahn, neben mir fuhr kurze Zeit später ein BMW 1er Fahrer, der mir zunächst mit einem hoch gestreckten Daumen zu meinem fabelhaften Geschmack gratulierte. Anschließend zückte er – also sein imaginärer Beifahrer – das Smartphone und fotografierte – von hinten – von der Seite – von vorne… dann fuhr er noch mal neben mich und bedankte sich.

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-9

Egal wo ich war, die Leute schauen! Wer das möchte, wer gerne mal im Rampenlicht stehen mag, der darf sich die Sonderedition “smart for jeremy” zulegen. Los geht es ab 33.333 Euro und dann hat man den 102 PS starken Brabus-Benziner unter der Haube. Elektrische Modelle gibt es wohl auch und der smart Electric Drive hat mir ja schon bewiesen, dass man mit ihm auch Spaß haben kann. Wer eher introvertiert ist, der sollte sich dann doch den normalen smart holen, oder noch etwas warten, denn bald kommen ja die neuen smart Modelle.

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-3

Sprechen wir einmal kurz über die Fahreigenschaften, die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk hart und somit ist er “eigentlich” umkomfortabel, aber genau so will man einen 102 PS starken Brabus smart doch haben, oder? Wer mit 160 km/h in dem City-Floh auf der Autobahn unterwegs ist, der wird übrigens schnell den kleinen Tank leeren, dann ist nach ca. 250 km Schluss mit Lustig. Mehr Spaß macht der smart in der Stadt oder auf Landstraßen, da gehört er eher hin und da können ihn auch die anderen Verkehrsteilnehmer länger sehen.

In den Kofferraum passt das Handgepäck für einen Kurztrip und wer den Beifahrersitz (erkennbar an der Schleife) mitbenutzt, der kann ohne Probleme auch sein Wochenendeinkauf mit dem smart erledigen. Ablageflächen gibt es auch, eine am Armaturenbrett, eine vor dem Gangwahlhebel und die beiden Türtaschen sind ebenfalls vom Fahrersitz aus zu erreichen. Das Handschuhfach ist klein, wen verwundert das bei der kompakten Bauweise? Die Sonnenblenden sind gut dimensioniert, das große Panaroma-Glasdach lässt viel Licht in den Innenraum und die Rundumsicht ist perfekt. Kein Wunder also, dass man mit dem smart auch ohne elektronischen Helferlein in jede Parklücke zirkeln kann.

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-1

Optisch unterscheidet sich der smart for jeremy allerdings nicht nur durch die Flügel, die tridion Sicherheitszelle ist in Alubeam lackiert, genauso wie die Außenspiegel. Die Bodypanele und die Felgen sind in Polarweiß gehalten. Vermutlich musste ich daher auch immer an einen Engel denken. Der Innenraum ist ebenfalls in weiß gehalten. Die Ledersitze, die Türverkleidungen usw. – alles in (anfälligen) weiß. Wer da also ein Bengel ist im Innenraum, der macht den weißen Engel schnell schmutzig.

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-5

Ihr wollt mehr über das Fahrzeug erfahren?

Markus Jordan fuhr den smart for jeremy als electric drive und ich glaube, demnächst könnt ihr das Fahrzeug auch noch in Aktion erleben. Ich gestehe, ich hatte Vorbehalte gegen das Design. Ich gestehe auch, dass ich ihn mir so nicht kaufen würde, aber das liegt nun nicht mehr an der Optik, sondern immer noch an dem Getriebe. Da macht die elektrische Version vom smart viel mehr Spaß bzw. bereitet mehr Fahrfreude. Gespannt bin ich auf den kommenden smart, den es als fortwo und als forfour geben wird, eines bleibt übrigens. Der Heckantrieb und damit vermutlich auch die Agilität.

smart-for-jeremy-brabus-benziner-test-fahrbericht-rad-ab-jens-stratmann-4


Leave a comment

Angetestet: 2014 Jeep Cherokee 3.2 V6 – der Amerikaner mit den italienischen Wurzeln

Den Namen Jeep Cherokee gibt es bereits seit dem Jahre 1974. Nun, 40 Jahre später gibt es ein neues Modell von SUV. In Italien hatte ich, zusammen mit Jan Gleitsmann, kurz die Gelegenheit mir ein Bild von dem neuen Jeep Cherokee zu machen. Auf Grund der Tatsache, dass ich gerade mal 20 km mit dem Fahrzeug zurückgelegt habe, möchte ich euch hier allerdings nur ein paar technische Informationen, ein paar Fakten und wenige subjektive Eindrücke mit auf den Weg geben, für eine umfassende Beurteilung war die Fahrzeit einfach zu gering.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-4

Die Marke Jeep gehört zu Fiat und daher war es nicht verwunderlich, dass wir uns in der Nähe von Mailand treffen würden um den Jeep zu “erfahren”. Ärgerlicherweise fand zum gleichen Zeitpunkt eine Möbelmesse statt, somit sind die Flüge überbucht und wir hatten also trotz einer Reisezeit von zwei Tagen und einer Nacht im Flughafen-Hotel tatsächlich nur zwei Stunden mit dem Fahrzeug. Ich gestehe: Ich habe die Pressekonferenz geschwänzt, daher habe ich einige Detailfotos mehr machen können und habe mir auch das Infotainmentsystem etwas näher angesehen.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-1

Fakten, Fakten, Fakten: Den neuen Jeep Cherokee gibt es als Diesel und als Benziner, gefahren sind wir ihn als 3.2 Liter V6 mit einer Leistung von 272 PS. Der V6-Benziner entfaltet ein maximales Drehmoment von 315 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt, wenn man sich nicht für einen höhergelegten Trailhawk entscheidet, bei 206 km/h. Von 0 auf 100 km/h geht es innerhalb von 8,1 Sekunden und der Verbrauch liegt bei 10 Litern laut NEFZ. Geschaltet wird, in dem Fall, vollautomatisch über die neue 9-Gang Automatik. Die war sehr unauffällig, manuell Eingriff kann man nur über den Gangwahlhebel nehmen. Schaltwippen sucht man vergebens. Vollautomatisch wird auch der Vortrieb geregelt. In der Regel wird der Jeep Cherokee über die Vorderachse angetrieben. Das spart Kraftstoff. Nur im Bedarfsfall wird über eine Momentenverteilung die Kraft auf die Hinterachse abgegeben. Im Sport-Modus sogar bis zu 60%, damit soll das Fahrzeug dynamischer werden.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-12

Unaufällig ist auch der V6. Es ist leise im Innenraum, der Jeep Cherokee zeigt sich gut gedämmt und verursacht kaum Windgeräusche, wenn man jetzt noch in Toledo – das liegt im Bundesstaat Ohio (USA) – auf die Spaltmaße achten würde, dann wären selbst gründliche Nörgler zufrieden. Bis auf diejenigen die den Motor hören wollen. Die müssen wohl mal zum Tuner, denn die Auspuffanlage hat von dem Begriff “sonor” noch nichts gehört. Aber das mit dem Kennzeichen, das haben die Jungs und Mädels von Fiat / Jeep ohne Zweifel drauf!

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-16

Technische Gadgets: Ich bin gar kein Ewiggestriger und gehöre auch nicht zu der Fraktion, die behaupten, dass damals alles besser war. Ich bin dankbar im “Hier und Jetzt” zu leben und freue mich über die technischen Weiterentwicklungen der Hersteller die das Leben nicht nur schöner, sondern auch sicherer machen. Der Jeep Cherokee kommt mit zahlreichen Sicherheits- und Assistenzsystemen wie z.B. dem Spurhalteassistenten, dem Totwinkelwarner, dem adaptiven Tempomaten, dem großen Infotainmentsystem inkl. Rückfahrkamera. Das große Infotainmentsystem funktionierte übrigens ganz prächtig, selbst das Smartphone konnte schnell gekoppelt werden und das Navi erkannte auch schnell wenn man “andere” Wege gefahren ist und errechnete schnell eine neue Route.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-10

Kommen wir nun zu den typischen Angetestet-Fragen:

Was ist der Jeep Cherokee für ein Typ?
Der neue Jeep Cherokee ist ein SUV, der nun durch zahlreiche neue Features glänzt, seine Wurzeln aber nicht ganz vergessen hat. Ins richtig schwere Gelände darf sich der Jeep Cherokee nur als Trailhawk Version wagen, doch jetzt mal unter uns: Wo ist denn inzwischen das Stammrevier von solchen Fahrzeugen? In der Stadt! Vor den Schulen und Kindergärten der Region – und genau dafür ist der Jeep Cherokee das richtige Gefährt.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-13

Kann ich mich darin sehen lassen?
Über Geschmäcker soll man bekanntlich nicht streiten, ich mag die neue Front und das Heck irgendwie nicht. Die geteilten Scheinwerfer an der Front finde ich zu unruhig und das Heck? Das hätte für mich maskuliner aussehen dürfen. Ich gehe davon aus, dass wir Vorserienfahrzeuge hatten. Die Spaltmaße hätten “Spalt-Ferdie” nicht überzeugt, aber irgendwas ist ja immer. Im Innenraum finde ich ihn sogar chic und er bietet Dinge, die andere Fahrzeuge nicht haben! Gurthöhenverstellung, vier Haltegriffe, elektrisch verstellbare Leder-Sitze mit Heizung oder Kühlung… da geht schon was bei Fiat / Jeep!

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-3

Ist der Jeep Cherokee praktisch und familientauglich?
Für Familien ist der neue Jeep Cherokee geeignet. Dafür spricht die Zuladung, das Kofferraumvolumen von über 400 Liter und die Tatsache, dass die Rücksitze sich verschieben lassen. Platz genug gibt es in Front und Fond und darüber hinaus gibt es zahlreiche Ablageflächen.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-15

Getränkehalter, 12 Volt-Anschlüsse und Konnektivitätsmöglichkeiten sind im großen Umfang vorhanden. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 60/40 umlegen und anschließend entsteht eine fast ebene Ladefläche.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-6

Höhepunkt?
Die Detailliebe! Nicht nur das “since 1941″ Emblem im Lenkrad, nein auch ein kleiner – stilisierter – Willy-Jeep wurde im neuen Jeep Cherokee verewigt. Die Designer sprechen übrigens auch von einigen Design-Elementen die man wiederfinden soll, aber die Zeichnung in der (übrigens beheizbaren) Windschutzscheibe reicht mir aus für ein Entdecker-Gefühl.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-14

Der Jeep! Das unbekannte Wesen?! Für mich schon, schließlich hatte ich vorher noch keine Erfahrungen mit dem Hersteller machen können. Der Innenraum überzeugt durch eine schnell erreichbare, gute, Sitzposition und einem guten Raumgefühl. Das große Panorama-Dach lässt sich zum Teil sogar öffnen und erhellt auch so den Innenraum.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-9

Tiefpunkt?
Bei der Fahrveranstaltung gab es einen 3.2 Liter, den großen – den mit 272 PS und dem V6 unter der Haube. Leider hört dieser sich gar nicht wie ein typischer V6 an. Er ist leise. Sicherlich möchte die Zielgruppe das so, sicherlich ist das auch vernünftiger – vor allem für die anderen Verkehrsteilnehmer / Anwohner etc, aber zwischendurch, da möchte ich doch auch wissen, dass unter der Motorhaube ein V6 schlummert, oder? Der richtige Tiefpunkt wird aber erst erreicht wenn man in den Rückwärtsgang schaltet. Das Bild der Rückfahrkamera ist so unscharf, dass man denken könnte man müsste zum Optiker.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-19

Kann ich mir den Jeep Cherokee leisten?
Los geht es zwischen 38.000 und 48.000 Euro, da geht optional natürlich noch etwas oben drauf. Doch auch schon in der Serie ist der neue Jeep Cherokee ganz gut ausgestattet.

Jeep-Cherokee-2014-Test-Fahrbericht-Kritik-Meinung-V6-Benziner-11

Fazit: Die Zeit war kurz, das Fazit ist es auch: Den Jeep Cherokee würde ich gerne noch einmal ein zweites mal sehen und dann auch ggf. ein Ausfahrt.TV Video drehen. Äußerlich gefällt er mir nicht so, aber ich glaube in ihm schlummern zahlreiche versteckte Qualiäten die ich noch entdecken möchte. Wer das auch möchte kann übrigens auch schon zum Jeep-Händler gehen, dort dürften die neuen Modelle auch schon zu einer Probefahrt bereit stehen. Natürlich gibt es nicht nur den Benziner, es gibt auch günstigere und sparsamere Diesel-Motoren im Angebot und wer sich wirklich ins Gelände wagen möchte, der sollte zu dem höhergelegten Trailhawk Modell greifen, welches zudem noch über eine Sperre verfügt.


2 Kommentare

Die neue Mercedes-Benz V-Klasse – V250 Edition 1 Fahrbericht / Test

Alle guten Dinge sind drei und alles neu macht der Mai. Ab Mai steht die neue Mercedes-Benz V-Klasse im Handel und die hat mit dem typischen Transporter bzw. dem eigenen Vorgängern nun wahrlich nicht mehr viel gemeinsam, außer ggf. den Antrieb und den Stern.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-3

Als direkter Nachfolger von Vito bzw. Viano geht die neue Mercedes-Benz V-Klasse an den Start, jetzt jedoch als Großraumlimousine mit PKW-Charakter und Star-Allüren. Eines steht bereits nach der kurzen Probefahrt fest, dem Mitbewerber aus Hannover / Wolfsburg / wo auch immer kann die neue V-Klasse mehr als nur das Wasser reichen.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-2

Gefahren bin ich, zusammen mit Jan Gleitsmann, die V-Klasse als V 250 Edition 1. War der alte Viano noch ein Nutzfahrzeug mit Personenbeförderungsmöglichkeit, so sehen wir hier ein PKW mit hohem Nutzfahrzeug-Wert. Vom alten Vito bzw. vom Viano ist also nur das V geblieben, V wie vielseitig einsetzbar – also vergessen wir die Geschichte und fangen einfach mal neu an.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-11
Unter der Haube schlummert ein 2,1 Liter Turbodiesel. Einmal geweckt stehen 190 PS bzw. ein maximales Drehmoment von 440 Nm zur Verfügung. Damit beschleunigt die V-Klasse innerhalb von 0 auf 100 km/h innerhalb von 9,1 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 206 km/h im durchaus akzetablen Rahmen für lange Touren über die Autobahn. Der NEFZ-Verbrauch wird von Mercedes-Benz mit 6,0 Litern angegeben. Für einen kurzen Moment steht auch die sogenannte Over-Boost-Funktion zur Verfügung. Für einen kurzen Moment hat man, ähnlich wie in der Formel 1, 14 PS und 40 Nm mehr zur Verfügung. Wenn man es human angehen lässt, kann man locker einen Verbrauch von 7,5-7,6 Liter schaffen.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-4

Werfen wir kurz einen Blick auf die Außenmaße, die neue V-Klasse ist 5,14 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,88 Meter hoch. Damit ist sie länger und breiter, aber auch flacher als der direkte Mitbewerber. Preislich gesehen spielen die beiden Modelle sowieso in der gleichen Klasse, wobei…

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-8

Die Edition 1 steht preislich gesehen schon am oberen Ende der Fahnenstange, wer den Preis von 67,378 Euro investiert bekommt allerdings auch eine umfangreiche Ausstattung: Die Edition 1 gibt es in der 190 PS Version mit der 7G TRONIC PLUS und Sportfahrwerk. Optional gibt es auch das Agility Control Fahrwerk mit selektiven Dämpfern. Verbaut ist das LED Intelligent Light System, welches dank dem Stand der Technik nicht nur die Straße erhellt sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer nicht blendet. Eine Chromzierleiste in der Stoßstange vorne und die Edition 1 Embleme in den Kotflügel lassen die Sonder-Serie auf den ersten Blick erkennen. In den Radkästen drehen sich 19 ” LM Felgen, darüber hinaus gibt es eine Colorverglasung im Fond, beidseitig elektrische Schiebetüren und die Easy-Pack Heckklappe mit der seperat zu öffnenden Heckscheibe. Die Heckklappe lässt sich ebenfalls elektrisch öffnen und schließen, wenn man denn an den Taster kommt. Unter der Heckklappe kann ich bequem auch im Regen stehen, denn hier habe ich eine Höhe von 1,90 Metern zur Verfügung.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-7

Die V-Klasse verfügt über eine Gurthöhenverstellung und auch das Lenkrad lässt sich in der Höhe verstellen. Kopffreiheit ist ausreichend vorhanden und ich selbst fühle mich mit meinen 1,75 Metern auch sehr wohl hinterm Lenkrad. Das Lenkrad selbst liegt gut in der Hand und ich kann sämtliche Bedienungselemente gut erreichen. Bei der 7G-Tronic Version verfügt das Fahrzeug über Schaltwippen hinterm Lenkrad, bei Fahrzeugen mit einem manuellen Getriebe sitzt der Schaltknauf auf der Mittelkonsole.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-5

Im Innenraum dominiert in der Edition 1 der aus der C-Klasse bekannte Luxus. Sitze in Nappa Leder, das Armaturenbrett ebenfalls in Lederoptik beledert und mit einer Ziernaht versehen. Fahrer und Beifahrer freuen sich über eine Sitzheizung bzw. Sitzbelüftung und die Thermotronic genannte Klimaanlage sorgt für einen kühlen – bzw. warmen – Fahrgastraum. In der von uns gefahrenen V-Klasse V250 BlueTec Edition 1 werden die Ohren durch das Burmester Surround-System verwöhnt. 15 Boxen, 640 Watt und ein gut einstellbares Sounderlebnis sorgen für ein audiophilen “Ohrgasmus”.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-9

Das Kombiinstrument und aber auch das freistehende Display vom Infotainmentsystem lassen sich gut ablesen, sämtliche Schalter sind selbsterklärend lassen sich intuitiv bedienen und ich kann von vorne die Türen öffnen und schließen. Das funktioniert auch vom Schlüssel aus, mit dem kann ich sogar die Heckklappe öffnen und schließen. Was für ein Mehrwert!

Im Heck gibt es ebenfalls bequeme Einzelsitze, man sitzt also auch im Fond quasi in der ersten Reihe. Ausreichend Kopf und Beinfreiheit sind vorhanden, kein Wunder – verfügt die V-Klasse doch über einen Radstand von 3,2 Meter. Gefahren sind wir die Version mit den 6 Einzelsitzen, wie beim VW Multivan gibt es aber auch eine Version mit 3er Rückbank, die sich quasi zu einem Bett umklappen lassen kann. Die Einzelsitze lassen sich in der V-Klasse nur dann drehen, wenn man diese ausbaut und wieder einsetzt, das hat VW irgendwie cleverer gelöst. Eines muss man aber bestätigen, die Sitze der neuen V-Klasse sind leichter als beim Mitbewerber, damit fällt die Umbauarbeit leicht.

Der Kofferraum fasst 1030 Liter – mit ausgebauten Sitzen vervierfacht sich der Wert fast. Die Zuladung liegt zwischen 655 und 905 kg und bis zu 2,5 Tonnen darf die neue V-Klasse ziehen.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-6
Im dritten Anlauf hat Mercedes-Benz es ohne Zweifel geschafft, sich gegen den Klassenprimus durchzusetzen. Die neue V-Klasse überzeugt durch mehr Platz im Kofferraum, mehr Platz im Innenraum, einen längeren Radstand und vor allem durch die umfassende Sicherheitsausstattung. Die V-Klasse ist kein Transporter, die neue V-Klasse ist eine Großraumlimousine und definitiv auf PKW-Niveau. Die V-Klasse muss sich hinter den anderen Fahrzeugen von Mercedes-Benz nicht verstecken.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-10

Kritisieren könnte man die mangelnden Ablagen auf “Augenhöhe”, man muss sich halt doch immer nach “unten” bewegen um z.B. Flaschen oder sein Handy zu verstauen. Die Dreiecksfenster sind klein und “unnötig” und tragen nicht zur – ansonsten sehr guten – Rundumsicht bei. Wo wir gerade beim Thema sind, mit der 360° Kamera wird das Einparken zum Kinderspiel, die V-Klasse fährt sich wie ein ganz normaler PKW und zusammen mit dem “Handschmeichler”, dem großen Comand-Online System und den ganzen Assistenzsystemen (Distronic-Plus, 360° Kamera, Einparkfunktion, Seitenwind-Assistent…) ist sie sehr gut ausgestattet.

Mercedes-Benz-V-Klasse-V250-Edition-1-Test-Fahrbericht-Video-1

Von Fahrspaß möchte ich nicht unbedingt reden, die V-Klasse ist kein Kurvenräuber und spätestens in den Kurven merkt man auch das Gewicht. Der Van fährt gut. Punkt! Mehr verlangt auch keiner, bis 120 km/h hält sich sogar die Geräuschentwicklung in Grenzen, 160 km/h wäre eine gute Reisegeschwindigkeit. Der bekannte 2,1 Liter Diesel Motor dröhnt hin und wieder, aber das ist alles vergessen wenn man den Alltagsnutzen und den Komfort dagegen rechnet. Dank der hohen Variablität der V-Klasse sind den zukünftigen Anforderungen fast keine Grenzen gesetzt, wenn die finanziellen Mittel denn ausreichend verfügbar sind. Die V-Klasse lässt sich preislich gesehen, nämlich genauso ausstatten und aufwerten wie jeder andere Mercedes-Benz PKW und das ist eine Leidenschaft die finanzielle Leiden schafft. Die Edition 1 in unserer Ausstattung wird bei über 70.000 Euro liegen, die anderen V-Klassen starten bereits (mit etwas weniger Leistung) so um die 42.000 Euro. Ihr wollt mehr über die neue Mercedes-Benz V-Klasse erfahren? Dann schaut euch demnächst auch das Ausfahrt.TV Video an.